Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Männer sind ... Ist da was dran?

Andreas, Tuesday, 20.04.2004, 15:51 (vor 7962 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Männer sind ... Ist da was dran? von Emmalein am 20. April 2004 12:15:06:

Psychische Belastungen im Beruf können jahrelange Therapien nach sich ziehen. Ob das weniger belastend ist, weiss ich nicht.

Dem stimme ich zu.

Es gibt trotz allem eine grosse Menge an Männern, die hochqualifizierte Jobs macht: Die Mehrheit der Professoren ist männlich. Die Mehrheit der Politiker ist männlich. Die Mehrheit der Vorstandsvorsitzenden ist männlich. Und selbst die Mehrheit der Direktoren an Grundschulen ist männlich. Ich zweifle deswegen ímmer noch ein wenig an Deiner These mit den körperlich härteren Jobs; eine Krankenschwester oder Altenpflegerin arbeitet körperlich sehr viel härter als ein Professor.

Die Menge der Vorstandsvorsitzenden, der Politiker, der Professoren oder der Grundschullehrer ist - gemessen an der Größe der Gesamtbevölkerung - eher gering.

Oft machen Frauen aber auch den Grossteil der Hausarbeit und der Kinderarbeit. Sprich: Wer sich auf Elternabenden umsieht, findet dort meistens Frauen. Egal, ob die berufstätig sind oder nicht. Wenn Du fragst,wer die Kindergeburtstage organisiert, wirst Du in der Mehrheit die Antwort kriegen: Mama. Egal, ob sie auch arbeitet oder nicht. Und das sind nur zwei Bereiche. Ich will damit sagen: Zuhause geht für viele berufstätige Frauen die zweite Schicht los, von der sich Männer dann eher lossagen, mit der Begründung, dass sie Vollzeit arbeiten, ihre Partnerin aber nur halbtags. Das ist dann nicht unbedingt Erholung.

Also, wenn ich mich mal in meiner Umgebung umschaue, dann erhalte ich ein anderes Bild. Die Frauen, die halbtags arbeiten und mit der Kindererziehung beschäftigt sind, führen eher ein geruhsames Leben - sofern der Tagesablauf einigermaßen gut organisiert ist. Da sind die Kaffeerunden am Nachmittag, lange ausgedehnte Gespräche auf der Straße, Gartenarbeiten und die abendlichen VHS-Kurse an der Tagesordnung. Ganz im Gegensatz zu den Männern, die oftmals noch Überstunden arbeiten müssen, damit das Haus finanziert werden kann. Die sehe ich nämlich eher gestreßt und stets in Eile.

Wie erklärst du dir denn, daß Nonnen im Durchschnitt nur ein Jahr älter werden als Mönche, während ansonsten Frauen im Durchschnitt 6,4 Jahre älter als Männer werden? Der einzige Unterschied, den ich da sehe, besteht darin, daß Mönche ein ruhigeres Leben haben als der normale Durchschnittsmann.

Nicht nur das: Sie halten regelmässig Fastenzeiten ein, betätigen sich bei den Exerzizien teilweise körperlich, machen sanfte körperliche Arbeit (Gartenarbeit), haben ihren Frieden mit Gott gemacht (eine religiöse Überzeugung und Gewissheit kann krankheitsmindernd und lebensverlängernd wirken), haben klare, eindeutige Lebensregeln und einen sehr geregelten Tagesablauf. Und sie essen recht schlicht, es gibt so gut wie kein Junk-Food.

Dem würde ich auch zustimmen.

Vergleicht man das mit vielen Männern, treten da schon deutliche Unterschiede zutage. Bei den Fastenzeiten und der körperlichen Bewegung muss ich nur an einige meiner Bekannten aus dem Computer-Freak-Milieu ansehen: Kaum Sport, ständig Kaffee, viel Pizzen, wenig Gesundes, mal Aufbleiben bis spät in die Nacht, wenn es die Firma will, mal superfrühes Ins-Bett-Gehen.. Und ständig irgendwie aufgekratzt, irgendwie immer auf der Suche nach einem grösseren Kick. Wenn das keine gesundheitsgefährdende Lebensweise ist, weiss ich es auch nicht!

Das ist richtig.

Frauen stehen schon allein wegen ihrer Figur unter einem viel strengeren Reglement als Männer; eine dicke Frau wird noch mehr gehänselt als ein dicker Mann. Frauen wird beigebracht, dass sie auf ihren Körper hören dürfen. Männer werden in der traditionellen Erziehung zur Härte erzogen; sie dürfen sich nie eingestehen, wenn irgend etwas mit ihnen nicht stimmt. Somit werden Männer auch später und seltener zum Arzt gehen. Früherkennung rettet aber Leben!

Zustimmung!


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