Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Fortsetzung

DvB, Sunday, 30.01.2011, 04:58 (vor 5465 Tagen) @ DvB

http://www.wgvdl.com/forum/index.php?id=168903

Also, da sind wir wohl eine Meinung. Schmieds-dummheit ohne Ende,

Ich merke es wohl, drum hab ich auch Hoffnung, Du verstündest, wovon ich rede - sonst hätt ich Dir die Geschichte nicht erzählt.

Alles in allem, ein sehr interessanter Austausch. Für mich zumindest.
Vielen Dank dafür.

Dann mal weiter im Text... ;)

Ja klar, es ist auch das Selbe: Dichten, salzig, süß, bitter sein, alles
das Selbe.

Es ist nicht "dasselbe", aber es gibt ganz banale Parallelen. Dichten ist dichten und nicht nichtdichten, salzig ist salzig und nicht unsalzig, süß ist süß und nicht unsüß, bitter ist bitter und nicht unbitter. Das ist doch nicht so schwer? Was schränkt daran Deine dichterische Freiheit ein? Deutest Du sie als Narrenfreiheit? Als Freiheit, Unfug zu verzapfen?

An der Moment, wo Poesie auch normiert wird, an der Moment werde
ich mir meine beide Hände abhacken, das Zweite wohl mit Fremdhilfe.

Poesie (von gr. ποίησις poiesis) bedeutet "Erschaffung". Du siehst, der Moment liegt schon locker 2000 Jahre zurück. Überleg Dir das mit den Händen lieber nochmal. ;)

Und: ich sage keineswegs, Dein Werk sei nicht poetisch. Aber lyrisch ist es nicht. Es ist Prosa, weil der Form nach Vers, Versmaß, Strophenbau fehlt, ganz einfach.

Ich weiß, im 20. Jahrhundert wurden bereits die Anti-Gedichte erfunden. Da bist Du etwas spät dran, mit Deinem so revolutionären antidichterischem Freiheitsdrang. Epigone! :D

Wieso glaubst Du, die Form sei Dein Feind? Das ist doch krank. Diese Antidichtung ist nichts weiter als eine Dekadenzerscheinung, wie es sie in dieser kranken Gesellschaft in einfach jeder Hinsicht gibt und von Mal zu Mal sich in der Dummheit zu überbieten versucht wird. Die Form ist nicht Dein Feind. Sie schreibt Dir auch nichts vor. Du schreibst wie Du willst. Und dann sieht man ja, was es geworden ist. Es gibt nunmal drei Stilrichtungen in der Poesie. Und ein Werk kann durchaus Elemente aus allen haben. Und wenn es was anderes geworden ist, als Du dachtest das es werden sollte, ist das halt so. Oder Du erklärst es zu Schrott, weil es nicht so geworden ist wie Du dachtest. Kannst Du doch machen, wie Du möchtest. Aber drauf zu bestehen, es sei dieses und jenes, weil es das zwar nicht ist aber blabla-wegen-der-Freiheit-heul - das ist einfach lächerlich, infantil. Gleichstellungssyndrom ist das, Junge! ;)

Lass
bitte zumindest die Kultur frei, sie braucht deinen Regeln-Sarg nicht.

Nix da, die Kultur ist unser wichtigstes Lebenselement überhaupt. Die wird net geschrottet!

Wenn
dir etwas nicht gefällt, kannst du es auch so sagen,

Das hab ich nicht gesagt und auch nicht gemeint. So schlecht finde ich es nicht.

aber nicht daraus das Ende der Welt herbeifantasieren.

Das hab ich auch nicht gemacht. Es scheint Dir nur so vorzukommen. Weil ich bestreite, daß es ein Gedicht ist. Und es ist nunmal kein Gedicht.

Übrigens, der Zuckergehalt in Schokolade
ist seit dem 60ern um fast 600% gestiegen. Kanns Du Dir das erklären?

Ja. - Weil alle schwul geworden sind! :o

Was meinste wohl, warum nachm Mittelalter alle von Schwerten auf Degen umgestiegen sind? :o

Begriffdefinitionsbeauftragter?

Richtig. Kultursachwalter!

Bitte gehe lieber Kuchen backen, aber
niemals was anderes hineintun, als auf dem Rezept vorgegeben.

Wieso nicht? Du meinst wohl, wenn dann ein Brot oder ne Pizza dabei rauskommt, fange ich an zu flennen und bestehe darauf, daß es jeder als Kuchen anerkennt?

95% der
Weltliteratur ist für den Arsch, und keiner wagt es zu sagen, dass der
König völlig nackt ist.

Ach doch, ich "wage" es.

Höre es also von mir: 95% der gesamten
Weltliteratur ist für den Arsch,

Wir Desperados, wir.

und der Hauptgrund dafür ist, nein,
nicht der Form, sondern das Festklammern an der Form, welches jede
Kreativität tötet.

Nein, der Grund ist der, daß raffinierte Betrüger am Werke sind. Eben genau wie die beiden Schneider des nackigen Königs. Begriffsfälschungen mögen auf ihre Art "kreativ" sein. Etwa so kreativ, wie Stalin, als er einen für einen Neurervorschlag wegen Sabotage in den Gulag schickte.

Die jenigen, die in der Vergangenheit Form benutzten, haben diese Form
selbst erschaffen, aus dem Nichts, sie haben sie nicht in irgendwelche
Bücher gefunden, mit dem Titel "Wie werde ich ein toller Schriftsteller"

Richtig. Und doch waren diese Formen - insofern es poetische Formen waren - stets Epik, Lyrik, Dramatik oder Mischformen daraus. Selbst wenn sie nichts davon wußten.

Aus dem Nichts etwas neues machen, darum geht es.

Nunja, das ist Hybris. Der Wunsch mag ja nicht schlecht sein. Doch aus dem Nichts funktioniert es eben nicht. So kommt es nur, daß Du glaubst, Meister sein zu können, ohne auch nur das Handwerk wenigstens erstmal gelernt zu haben. Und weil das heute die große Mode ist, und weil man Dir auch noch Honig darob ums Maul schmiert, glaubst Du das auch noch.

Heute gibt es fast nur Kopien.

So wie Du mit Deinem Anti-Gedicht. :o

Der Welt etwas mitteilen, was die Welt weiterbringt, darum geht es.

Sicher.

Nein, Kunst ist nicht gestorben, nur weil einige Künstler tod sind.

Sie liegt gar übelst darnieder!

Das Vogelchen, fliegt schön am Himmel,
wahnsinnig stolz auf seinen Pimmel.
Wäre bloß der Verstand vorhanden:
Auf dem Monde würde es landen.
Nikos, aus dem Forum

Versmaß. In der letzten Zeile ist eine Silbe zuviel. Merkst Du das nicht?

Willst du mir etwas sagen, wovon ich noch nicht weiß?

Vielleicht. Ich weiß ja nicht, was Du schon weißt, von dem, was ich Dir sage.

Demokratie bedeutet nicht die Versklavung durch Regeln.

Demokratie bedeutet Idiotie. Nicht bloß in der Kunst. Die Idiotie von der Gleichheit und die Idiotie von der Narrenfreiheit. Und Blutspur von den Jakobiniern bis nach Guantanamo, 9/11 und Afghanistan, wo selbige herbeigebombt wird. Und Rauschgifthandel, Millionen von Drogentoten und Opiumfelder, bewacht von der Bunzelwehr gegen phöse Talibäne. Und Kindesmißbraucharschfickerei.

Demokratie
bedeutet Regeln befolgen, die von der Mehrheit getragen werden.

Wann wird ein System von der Mehrheit "getragen"? Solange es noch keine Revolution gibt? Heute wählen Weiber Regierungen, die Kriege lostreten. Aber die Weiber ziehen nicht in den Krieg. Was verstehst Du unter "tragen"? Demokratie ist organisiertes Verbrechen, organisierte Verantwortungslosigkeit.

Diese
können wieder abgeändert werden, wenn es für die Mehrheit sinnvoll
erscheint.

Na, auf den Blutzoll für die Regeländerung bin ich gespannt.

Dichterlesungen nur von Dichtern besucht werden. Auch nicht dafür, dass
Kunst mittlerweile als das angesehen wird, was die Künstler daraus gemacht
haben: Ein Übel, welches aber Ansehen verschafft, wenn man so tut, als ob
man es versteht.

Na, warum ist das so? Wegen dem Festhalten an der Form? Quatsch. Festhalten an der Form tun doch bloß noch ein paar "ewiggestige" Konservative. Aus Hilflosigkeit, das wenige noch Vorhandene wenigstens zu bewahren, wenn es schon nicht mehr lebendig ist. (Aber Du behauptest, die Kunst sei nicht tot. Mag vllt. stimmen - aber sie ist es zumindest so gut wie.) Die Masse hat mit der Form überhauptnichts im Sinn. Außer allenfalls, sie haßerfüllt zu zerstören. Perlen vor die Säue. Du glaubst wohl, Kunst lebte außerhalb der Form? Das ist Unsinn. Eine jede Kultur gebiert und bildet ihre Form. Hin zu ihrem höchsten Ausdruck. Und jede Kultur vergeht mit ihrer Form. Das ist die Lehre der Geschichte. Die Formlosigkeit ist nichts anderes als Zeichen für finale Auflösung und Zersetzung. Der Formenklau und das wahllos uninspirierte Zusammenstümmeln aller Formen ist Ausdruck der abgestorbenen Identität gesichts- und charakterloser Massenmenschen. Menschenschablonen, Karikaturen. Zu jeglicher Kreativität vollkommen unfähig.

Das Problem ist nicht der Form, oder das Fehlen der Form,
das Problem ist das Festklammern an der Form, egal ob sie notwendig ist
oder nicht.

Die Form ist immer notwendig. Das Festklammern an der Form ist zwar nicht mehr potent, aber es ist der letzte schwache Funken Lebenswille.

Poeten sind Poeten, Formisten sind Formisten, um mit deine Begriffe zu
sprechen.

Ich stimme dem auch zu. Doch wenn die Poeten die Form per se ablehnen, sind sie nur noch lächerliche, impotente Karikaturen.

Aber Nudeln allein machen sehr wohl eine tolle Suppe, oder? Tja, sorry,
mir ist die Wassersuppe viel lieber als trockene ungekochte Nudeln.

Welcher Teil von "Nudeln allein genausowenig" war so unverständlich?

Wovon redest du überhaupt?

Gleichnisse, die Du nicht verstehen willst, weil sie nicht in Dein anarchisches Formlosigkeitskonzept passen.

Hast du irgendwann irgendetwas geschrieben,
was dir aus der Seele gesprungen ist, ohne dass du es auf Kunstseminare
gelernt hast, dafür aber mit deinem Leben erlebt hast?

Ja.

für die Mehrheit von Bedeutung sind, und zwar durch die Zeit hindurch. Es
gibt andere, die man direkt wieder vergessen will, und zwar mit Nachdruck.
Dabei ist und bleibt der Form nebensächlich. Du kannst gerne fest daran
halten, mir ist es egal.

Bei einem Sachbuch ist die Form vielleicht belanglos. Wie etwa beim Werke von Sun Tsu. Es hat eben eine chinesische Form. Die nicht interessiert, weil es uns nur auf den sachlichen Inhalt ankommt. Für die Chinesen hat diese Form aber durchaus eine Bedeutung. Die wir als Nichtchinesen aber nicht oder doch nur sehr schwer erfassen können. Der blumige Stil ist für uns eher störend und irritierend.

Für uns Abendländer ist der gothische Stil die uns eigene Form. Und der ist sehr sachlich, architektonisch-brachial und zugleich filigran, vertikal in die Höhe strebend. Du kannst das fühlen oder auch nicht - weil Du Deinen Wurzeln schon viel zu sehr entfremdet und entkernt bist. Oder als Grieche vllt. schon zu südlich, zu östlich, mehr mit der russischen Kultur zu schaffen hast.

Aha, Juden sind Schweine und Kunst ein Uhrwerk. Wovon redest du? Vielmehr,
worüber rede ich, mit dir...

Ich weiß nicht? Stehst Du etwa auf jüdische Kultur? Klezmergewimmer? :D

Trotzdem: Spring über deinen Schatten und lese das. Es wird dir gut tun.
Dannach kannst du es immer noch in dem Offen stecken.

Hm. Wenn er da mal nicht den typischen Juden raushängen läßt:
Ich kann nicht auf die Art Ihrer Verse eingehen; denn mir liegt jede kritische Absicht zu fern. Mit nichts kann man ein Kunst-Werk so wenig berühren als mit kritischen Worten: es kommt dabei immer auf mehr oder minder glückliche Mißverständnisse heraus.
Paar Zeilen weiter:
Wenn ich diese Notiz vorausschicke, darf ich Ihnen nur noch sagen, daß Ihre Verse keine eigene Art haben, wohl aber stille und verdeckte Ansätze zu Persönlichem
Alles klar. :D

Was er da schreibt, ist aber in einem Teil sicherlich richtig. Vom süßlichen jüdischen Gesäusel ins Deutsche übersetzt heißt es einfach: "Solange du andere fragst, was du "darfst", bist du kein Mann." ((C) by Robert) Der Rest: ein Rat zu verkrampfter Andersartigkeit, um mit hilfloser Gewalt so etwas wie Originalität zu erzwingen. Das ist genau der jüdische Zeitgeist, den wir heute haben - einem Volk mit Kern könnte sowas nicht entdünsten! Ein Künstler, der um seine Originalität bangt oder überhaupt für sonderlich wichtig hält, ist sicher keiner. Jedes Handwerk ist eine Kunst. Auf Originalität kommt es dabei keineswegs an. Sie kann zuweilen ein schöner Nebeneffekt sein. Eine gelungene Spielart der heimatlichen Form etwa eins Spatens, die dem Kunden neben der Funktionalität ein Stück Heimat und Bestätigung der eigenen Existenz und Zugehörigkeit gibt, wenn er damit zufrieden seinen Garten umgräbt. Die Bestätigung der unveränderten Form tut das aber im Wesentlichen auch. Sie ist keineswegs bloße "Kopie". Das ist Verunglimpfung! Das ist die virulente Implantation des Hasses auf das ureigenste Selbst! Die neuen Spielarten sind nur Zeichen, daß diese Form noch lebt und weiter ihre Vollendung sucht. Es geht also keineswegs darum, mit aller Gewalt "anders" zu sein. Das tut nur einer, der nicht in sich ruht, der sich seiner Sache nicht sicher ist, der keine Wurzeln hat, der in seiner ganzen windigen Existenz ein Sammelsurium aus zusammengeklautem Alles und Nichts ist, der keine eigene Identität und Zugehörigkeit besitzt, der seine Nichtigkeit, Belanglosigkeit und Irrelevanz unter Hochglanz, knalligen Farben und gezwungenen, gekünstelten vermeintlichen Maximalleistungen zu verstecken sucht (statt einfach gute und gediegende Arbeit zu tun und dabei seine Inspirationen einfließen zu lassen, wie sie ihm kommen) - DER ist ein Kopie und ein Verseucher und Mörder der Kultur!

Vielleicht verstehst Du nun besser, was ich mit dem Schwein und dem Uhrwek meine. Das ist nunmal der Jude, wie man ihn kennt. Also ab ins Feuer mit dem "Buch".

Lieber Mann, nicht die Perfektion ist schlecht, verstehe das doch, die
Perfektion durch Regeln erreichen zu wollen, das ist schlecht. Nicht nur
schlecht, das ist unmöglich.

Ich verstehe das vollkommen und stimme dem zu. Du lehntest die Form ab, als einengend usw. - nicht ich. Und ich habe auch keineswegs behauptet, die Perfektion sei durch die Form erreichbar. Nur eben nicht ohne sie. Wie Nudelsuppe nicht ohne Nudeln.

Schau: Du versuchst Kunst in einen Rahmen
fest zu nageln. Ich wiedersetze mich, das ist alles.

Es gibt immer einen Rahmen. So ist Kunst z.B. immer von der Nichtkunst zu trennen. Deswegen nennt man sie Kunst und nicht Nichtkunst. Widerstand ist zwecklos. Wir sind Borg. ;)

genau das wird in Gedichten versucht: Reim hinein zu tun, wo es wieder
angebracht, noch aus der Realität notwendig geworden ist, noch schön ist,
noch jemand braucht. Regeln, um des Regelns Willen. Wozu? Unsinn, weg
damit.

Ein Schwert ist nur dann ein Schwert, wenn es bestimmten Regeln gehorcht. Also Griff, Klinge, Parierstange etwa. - Und wenn es ein gutes Schwert ist, ist es z.B. gut austariert und stabil. Ästhätische Aspekte spielen auch eine Rolle, aber eine Nebenrolle. Zuerst muß das Schwert mal ein Schwert sein, sonst ist es kein Schwert. Dann muß es ein gutes Schwert sein, sonst ist es kein gutes Schwert. Und dann können wir uns über Schönheit und Eleganz unterhalten. So ist das mit einem Schwert. Man kann natürlich auch was aus Kaugummi kneten, verchromen und an die Wand hängen. Das wäre dann halt ein Nichtschwert.

In dem Fall wäre es ein Schwert, welches bei Benutzung nur den
Benutzer selbst schaden kann, ein wirkliches Kunstwerk unserer Zeit. Davon
sind wir aber weit entfernt, sowohl der Schmied, als auch Du, mit deinem
"nimm mir die Form nicht weg".

Solche Albernheiten sind halt kein Schwert. Nix gegen Karikaturen. Sie sind ja durchaus auch Kunst. Aber wenn ich ein Schwert will, will ich eben ein Schwert und keine Karikatur. Und wenn ich eine Karikatur will, will ich eben eine Karikatur und kein Schwert. Das Geblödel mit den Begriffsumfälschungen ist Bolschewismus.

Ich sage es dir: Es ist lächerlich, Kunst anders zu normieren, als durch
Zeit.

So ein Schwachsinn.

Verstehe doch: Ich rede davon, dass Dinge dich umbringen, wenn du sie
nicht schreibst, und du sagst "nur wenn sich das Ganze auch reimt". Wer
soll das bitte einsehen und für gut befinden?

Nee, Du bestehst darauf, daß ein Anti-Gedicht als Gedicht anerkannt wird. Und das kannst Du halt vergessen. Ob Du das einsiehst oder für gut befindest, ist vollständig irrelevant. Wenn Dich das "umbringt", hast Du eben Pech.

"Können" heißt nicht, Regeln aller Art zu beherrschen,

Doch! Genau das heißt es! Lern erstmal das Handwerk, bevor Du meinst, Meister sein zu können. Wenn Du die beherrschst, kannst Du sie auch vergessen und einschätzen, wo Du sie brechen kannst oder gar mußt und wo nicht. So wie Du erst Auto fahren lernen mußt, bevor Du die Kutsche im Schlaf beherrschst und nicht sklavisch denken mußt 'aha, jetzt muß ich das Gas bedienen und jetzt die Bremse und nun an dem Lenkrad drehen', sondern diese Regeln Dir in Fleisch und Blut übergegangen sind, über die Du nicht nachdenken mußt und sie virtuos beherrschst.

wie zB "es kommt
sowohl auf Inhalt als auch auf Form an". Das ist die Massgabe der heutigen
Zeit, welche uns dazu gebracht hat, Kunst insgesamt nicht ernst zu nehmen.

Die Idiotenkunst hat selbst dafür gesorgt, daß man sie nicht mehr ernst nimmt. Das ist keine Maßgabe, das ist gesunder Instinkt.

"Können" heißt, die Zeit zu überstehen.

Du meinst wohl, der heutige lächerliche Kitsch und abartige Dreck übersteht die Zeit? Der wird doch überhaupt nur von Lächerlingen und Schwachköpfen überhaupt erstmal angeguckt.

Nicht auf die Kleider kommt es
an, sondern auf das Weib, was drin steckt.

Was hat das mit Kunst zu tun? Und seit wann übersteht ein Weib die Zeit? :o

Allein wichtig bleibt: In sich
selbst suchen, suchen, suchen, evl da was finden, dann etwas daraus machen.

Soso - wie paßt denn das zusammen mit 'dass Dinge dich umbringen, wenn du sie nicht schreibst'? Mußt Du nun suchensuchensuchen oder platzt es aus Dir raus?

Der Rest ist einfach Nebensache. Es muss aus Dir herausexplodieren. Das ist
der erste Schritt. Der Zweite ist, genug gewartet zu haben.

Blöde Rezeptchen. Lern etwas, das Dir zusagt, gib Dir Mühe, bring es zur Meisterschaft - wenn es Dir gegeben ist, bringst Du damit gute Sachen zustande. Nicht albernes, bodenloses, bezugsloses Affentheater und Benennungsbrimborium. Nicht Suchenmüssen, kein "Warten" und keine "Explosionen". Das ist alles verschwurbelter Käse. Komm runter. Du hast keine Bodenhaftung. Darum wirbelst Du herum wie ein Blatt im Wind und läßt Dir obszönen Schwachsinn einreden

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