Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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zerstörte Version

DvB, Saturday, 29.01.2011, 22:54 (vor 5465 Tagen) @ Nikos

Feministinnen

Vor allem verabscheue ich die selektive Wahrnehmung der Realität und den Mangel an Dankbarkeit. Wenn wir um uns herum schauen, nur solange ein wertloses Moment dauert, nur eins von den Tausenden von Momenten, sehen wir folgendes: Wir leben in relativer Sicherheit, ausreichend entfernt von den Taliban und anderen Fanatikern, von Löwen, Tigern, Piranhas, Dinosaurier, Schaben, schlechtem Wein, langweiligem Sex, Bäumen, die umfallen und töten, Flüssen, die anschwellen, Verbrechern, Dieben, Betrüger, Verrückten usw. Wir haben weitgehend die zerstörerischen Triebe der Natur gezähmt. Wir haben einen Weg gefunden, Rosen ohne Dornen zu genießen. Wir leben im Komfort, wenn nicht im Luxus, mit vollen Kühlschränken, gut abgefüllten Mülltonnen, wasserdichten Dächern, mit Heizung im Winter und Kühlung im Sommer, haben Straßen und Gehwege, verschwenderisch viel Licht, fließendem Wasser, heiß und kalt, Parks, Schwimmingpools, Immobilien, Autos, Maschinen, die fast alle Arbeiten übernehmen. Wir haben Schiffe, die uns in den Urlaub fahren. Flugzeuge, die uns die Möglichkeit geben, Liebe in Paris zu machen. Wir haben Chirurgen, um kranke Herzen und Gesichter zu retten. Wir haben Telefonnetze, die den Austausch von Kochrezepten ermöglichen und tragende Wände, an denen wir, Bilderrahmen mit Hochzeitsfotos aufhängen können. All dies, oder zumindest das Meiste davon, wurde von Männern entdeckt, hat sich durch Männer entwickelt, ist durch Männer vorbereitet, wird von Männern betrieben von Männern gebaut, von Männern geschützt, von Männern betreut, von Männern verbessert, durch Männer verewigt. Durch unbedeutende Männer, mit Glatzen, kleingeratene, dicke, häßliche, schwächliche, schiefgewordene, verkrüppelte, unbekannte, mißachtete, nicht wahrgenommene, nicht existente. Welche keine Witze erzählen können, welche nicht tanzen können, oder die sich schämen, die nicht wissen, was Liebe bedeutet. Mit verrottendem Körper, bis oben abgefüllt mit Entsetzen. Und Alkohol und Glücksspiel und Tabak, um ihrem einzigartiges Schicksal, wenn auch nur für kurzer Zeit, zu entgehen. Psychisch am Tiefpunkt, durch das unaufhörliche Gemetzel, von jeweils fünfundvierzig Jahren in Folge, in den verschiedenen Fabriken der menschlichen Destillation. Welche unter Lebensgefahr, ohne Ausweg und Hoffnung, unter unmenschlichen Bedingungen arbeitend, im Bergbau, bei der Ölbeschaffung, in Diamantenwerken, dem Fischfang, auf Bauernhöfen, bei der Müllentsorgung, der Kanalisation, dem Militär, der Polizei, Feuerwehr, Transport von Gütern und Menschen, an Baustellen, am Autobahnbau, bei Kern- und Wasserkraftwerken, in fast allen Nachtschichten, in jeder Art von harten und schweren Arbeiten. in langweiligen, schmerzhaften, schwächenden, gleichgültigen, zerstörerischen, dummen Arbeiten, welche das Knochenmark Tropfen für Tropfen absaugen. Alles Männer, zu 99%, krank von all dem, nach und nach völlig verrückt, die schmelzen und verbleichen und ihr Haar verschwinden sehen, es in dessen Bäuche stapeln sehen und innerhalb der Köpfen. Die schneller sterben, durch die dauerhafte Übermüdung. Die einander schlachten, weil dann wenigstens jemand aufmerksam wird. Die mit dem Wunsch enden, schnellstmöglich sterben zu wollen.

Nur um bequem Eingenistete zu ertragen, welche in luxuriösen, klimatisierten Büros hocken, fast immer während des Tages, vom Wochenende in der Natur rosarot geworden, schlank und gesund durch Fitnessstudio und Yoga, gewaschen, frisch, duftig, luftig, stolz, wie Göttinnen, übernatürlich, dennoch wie von Geisterhand häßlich und lieblos, mit Begeisterung und großen Ideen, aber auch, wenn nötig, mit aufgerissenen Augen, Blick, der Feuer spuckt, Mund, der schäumt, arrogantem Stil und eine dampfende Tasse Cappuccino vor ihnen, welche sich beschweren, schreien, drohen, verhöhnen, fordern, bescheinigen, Reden halten, für Zeitungen schreiben, laut verkünden, sich die Kleider theatralisch zerreißen, dass echte Männer verschwunden sind, sie nicht mehr gibt und wir neue brauchen

Hab Dein Kunstwerk mal vernichtet. :o

Zur
be
sse
ren
Les
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ke
it

:-)

Bedenke: Wer alles betont, betont garnichts mehr.

Noch Grammatik-Hinweise:
- "wertloses Moment"; "eins" - Es gibt Moment in zweierlei Bedeutungen. In der temporalen Bedeutung, die Du anscheinend meinst, ist der Moment männlich. Das Moment (sächlich) könnte sowas wie das Drehmoment sein, oder irgendein Aspekt von etwas. Etwa das feministische Moment in einer Studie über Einkommensunterschiede oder so.
- "Dinosaurier" - Dinosaurieren?
- "haben [...] fließendem Wasser" - *fließendes
- "Wir haben Chirurgen, um kranke Herzen und Gesichter zu retten." - Also nimm vllt 'reparieren' statt 'retten'. Unter 'kranke Herzen retten' versteht man sonst etwas völlig Unchirurgisches. (Das war im griechischen Original sicher nicht beabsichtigt, vermute ich mal.)
- "an denen wir, Bilderrahmen" - Komma weg
- "wird von Männern betrieben" - Komma danach
- "um ihrem einzigartiges Schicksal, wenn auch nur für kurzer Zeit, zu entgehen." - einzigartigen
- "schweren Arbeiten. in" - Komma statt Punkt
- "es in dessen Bäuche stapeln sehen und innerhalb der Köpfen." - Da blick ich nicht durch.
- "und eine dampfende Tasse Cappuccino" - einer dampfenden
- "sie nicht mehr gibt und wir neue brauchen" - es sie nicht mehr gibt


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