Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Re: Brigitte Zypries will Männer Ermittlung der Vaterschaft untersagen

Peter, Friday, 22.08.2003, 17:46 (vor 8202 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Brigitte Zypries will Männer Ermittlung der Vaterschaft untersagen von Nick am 22. August 2003 10:16:10:

Dieses Unrecht kommt von der Ministerin fuer Justiz - Justiz sollte einmal Gerechtigkeit sein.

Brigitte Zypries: "Beim heimlichen Test werden Persönlichkeitsrechte des Kindes und der Mutter verletzt und gegen das Bundesdatenschutzgesetz wird auch verstoßen."

Dass die Mutter dem Kind den leiblichen Vater vorenthaelt, DAS ist eine Verletzung des Kindesrechts.

Die Mutter ist dabei gleich doppelt betroffen, zum einen als gesetzliche Vertreterin des Kindes, zum anderen auch ganz persönlich, schließlich kann ein negativer Vaterschaftstest auch Auskunft über ihr Sexualleben geben.

Willkommen in der Wirklichkeit, Frau Zypries. Wenn Frauen ihre Maennern mit anderen Maennern betruegen, dann koennen sie davon schwanger werden. Oder betrachten sie Frauen als so unmuendig, dass sie von den Folgen ihres Verhaltens geschuetzt werden muessen?

Daran will auch Brigitte Zypries nichts ändern. Auch künftig gibt es im Konfliktfall ohne heimliches Gutachten nicht einmal die Chance auf eine offizielle Untersuchung. Immerhin lässt Zypries den Vätern dieses Schlupfloch. Denn ein Verwertungverbot für rechtswidrig erstellte Vaterschaftstests ist derzeit nicht geplant. Wer Gewissheit will, muss eben Bußgeld oder Strafe bezahlen.

Da liegt der Knackpunkt: Wenn die Mutter den Test verweigert, darf es bisher keine offizielle Untersuchung geben - wenn der Mann sich nicht illegal verhaelt, wird ihm sein Recht auch legal verwehrt. Stattdessen sollte die Weigerung der Mutter in einen Test als Klagegrund fuer eine offizielle Vaterschaftsanfechtung ausreichen.

Gruß,

Peter


gesamter Thread:

 

powered by my little forum