Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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guter Ansatz

__V__ (nicht eingeloggt), Wednesday, 25.08.2010, 15:27 (vor 5619 Tagen) @ Rainer

Bevor man über ein "Rollenverständnis" diskutieren kann müsste geklärt
werden ob der Mensch über einen freien Willen verfügt.

Rainer

Hallo Rainer,

die Frage von Dir kann zwar nicht endgültig beantwortet werden, allerdings sollte man sich rechtzeitig darüber mal Gedanken machen. Und zwar bevor man anfängt, anderen etwas beibringen zu wollen.

Um auf die Rollenfrage zurück zu kommen:
Letztlich kann ich die Reaktion von Wolfgang verstehen. Er meinte, man solle gar kein Rollenverständnis vermitteln. Das Problem bei der Sache ist nur, dass jeder sein eigenes Rollenverständnis hat, ob nun bewusst oder unbewusst. Und wenn man sich über sein eigenes nicht im Klaren ist, kann man anderen Menschen keine Orientierung bieten.
Ich bin ganz klar der Meinung, dass man als Lehrer eine Entscheidung treffen muss, welches Rollenverständnis man suggerieren möchte. Schlimmer nämlich als ein extra-ordinäres Rollenverständnis zu vermitteln, ist ein Wischi-Waschi zu vermitteln und keinen Plan davon zu haben, was man eigentlich macht.
Wenn ich als Lehrer eine Entscheidung treffe, dann kann ich damit falsch liegen - im Nachhinein betrachtet. Allerdings weiß ich dann wenigstens, was ich falsch gemacht habe, und kann eine Verbesserung der Lage einleiten - in Zukunft.

Nichts ist schlimmer, als sich der Verantwortung zu entziehen, indem ich mir keine Gedanken darüber mache, was ich den lieben langen Tag so alles mache ...
Wer nix falschen machen will, soll halt dann als Einsiedler leben.
Ich jedenfalls kann damit leben, nicht perfekt zu sein, manchmal das Falsche vermittelt zu haben, öfter Mal eher an mich selbst gedacht zu haben, etc. ... solange ich mich nach der Erkenntnis wenigstens dazu aufraffen kann, es in Zukunft besser zu machen.

Und? Was meinst du nun? Hat der Mensch einen freien Willen?
Ich bin der Meinung: ja!
Allerdings ist seine Wahrnehmung sehr eingeschränkt, weshalb ihm sein freier Wille oftmals ein Bein stellt.

Liebe Grüße,
-Stefan


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