Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Selbstkritik

Narrowitsch, Berlin, Saturday, 18.12.2010, 12:49 (vor 5507 Tagen) @ Max Stirner

Ich gestehe: Ich war einer der Ersten, die bei ARD/NDR gegen die Aufkündigung der freien Mitarbeit Hermanns protestierten und das war gut so. Schließlich ging es um Protest gegen ein ordentliches Stücklein Demontage von Presse- und Meinungsfreiheit. Ich gestehe weiterhin meine Sympathien für Hermanns "Hausfrauenthesen", soweit sie einer der Optionen familiären Zusammenlebens aus dem politisch korrekten Sumpf bösartiger Verleumdungen helfen sollten . Und der Missbrauch von Medienmacht in Form von Machenschaften des Baptist Kerners gegen die Person Hermann brachte mich selbstverständlich auf die Palme. Nicht so sehr wegen der Person E.Hermann, wohl aber empört(e) mich die Instrumentalisierung gerade Öffentlich- Rechtlicher zur Zuchtknute gegen politisch Inkorrekte. Auch das wird so bleiben.

Der konstruierte Zusammenhang von Hermanns angeblicher Mutterkreuzideologie scheint mir allerdings wie ein Furz im Winde - selbst wenn er zugetroffen hätte - im Vergleich zum Geschlechterrassismus, der Männer aus der Erziehung unsere Nachkommenschaft verbannen will. Und zwar unter zur Hilfenahme von wirren Annahmen, die aus finsterstem Gedankengut übler Südstaaatenrassisten entlehnt sein könnten. Nicht "women are the negro of the world", wie der verblichene John Lennon in die Welt setzte, Männer sind die Neger der Welt. Potentiell vergewaltigen sie -nach femnistisch - hermannschem Irrsinn - Frauen und kleine Kinder, sind denkunfähig, kriegslüsternd, also bestenfalls für niedere Arbeiten geeignet. Da stimmt Hermann augenscheinlich mit ihrer Kollegin vom ZDF überein, die über den gewaltigen Fortschritt in Ruanda berichtete. Auch dort alles Neger...

Bezeichnend - die ansonsten aufgeregt gackernden Antidiskriminierung - AktivistInnen hüllen sich in Schweigen, ihre Emsigkeitin Sachen "Zeichen setzen" ist eingeschlafen, der Schluss liegt nahe, dass sie ihr Geschrei selbst nicht ernst nehmen. Was wäre medienwirksamer und Glaubwürdigkeit stiftender, als ein Aufschrei in gewohnter Lautstärke,wenn es um gewisse Fürze im Winde geht?

Was das Evchen hier abliefert, stützt einen Gedanken, der sich immer öfter in mir Raum verschafft, obwohl ich mich-so gut es geht- gegen ihn wehre; ich will ihn einfach nicht wahrhaben: Karrierefrauen bringen so manches zu Wege, eines können sie nicht, - Sachlichkeit oder gar Fairness in Geschlechterfragen. Dass ihnen aus diesem Grunde Gleichberechtigung, Demokratie und Rechtsstaat erhebliche Schwierigkeiten bereiten - davon kann Mann sich fast täglich in der Presse informieren.

Mir fällt jedenfalls kaum eine Powerwimme ein, deren Äußerungen oder Handlungen diesem fürchterlichen Gedanken widersprächen. Und komme mir nur niemand mit Astrid v. Friesen und KonsortInnnen...

Vielleicht muss Mann von seinen konstruktiven Fähigkeiten nun endlich den Gebrauch machen, den ihm "Progressive" seit langem unterstellen. Er sollte vielleicht etwas praktikabel konstruieren, was noch nicht existiert, obwohl es Törichte in großer Zahl bereits zu sehen glauben. Gläserne Decken beispielsweise.

Sich für Weiber wie Hermann engagiert zu haben, zählt eindeutig zu meinen Fehlleistungen.

meint jedenfalls der weiße Neger Narrowitsch

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Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-

Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.


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