Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Die Theorie, das der "Kapitalismus"

ajk, Monday, 14.06.2010, 15:18 (vor 5688 Tagen) @ Garfield

Hall ajk!

Erstens braucht unsere Wirtschaft Fachkräfte, keine Hilfskräfte.

Nein, sie braucht beides. Auch Hilfskräfte werden in vielen Branchen
durchaus noch benötigt.

Aber weitaus weniger als Fachkräfte. Und ungebildete sowie unmontivierte Hilfskräfte kosten mehr als sie bringen.

Aber egal, ob Fach- oder Hilfskraft: Der Gewinn maximiert sich nun einmal,
wenn sie alle möglichst wenig Lohn bekommen. Und die Löhne sinken bei hohem
Angebot auf dem Arbeitsmarkt.

Gewinnmaximierung per Lohndrückung ist nicht wirklich das Ziel von Unternehmen. Schlecht bezahlte Fachleute suchen sich eine andere Arbeit. Oder sie wandern aus, genauso wie es jetzt passiert. Wir haben auch kein hohes angebot auf dem Arbeitsmarkt. Es fehlen "Fachleute". Und der Nachwuchs bricht weg.

Deshalb schreien Unternehmensverbände ja auch immer wieder nach Senkung
der Sozialleistungen.

Das tun sie weil diese Sozialleistungen sehr hoch sind. Und das sind sie auch. Versuch mal eine Firma zu gründen, die Anfangsinvestitionen wegen Zahlungen an Behörden sind so hoch, das man nicht mal mehr gründen will.

Zweitens braucht unsere Wirtschaft qualifizierten Nachwuchs der "noch
ganz dicht ist". Fehlende Mütter sind das schlechteste für den Nachwuchs.
Frauen die keine Kinder gebären noch schlechter für den Nachwuchs.

Soweit denken unsere "Eliten" aber nicht. Für die sind wir nur eine
blökende Hammelherde, die man jederzeit durch irgendwelche anderen Hammel
von sonstwoher auffüllen kann.

Dochdoch, soweit denken die Wirtschaftseliten. Nur sind die echten Wirtschaftseliten nicht im Fernsehen. Sondern in der Schwäbischen Alb oder so. Man sollte nicht vergessen das die Feministinnen gegen die Wirtschaft "geschimpft" haben, weil sie so Patriarchal waren..

Wie soll denn das passiert sein? Welchen Einfluß hat ein Studentenverband
auf die Politik?

Ja, keine Ahnung der Feminismus ist ja völlig Wirkungsfrei obwohl er von Studenten kam. Der Einfluss ist dergestalt, das die Studenten in die Politik gehen und dort Gesetze machen die alles kaputt machen. Das ist der Einfluss der Studenten in die Politik. Sonst hätten wir weder Feminismus noch Gender-Mainstreaming.

Die Wirtschaft hat da gar nicht die Finger im Spiel gehabt.

Die Wirtschaft - bzw. die Besitzer der Firmen - hat überall die Finger im
Spiel. Weil da das Geld ist. Und Geld regiert die Welt. Schon seit dem 19.
Jahrhundert ist es in Deutschland - und leider auch anderswo - üblich, daß
Wirtschafts-Lobbyisten Gesetze nicht nur abnicken, sondern sie sogar selbst
schreiben.

Und nu? Schon seit dem 19 jahrhundert ist es so das auch Gewerkschafter, Ärztekammern, Apothekerverbände, Frauenverbände und co genau dasselbe machen. Ich spreche hier doch nicht von den Grosskonzernen die relativ klein von der Menge sind. Ich spreche von High-Tech-Unternehmen mit knapp 10 bis 100 Mann. Oder vom Handwerk. Das sind viel mehr Menschen und viel mehr "Wirtschaft" als die wenigen Aktionärsunternehmen. Und selbst die grossen Konzerne sind am strampeln.

Selbst wenn alle Deutschen umsonst arbeiten würden, gäbe es mehr
Chinesen die das tun würden.

Und was willst du damit sagen?

Das es logisch unsinnig ist die Deutschen zu armen Arbeitssklaven zu machen um die Deutsche Wirtschaft zu fördern. Selbst wenn man es schaffen würde, würde die Deutsche Wirtschaft zusammenbrechen. Man muss eher den umgekehrten Weg gehen und ganz ganz viele Spezialisten haben. Und genau das verhindern unsere Genossinen und Genossen.

Die ersten Feministinnen (im heutigen Sinne, tatsächlich gab es ja schon
vorher welche) waren aber keine Linken. Sie kamen aus dem Bürgertum - es
waren meist gelangweilte Mittelschichtfrauen.

Was meinste wie viele Linke wohlhabend sind? Lies doch mal "Unter Linken", das sind alles Schnösel. Wie viele von den Punker haben Ärzte als Väter die genug Geld haben..

Freundliche Grüsse,

/ajk

--
Solange du andere fragst, was du "darfst", bist du kein Mann. - Robert


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