Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Weiteres von Viola Roggenkamp

Garp, Wednesday, 18.08.2004, 01:13 (vor 7842 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Re: Weiteres von Viola Roggenkamp von Nick am 17. August 2004 14:16:31:

Hallo Nick,

"Ansetzen muß man bei denjenigen, die ihnen Aufmerksamkeit schenken und dafür sorgen, daß diese Minderheit überall über Gebühr berücksichtigt wird und mit entscheiden kann. Die hat es nämlich früher nicht in so großer Zahl gegeben."

Und zwar vermutlich deshalb, weil es früher nicht so viele unterwürfige Männer gegeben hat wie heute, die keine Orientierung mehr haben und nicht wissen, was einen Wert hat und was nicht.

Leider ist deren "Nachzüchtung" durch das feminisierte Erziehungswesen erst recht richtig auf Touren gekommen.
Und ein Rad greift ins andere: die Entsorgung der Väter wirkt sich gerade hier so fatal aus und verschlimmert die Sache immer weiter.[/i]

Dies hört sich aber jetzt doch sehr nach „früher war alles besser“ an. Diese These muss erst noch belegt werden. Wie willst du dies quantifizieren?
Inwiefern verfügt die jüngere Generation über eine geringere Kompetenz zu Werturteilen?
Richtig ist, wir leben in einer Gesellschaft des Wertepluralismus. Aber nicht in einer Gesellschaft des Werteverfalls. Dies wird häufig übersehen.
Aber dieser Wertepluralismus ist altersunabhängig. Er "trifft" die ältere Generation in derselben Weise.

Ich kenne männliche Feministen fast ausschließlich in der älteren Generation. Wer hat Quotierungen und den Frauenförderungsplänen zugestimmt? Sicher nicht die Jugend. Es sind im wesentlichen alt 68er, die nach wie vor den Mythos der Frauenunterdrückung vor sich her tragen.

Zudem sollte man unterschieden zwischen der Theorie der Vaterlosigkeit und der Theorie der Vaterentsorgung. Letzteres als durchgängiges kulturelles Phänomen zu betrachten, halte ich nicht für belegbar. Die Vaterlosigkeit dagegen ist in der Tat ein großes Problem. Aber auch diese kann man nicht einseitig sehen. Wer die „Vaterlosigkeit“ anprangert, kann sich nicht nur auf das Rechtssystem beziehen. Er muss sich auch an die Väter wenden, die sich ihrer Verantwortung nicht stellen.

Grüße
Garp


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