Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Verharmlosung männlicher Beschneidungen

Norbert, Friday, 04.02.2005, 16:48 (vor 7670 Tagen) @ Bubbles

Als Antwort auf: Re: @Beatrix von Bubbles am 04. Februar 2005 14:10:36:

Es gibt einen eklatanten Unterschied zwischen der Beschneidung von Jungen und Mädchen.
Bei Mädchen spricht man nicht umsonst von Genitalvertümmlung.
Bei den Jungs bleiben alle Körperfunktionen erhalten, es wird "nur" die Vorhaut entfernt.

?
Tolle Verharmlosung, die aber der Wahrheit nicht gerecht wird.

Die Mädchen und später dann Frauen (wenn sie es überleben), haben immense Einschränkungen und Schmerzen beim Urinieren, beim Geschlechtsverkehr und bei der Geburt.
Für mehr: untenstehender Link

Etwas sehr einseitig, oder?
Mit solchen Halbwahrheiten konnte man früher jemanden beeindrucken, heute hier nicht mehr.

Du bist nicht auf dem Stand der Dinge.

wikipedia
<hr>

Diese Sichtweise blendet die Knaben als Opfer aus, d.h. die Körperverletzung von Jungen wird nach wie vor größtenteils nicht ernst genommen, wie auch die Tatsache, dass das Recht auf körperliche Unversehrtheit unabhängig vom Geschlecht gilt. Darüberhinaus wird auch die Beschneidung von Knaben in Ländern der Dritten Welt, etwa in Afrika, Vorderasien und Indonesien oder bei den Aborigines in Australien, oft nicht mit Betäubung und sterilisierten chirurgischen Instrumenten, sondern unter sehr primitiven Bedingungen vorgenommen, was zu bleibenden Schäden oder gar zum Tod führen kann.

...
Hanny Lightfoot-Klein, ursprünglich eine der Vorkämpferinnen ausschließlich gegen die weibliche Beschneidung, ruft inzwischen dazu auf, das Thema als Ganzes zu sehen und die Verstümmelung beider Geschlechter als eng verwandt zu betrachten.
...
Am 1. Oktober 2001 trat in Schweden - nach einer längeren öffentlichen Debatte wegen des Todes mehrerer Babys durch Beschneidungen - ein neues Gesetz in Kraft, das Beschneidungen ohne medizinische Begründung bei Jungen, die älter als 2 Monate sind, generell verbietet. Beschneidungen an jüngeren Babys dürfen nur noch unter Betäubung und in Anwesenheit eines Arztes vorgenommen werden. Schweden ist damit das erste Land der Welt, das rituelle Beschneidungen, die ohne Zustimmung der Betroffenen vorgenommen werden, per Gesetz eingeschränkt hat.


<hr>

Berichte mit 20 toten Jungen wegen einer Beschneidung kennst du auch nicht? Sind ja erst 4 Jahre alt.
siehe hier
Die fehlende Sensibilität gegenüber Quälereien von Jungen fehlen noch zu vielen Menschen.

Des weiteren fehlt bei dir noch die Tatsache, daß Beschneidung von Mädchen weit überwiegend durch Frauen ausgeführt wird.

Aber so funktioniert(e) feministische Nebelwerferei.

Norbert


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