Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Diskussion Roman-Idee: Alte Texte 1

Alex, Thursday, 24.04.2003, 01:44 (vor 8322 Tagen)

Aloha Susu :-)
Möglicher Titel: "Dis-Ident". Die anderen sind transident oder cisident, wir sind höchstens disident...
*hihi* dis(s)ident voice... *kicher* nett...
Stimmt. Leider wird das nur von einem Teil der Experten im gender-Bereich so gesehen und bei den Laien ist es erst recht keine weit verbreitete Meinung.
Bei Laien, klar... dazu sind die Hintergründe zu wenig bekannt, und die Verdrängungsmechanismen zu stark. Bei Experten erwarte ich aber schon mehr. Wenn mir da einer so käme, hätte der danach einen Therapeuten nötig... das Problem ist, dass zu dem auch Leute gehen, die durchaus nicht stabil sein können.

Jo... ok.. wobei mir der Roman noch mehr gefallen würd... dazu würd ich ein paar Ansätze gern mal diskutieren.
Meinst wir könnten das hier machen, ohne dass die uns rauswerfen? *kicher*
Mal Nachfragen... Kim, ist das OK?

ok, nachdem Kim das oki findet (Danke Kim :-) werd ich mal loslegen.
@Alle, die das lesen: Es handelt sich um eine FICTION-ROMAN-Idee... wenn da radikale Elemente drin zu finden sind, dann entspricht das weder meiner, noch Susu's Meinung, sonder ist eben auch als Roman zu lesen.
@Susu: Also, Grundlage meines Storyboards wäre, dass ein Kreuzfahrtschiff im Bermuda-Dreieck verschwindet, und im 23. Jahrhundert landet. Die Zeitreisenden finde eine völlig veränderte Gesellschaftsstruktur vor.
Insbesondere ist eine GI gesetzlich verboten, bzw. wird dann durch Umerziehungsmaßnahmen "behandelt", da sie in der Vergangenheit ja zu so heftigen Problemen führte, und somit als für die Gesellschaft allgemein schädlich eingestuft wurde.
Ich möchte deshalb diese radikale Negation der Verhältnisse, um deutlich zu machen, wie die Gesellschaft im Augenblick mit Menschen umspringt, die etwas weiter vom Gaußpeak abweichende Vorstellungen oder Anlagen tragen.
Wie Du sagst, wird oft schon das Nichtvorhandesein einer GI als "Störung" beschrieben..... das möchte ich vollständig invertieren. Ebenso die therapeutischen Versuche, die heute seltener, aber vor 10-20 Jahren wirklich krass waren. Das Ganze ruhig etwas überzeichnet... ist ja ein Roman.
Nun platzt unsere zeitreisende Reisegruppe in diese Gesellschaft hinein. Und landet innerhalb kurzer Zeit wo? Natürlich bei "Umerziehungsmaßnahmen".
Ein paar Fragen, die mich zuerst mal beschäftigen:
<ul>
<li> Kennst Du ältere Berichte, wie Trans* früher weg-"therapiert" wurde? Und läßt sich sowas übertragen?
<li> Welche androgynen Personalpronomina ließen sich in dieser Gesellschaft verwenden, die dennoch einen Unterschied zwischen Objekten und Menschen machen... oder sollte sowas wie "es" genügen?... oder völlig neue?
<li> Wie und welche Ausgrenzungen lassen sich auf Cisgender übertragen. Oder anders gefragt: bei welchen hätte ich Schwierigkeiten?
<li> Ich möchte Sex und Gender nicht trennen, d.h. das gonadale Geschlecht soll ebenso keine Rolle spielen dürfen. Wie ließe sich die Fortpflanzung lösen?
<li> Die Gesellschaft soll Komponenten aus Orwells "Big Brother" enthalten, d.h. auch privates Ausleben von GI verhindern. Wie könnte sowas aussehen?
</ul>
So... reicht erst mal :-)
Liebe Grüße
Alex


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