Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Die Theorie, das der "Kapitalismus"

Garfield, Monday, 14.06.2010, 16:41 (vor 5689 Tagen) @ ajk

Hallo ajk!

Und ungebildete sowie unmontivierte Hilfskräfte kosten mehr als sie bringen.

Das erzähl mal unseren Führungskräften...

Gewinnmaximierung per Lohndrückung ist nicht wirklich das Ziel von Unternehmen.

Gewinnmaximierung ist generell das wichtigste Ziel in der privaten Wirtschaft, egal wie.

Schlecht bezahlte Fachleute suchen sich eine andere Arbeit.

Ja, und genau deshalb braucht man hohe Erwerbslosenzahlen. Dann kündigt man nämlich nicht so schnell, sondern akzeptiert z.B. eine höhere Wochenarbeitszeit ohne Lohnausgleich. Oder auch die Streichung des Weihnachtsgeldes. Oder eine Lohnkürzung. Es geht gar nicht immer so sehr darum, wirklich Arbeitskräfte zu kriegen, sondern es geht um die pure Erwerbslosenzahl. Und die erhöht man eben auch dadurch, daß man mehr Frauen ins Berufsleben drängt. Zumal die Maßnahmen dafür ja nicht die Wirtschaft bezahlen muß, sondern der Effektiv-Steuerzahler. Viele Firmen, vor allem größere, zahlen aber nur nominell, nicht effektiv Steuern. Weil sie sie einfach an Andere weiter reichen.

Oder sie wandern aus, genauso wie es jetzt passiert.

Ja, aber man hofft, das durch Einwanderung ausgleichen zu können. Dabei gehts ja offensichtlich auch mehr um Quantität als um Qualität.

Wir haben auch kein hohes angebot auf dem Arbeitsmarkt. Es fehlen "Fachleute".

Das war in den 1950er/1960er Jahren auch so. Damals waren viele Firmen bereit, neuen Mitarbeitern die nötige Qualifizierung zu bezahlen. Es ging ja auch manchmal gar nicht anders, denn wie sollte jemand, der direkt nach der Schule in den Krieg eingezogen wurde und danach 10 Jahre lang Hilfsarbeiten in Sibiren verrichten mußte, sonst zu einer vernünftigen Qualifikation kommen?

Heute wird selbstverständlich erwartet, daß ein Bewerber schon die nötige Qualifikation hat. Solange das so ist, gibt es keinen Fachkräftemangel.

Und der Nachwuchs bricht weg.

Ja, aber das glaubt man ja durch Einwanderung lösen zu können.

Das tun sie weil diese Sozialleistungen sehr hoch sind.

Das tun sie, weil die Löhne mittlerweile so weit gesunken sind, daß man teilweise mit Sozialleistungen mehr oder zumindest nicht viel weniger hat. Wenn man die Löhne weiter drücken will, müssen also die Sozialleistungen sinken. Sonst steht man schnell ohne Mitarbeiter da.

Versuch mal eine Firma zu gründen, die Anfangsinvestitionen wegen Zahlungen an Behörden sind so hoch, das man nicht mal mehr gründen will.

Kleine Firmengründer haben doch gar keinen Einfluß auf Massenmedien und Politik. Die Rufe nach Senkung von Sozialleistungen kommen von den etablierten Firmen und ihren Verbänden.

Doch doch, soweit denken die Wirtschaftseliten.

Und wieso merkt man davon nichts?

Der Einfluss ist dergestalt, das die Studenten in die Politik gehen und dort Gesetze machen die alles kaputt machen.

So wie Schröder oder Fischer, die einst große Revolutionäre und Pazifisten waren und dann brav vor Bush die Hacken zusammen geknallt und die Bundeswehr willig nach Afghanistan geschickt haben?

Wer als Politiker die Ideale seiner Jugend behält, kommt damit nicht weit. Überhaupt können Ideen allein nichts bewirken. Man braucht immer auch Mittel, um die Ideen durchzusetzen. Und selbst Menschen, die auf dem Papier sehr viel Macht haben, kriegen nicht alles durchgesetzt, was sie wollen. Das war sogar schon zu Zeiten der absolutistischen Monarchen so. Wenn da ein reicher Bankier den Geldhahn zudrehte, dann ist der absolutistische Monarch brav zu Kreuze gekrochen und hat alle Forderungen des Bankiers erfüllt. Geld regiert die Welt. Ideen nicht.

Schon seit dem 19 jahrhundert ist es so das auch Gewerkschafter, Ärztekammern, Apothekerverbände, Frauenverbände und co genau dasselbe machen.

Die können aber nicht alle locker-flockig mal einen Koffer mit einer "Spende" auf einem Schreibtisch platzieren. Das macht den Unterschied aus!

Sieh dir an, wohin Politiker nach ihrem Ausscheiden aus der Politik gehen, wo sie danach gutbezahlte Posten bekommen. Dann weißt du, für wenn sie vorher im Amt Lobbypolitik betrieben haben.

Das sind viel mehr Menschen und viel mehr "Wirtschaft" als die wenigen Aktionärsunternehmen.

Aber die großen AGn haben das große Geld!

Das es logisch unsinnig ist die Deutschen zu armen Arbeitssklaven zu machen um die Deutsche Wirtschaft zu fördern.

Das ist nur auf lange Sicht betrachtet unlogisch. Kurzsichtig betrachtet ist es sehr sinnvoll. Und man plant heute nur noch für ein Jahr oder maximal einige wenige Jahre im Voraus.

Man muss eher den umgekehrten Weg gehen und ganz ganz viele Spezialisten haben. Und genau das verhindern unsere Genossinen und Genossen.

Das verhindern sie allenfalls durch ihre Experimente im Bildungssystem. Das aber auch unbewußt, denn ich fürchte, die bilden sich echt ein, daß das etwas zum Positiven ändern könnte.

Was meinste wie viele Linke wohlhabend sind? Lies doch mal "Unter Linken", das sind alles Schnösel. Wie viele von den Punker haben Ärzte als Väter die genug Geld haben..

Das sind keine Linken, sondern Pseudolinke. Die kommen üblicherweise auch nicht auf Entscheidungspositionen, weil sie es gewohnt sind, immer auf Papas Kosten zu leben und deshalb eigene Anstrengungen scheuen. Und wenn sie das doch schaffen - siehe oben. Dann sind ihre Revoluzzer-Attitüden schnell vergessen.

Freundliche Grüße
von Garfield


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