Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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IMHO Mutter-Mythos

JehKeh, Saturday, 29.05.2004, 16:12 (vor 7923 Tagen) @ Pokemon

Als Antwort auf: Re: Mir werden die Konsequenzen... @ Sebastian von Pokemon am 28. Mai 2004 21:36:28:

Denn was ja bei diesem Thema oft vernachlässigt wird ist die Frage, ob es nicht besser für die Kinder ist, wenn ein Elternteil zumindest in den ersten Jahren "ganz" zu hause bleibt.

Als Ostler, der auch viele (eigentlich AUSSCHLIESSLICH! solche) Ostler kennt, die Vollzeit-arbeitende Mütter hatten, halte ich persönlich das für eine Legende, daß die Mutter zu Hause bleiben sollte (über einen Zeitraum von - sagen wir - einem halben Jahr hinaus).
Es gibt IMHO so viele Vorteile einer nicht so mutterfixierten Kindheit: Der ungleich umfangreichere Input für das kindliche Hirn z.B. in einer Kinderkrippe, die nicht nur Spielchen macht, sondern spielerisch beibringt. Die Möglichkeit Kommunikation und Interaktion (Streit, Gefühle, Empathie, ...) zu erlernen. Ein (Beziehungs-) Vertrauen zu entwickeln (obwohl die Eltern morgens weggehen, kommen sie doch immer wieder und holen "mich" ab) und zu lernen, daß die Bindung an die Eltern nicht alles ist, was es gibt. Die erhöhte Trainingswirkung für das Immunsystem durch viele fremde Keime. Und so weiter und so fort.
All das ist einer täglichen, (zusammengewürfelten) Kindergemeinschaft ungleich besser zu erfahren/zu erlernen als im vergleichsweise drögen ;-) Reservat zu Hause bei Mammi.

Ansonsten gibt es vielleicht doch langsam ein Umdenken, wie z.B. der inzwischen hier mehrfach verlinkte TAZ-Artikel andeutet.

Mfg.


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