Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Sogenannte Frauenzeitschriften

Garfield, Thursday, 21.08.2003, 18:44 (vor 8203 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: Re: Sogenannte Frauenzeitschriften von Xenia am 20. August 2003 17:56:59:

Hallo Xenia!

"...ich habe ja nicht gesagt, dass sich die Frauen für den Inhalt nicht interessieren würden, natürlich tun sie das (leider). Aber ich behaupte, sie lesen nicht jeden Artikel oder glauben gar, was da drinsteht."

Mag ja sein, daß nicht jede Frau wirklich jeden Artikel liest. Aber jeder Artikel wird von einer mehr oder weniger großen Zahl von Frauen gelesen. Und tut damit ganz automatisch seine Wirkung, auch wenn das nicht immer bewußt wahrgenommen wird.

"Was noch immer nicht bedeutet, dass Frauen auch glauben, was drinsteht."

Sicher glauben sie nicht alles. Aber einiges eben doch.

"Die Macherinnen der zeitschriften wollen doch nur versuchen, das Ego ihrer Leserinnen zu streicheln"

Ja, genau! Und genau den Effekt hat das dann auch. Oft geht das auf Kosten der Männer. Es ist nämlich einfacher, das eigene Ego zu verbessern, indem man andere niedermacht als dadurch, daß man irgendwo überdurchschnittliche Leistungen erbringt.

"Vielleicht wird es bald auch Männerzeitschriften geben, die Männern immer wieder bestätigen, daß sie die Größten sind."

"Gibt's das icht schon?"

Welche?

"Und wie kommst du da drauf, dass sie dies aus Frauenzeitschriften haben?"

Sie haben das nicht nur aus Frauenzeitschriften. Sie haben es auch aus manchen Werbespots, aus manchen Fernsehserien, aus manchen Filmen, aus manchen Büchern... Geh mal in einen Buchladen. Du wirst immer zumindest ein paar Bücher finden, die nur davon handeln, was Frauen Männern voraus hätten und wie sie ihre Männer zu vollwertigen Menschen erziehen könnten. Dann wirst du noch ein paar weniger Bücher finden, in denen Stärken und Schwächen von Männern und Frauen gleichermalen dargestellt werden. Aber Bücher, in denen Männer als überlegenes Geschlecht präsentiert werden, wirst du wohl nirgends finden. Ich halte solche Bücher keineswegs für nötig, aber ich frage mich, wieso Frauen Bücher für nötig halten, in denen ihre Überlegenheit bewiesen werden soll. Und wieso es solche Bücher für Frauen gibt, nicht aber ähnliche Bücher für Männer.

"Ach, die hätten mal in diesem Forum hier nachfragen sollen....."

Du mußt bedenken, daß sich hier natürlich wie in der Männerrechtsbewegung überhaupt auch viele Männer sammeln, die eben schon schlechte Erfahrungen mit Frauen gemacht haben. Die eben für Kinder zahlen dürfen, die sie kaum sehen können oder die noch nicht einmal von ihnen sind. Die von ihren Ex-Frauen nach Strich und Faden verarscht und betrogen wurden und ihnen dafür dann nach der von ihren Frauen eingereichten Scheidung auch noch Unterhalt zahlen dürfen, nachdem sie sie schon während der ganzen Ehe ernährt haben.

In meinem Bekanntenkreis höre ich immer wieder von Fällen wie diesem: Ein Mann lebte glücklich mit seiner Frau zusammen. Sie bauten gemeinsam ein Haus und hatten ihre heile Welt. Bis die Frau dann meinte, fremdgehen zu müssen. Das reichte ihr aber noch nicht - nein, sie reichte dann auch gleich noch die Scheidung ein. Das Haus stand natürlich auch auf ihren Namen, und obwohl er weitaus mehr Geld und Arbeitskraft hinein investiert hatte als sie, stand ihr nun die Hälfte des Wertes zu. Er buckelte sich ab und schaffte es tatsächlich, ihr das Geld auszuzahlen, ohne das Haus verkaufen zu müssen. Sie verlebte das Geld mit ihrem Neuen, bis sie dann irgendwann von dem auch gelangweilt war. Nun kehrte sie plötzlich wieder zu ihrem Ex-Mann zurück. Der war naiv genug, sie wieder zu heiraten und das Haus wieder auch auf ihren Namen zu schreiben. Es kam, wie es kommen mußte: Sie ging wieder fremd, ließ sich wieder scheiden - und wollte dann noch einmal den halben Wert des Hauses ausgezahlt haben. Damit bekommt sie nun also schon ein ganzes Haus ausgezahlt.

Ich habe auch schon von einem Fall gehört, in dem eher sie das Scheidungsopfer war: Er war Unternehmer, und eines Tages stellte er plötzlich eine Sekretärin ein, die ihn fortan überallhin begleitete. Bald war allen klar, was da lief, nur seine Frau wollte es nicht wahrhaben. Als es in seinem Unternehmen immer mehr kriselte, machte sie sogar den Fehler, für einen Kredit zu bürgen. Auch da kam es, wie es kommen mußte: Es kam zur Scheidung, die Firma ging pleite, er brachte das letzte Geld auf irgendein geheimes Konto, vielleicht in der Schweiz, und war seitdem offiziell mittellos. Sie hatten ein Kind, für das er nun auch keine Alimente zahlte, er hatte aber noch genügend Geld, um ein großes Auto zu fahren, Urlaubsreisen innerhalb Deutschlands zu machen und mit seiner "Sekretärin" in teuren Restaurants essen zu gehen. Da bei ihm nichts zu holen war, griff nun die Bürgschaft seiner Ex-Frau. Sie hat jetzt seine Schulden am Hals und kann deshalb nur halbtags arbeiten, weil sie sonst von ihrem Verdienst seine Schulden abzahlen müßte.

Das ist aber der einzige Fall, der mir persönlich aus meinem Umfeld bekannt geworden ist, in dem die Frau nach einer Scheidung die A-Karte gezogen hat. Ansonsten waren immer die Männer die Gearschten. Und selbst in diesem Fall kriegt er kein Geld von ihr.

Und oft haben Männer dabei auch das Gesetz gegen sich, in dem sich wie schon vor Jahrtausenden immer noch vieles vor allem darum dreht, Frauen in jeder denkbaren Lage von Männern unterhalten zu lassen. Deshalb darf ein Vater eben auch 12 Jahre für sein Kind zahlen, ohne daß die Mutter ernsthaft dazu gedrängt wird, sich selbst darum zu kümmern, Geld zu verdienen, während bei Zahlungen durch das Jugendamt auf einmal 4 Jahre ausreichend sind.

Lies dir mal "Das bevorzugte Geschlecht" von van Creveld durch. Früher war es für Männer oftmals auch nicht einfach, aber damals hatten sie als Trost wenigstens noch ein paar Privilegien. Heute haben die Frauen dieselben Privilegien wie die Männer, aber die Privilegien der Frauen gelten für Männer deshalb noch lange nicht.

Ist es da so verwunderlich, daß bei manchen Männer mittlerweile echter Frust aufkommt? Und daß viele Männer sich auch einfach nur verarscht fühlen, wenn die Gesellschaft einerseits von ihnen verlangt, wie anno dazumal brav den Großteil oder das gesamte Geld für die Familie zu verdienen, andererseits aber auch die Hälfte der Hausarbeit zu erledigen, genauso viel Zeit mit ihren Kindern zu verbringen wie die Mütter (die häufig nur auf Teilzeit oder überhaupt nicht arbeiten), aber dann nach einer Scheidung natürlich auch wie anno dazumal der Ex brav Unterhalt zahlen (ich meine auch für sie, nicht nur für eventuelle Kinder), wobei es dann plötzlich gar keine Rolle mehr spielt, wenn der Mann immer auch im Haushalt mitgeholfen hat und wie anno dazumal einfach davon ausgegangen wird, daß die Frau ihm ja den Haushalt geführt und die Kinder versorgt hätte und deshalb nicht arbeiten konnte...

Ist es angesichts dessen so erstaunlich, daß immer mehr Männer diesen Unsinn satt haben?

Freundliche Grüße
von Garfield


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