Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Mir werden die Konsequenzen...die Hausfrau als Angestellte @ Sven

Sven75, Friday, 28.05.2004, 23:17 (vor 7924 Tagen) @ Pokemon

Als Antwort auf: Re: Mir werden die Konsequenzen...die Hausfrau als Angestellte @ Sven von Pokemon am 28. Mai 2004 19:36:53:

Möglicherweise kommt man eines Tages auch mal auf die Idee, bei einer Eheschließung grundsätzlich einen Vertrag abzuschließen, in dem dann auch geregelt sein kann, was der Frau zuzustehen hat, wenn der Mann möchte, dass sie ein Kind bekommt und großzieht.

Wenn der Mann möchte? Du meinst, dass er sie bezahlt, dass sie ein Kind für ihn großzieht? Die Hausfrau als Angestellte, das wäre vielleicht auch eine Lösung :-) Mit beiderseitigem Kündigungsschutz, Zahlungen in die Rentenkasse, wäre das nicht eine Alternative zum gegenwärtigen System?

So meinte ich das nicht und die Formulierung "sie ein Kind für IHN großzieht" ist darüber hinaus auch grober Unfug. Wenn wir schon soweit sind, dass eine Frau das Großziehen eines Kindes als "Leistung an den Mann" versteht, dann ist es glaube ich besser, die deutschen Frauen lassen das Kinder bekommen komplett sein, denn solche Kinder können einem nur leid tun.

Was ich meinte, war, dass wenn ein Mann unbedingt das alte Rollenverständnis wahren möchte und die Frau als Heimchen am Herd zu Hause haben will (!), dann sollte man dies in einem Vertrag festhalten, in dem ihm dann auch aufgezeigt wird, welche Unterhaltszahlungen er dann im Falle einer Scheidung zu leisten hätte.

Aktuell jedoch wird immer automatisch angenommen, die Frau hätte sich ja ach so hart für den Mann aufgeopfert, indem sie "seinen" Haushalt geführt hätte und dass der Mann ja gar nicht gewollt hätte, dass sie arbeitet, selbst wenn diese einfach sich nur zu Hause ein feines faules Leben machen wollte.

Dann nämlich werden die Männer sehr schnell ihre Frauen dazu anleiten, arbeiten zu gehen und wenn der Regelfall der wäre, dass sie eben nicht Hausfrau zwangsweise hätte sein müssen und sie somit auch keinen Ehegattenunterhalt bekommen kann, werden die Frauen sehr schnell auch selber mehr arbeiten wollen.

Zudem ist mir sowieso nicht einleuchtend was die ach so geplagte Hausfrau in der Wohnung täglich 8-10 Stunden saubermachen möchte. Für meinen eigenen Haushalt benötige ich maximal 1 Stunde am Tag - inklusive Essen kochen.

Wer sich auf den Unterhalt verlässt ist nicht nur ein Schmarotzer sondern auch unsäglich dumm. Wenn man schon nicht aus Rücksicht versucht, von den Unterhlaltszahlungen unabhängig zu werden, dann sollte man es jedenfalls sich selbst zuliebe tun.

Sehr treffend formuliert. Auf diese Weisheit kommen viele Frauen nur leider erst, wenn es schon zu spät ist. Viele gehen einfach den bequemsten Weg und stellen zu spät fest, dass dieser eine Einbahnstraße ist.

Angesichts der heutigen Arbeitslosenquoten darf man sich nämlich auf den Unterhalt durch andere (sei es als Hausfrau oder als alleinerziehende Mutter) nicht mehr verlassen. Der Mann wird arbeitslos und die alleinerziehende Mutter, die sich all die Jahre auf den Unterhalt verlassen hat und es nicht nötig fand, sich um Arbeit zu bemühen schaut auf einmal dumm aus der Wäsche.

Genau so siehts aus. Hartz IV wird vielen schon einen sehr guten Vorgeschmack darauf geben, was vom männlichen Unterhalt übrigbleibt, wenn der "Mann" auf einmal der Staat ist, weil der Ex kein Geld mehr hat. Aber anders bekommt man diese Diskriminierung nicht bekämpft.

Gruss,

Sven


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