Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Hier ist die Antwort

Xenia, Friday, 22.08.2003, 02:32 (vor 8203 Tagen) @ Maesi

Als Antwort auf: Re: Sogenannte Frauenzeitschriften von Maesi am 21. August 2003 20:40:48:

... sorry, zuviel mit dem Cursor herumgespielt

Also, wenn Frauen diese Käseblättchen wirklich so langweilig und uninteressant finden würden, dann würde es sie nicht geben. Ihr Inhalt spiegelt exakt die Interessen der deutschen Durchschnittsfrau wider, für die sie ja auch gedruckt werden.

ich habe ja nicht gesagt, dass sich die Frauen für den Inhalt nicht interessieren würden, natürlich tun sie das (leider). Aber ich behaupte, sie lesen nicht jeden Artikel oder glauben gar, was da drinsteht.

Es hat ja auch niemand behauptet, dass alle Frauen alle Artikel interessant finden. Aber wenn irgendwelche Themen fuer nur ganz wenige Frauen interessant sind, dann wird das durch die Marktforschung entdeckt, und die Themen werden rausgekippt. Man kann davon ausgehen, dass fuer die weitaus meisten Artikel genuegend grosse Zielgruppen bestehen, die diese interessant finden.

Der Schwerpunkt liegt aber nicht auf: Frauen sind besser als Männer-Artikeln, sondern auf: Wie krieg ich einen Mann-Beiträgen.

Auf die Frage, wer eigentlich die Horoskope, die man ja auch in solchen Zeitschriften immer wieder findet, bräuchte, sagte eine Redakteurin einer Frauenzeitschrift mal, daß sie schon mal versucht haben, den Unsinn wegzulassen. Aber es gab dann so viele Briefe von Leserinnen, die die Horoskope zurück haben wollten, daß man sie wieder einführen mußte.

Was noch immer nicht bedeutet, dass Frauen auch glauben, was drinsteht.

Dem Maennerrechtler ist es wahrscheinlich ziemlich egal, ob Frauen sich fuer Horoskope interessieren.

Aha, danke für diese Information

Analog sieht das mit den anderen seichten Themen aus, die in diesen Blättchen bis zum Erbrechen ausgewalzt werden. Natürlich betreiben die Macherinnen dieser Zeitschriften (denn meist sind es Frauen) ständig Marktforschung und versuchen, den Interessen ihrer Leserinnen möglichst gerecht zu werden.

ja eben, deswegen gibt es ja auch soviele Diät, makeup oder Modetipps da drin.

Auch das sind Themen, die in einer Gleichberechtigungsdebatte wohl ziemlich deplaziert sind.

Das sind aber die Hauptthemen dieser Zeitschriften

Und deshalb gibt es dort eben auch immer wieder Artikel darüber, wie toll Frauen doch im Vergleich zu Männern wären und wie frau sich ihren Partner perfekt erziehen könne. Der deutschen Durchschnittsfrau scheint es enorm wichtig zu sein, immer wieder bestätigt zu bekommen, wie überlegen sie doch sei. Wahrscheinlich ganz besonders dann, wenn sie es im realen Leben eben kaum ist.

Ich behaupte mal, die glaub das nicht alle, die das lesen. Die Macherinnen der zeitschriften wollen doch nur versuchen, das Ego ihrer Leserinnen zu streicheln

Dies ist jetzt ein Thema, das auch fuer den Maennerrechtler interessant ist, denn nicht wenige weibliche Vorurteile gegenueber Maennern, pardon 'Fernbilder', gruenden auf der 'Frauen-sind-die-edleren-Wesen'-Ideologie. Bezueglich den Maennerumerziehungstips reicht auch der Hinweis auf entsprechende Bestseller auf dem Buechermarkt, um das offenbar doch weitverbreitete Interesse von Frauen daran aufzuzeigen. Es geht doch nicht darum, ob alle Frauen diese Tips ernstnehmen oder gar keine, es geht vielmehr darum, dass es offensichtlich viele tun.

Und das ist es, was ich bestreite, denn dann müssten diese ganzen Tipps auch in die Wirklichkeit umgesetzt werden - werden sie das? (<--keine rhetorische Frage, um dem Vorwurf der Besserwisserei zu entgehen)

Ja, und wenn frau überall liest, wie schrecklich rückständig und unterlegen Männer doch wären, dann glaubt sie das natürlich auch. Wenn sie nur Männer kennt, auf die das ganz und gar nicht zutfrifft, dann sind das eben Ausnahmen. Das hat sich bei Umfragen auch schon gezeigt. Fragte man Frauen, ob sie der Meinung sind, daß Männer grundsätzlich gewalttätiger, unsensibler usw. sind als Frauen, antwortete die Mehrheit mit "ja". Fragte man sie dann, wie viele Männer sie denn kennen würden, die diesen Klischees wirklich entsprechen, kam oft Schweigen im Walde.

Und wie kommst du da drauf, dass sie dies aus Frauenzeitschriften haben?

Garfield hat ja geschrieben: 'wenn frau überall liest, wie schrecklich rueckstaendig und unterlegen Männer doch waeren...'. Und genau das ist doch die Crux: Frauen haben das eben nicht nur aus Frauenzeitschriften sondern aus vielen verschiedenen Medien und Plattformen, wie z.B. aus dem Fernsehen, Internet, Tageszeitungen, Buechern und sonstigen Printmagazinen, aus Schulen, Frauenseminaren und teilweise sogar Universitaeten, Broschueren von Gleichstellungsaemtern, feministischen Interessenverbaenden und teilweise auch von politischen Parteien, Bundestags- und anderen politischen Debatten, von selbsternannten Experten und feministischen Pseudowissenschaftlerinnen usw. usf.
Zu glauben, diese geballte Ladung haette keinerlei Auswirkung auf Frauen und Maenner, kann ich nur noch als naiv bezeichnen.

So. Also Frauen glauben, jetzt mal pauschalisiert und vereinfacht, dass Männer rückständig sind, gleichzeitig wollen sie aber einen 'männlichen' Mann haben (siehe "vom Anlesben und Körbe geben") - und trotzd eiser Diskrepanz gibt es in diesem Land noch sowas wie Ehen und Partnerschaften und Beziehungen?

Und dass wir uns in diesem Faden auf Frauenzeitschriften konzentrieren, liegt daran, dass Du selber diese zum Thema gemacht hast, als Du den Thread losgetreten hast.

Nein, ich habe leidglich mal auf das zitieren aus Frauenzeitschriften reagiert und wollte das diskutieren, das Thema ist mir nicht vom Himmel in den Schoß gefallen

Interessanterweise haben Männer laut diversen Umfragen weit weniger negative Vorurteile gegenüber Frauen.

Ach, die hätten mal in diesem Forum hier nachfragen sollen.....

Ziemlich schwach, diese Polemik. Try it again...

Da du hier nicht gegen die Meinung postest und offenbar ein Mann bist, wirst du das natürlich nicht so wahrnehmen...

Xenia


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