Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Vorschlag: Vergewaltigung aus dem Strafgesetzbuch rausnehmen

Sven ⌂, Wolfsburg, Wednesday, 28.07.2010, 12:16 (vor 5647 Tagen) @ Misogyn

Was haltet ihr davon? Vergewaltigung sollte keine Straftat mehr sein.

Gar nichts. Die Vergewaltigung stellt eine Kombination der Straftaten Nötigung und Körperverletzung dar, wobei letztere für die seelische Gesundheit eines Menschen schwerer wiegt als eine normale Körperverletzung. Sie kann demgemäß ebenfalls nur eine Straftat sein.

Mindestens 2/3 aller Anschuldigungen sind frei erfunden. Das restliche
Drittel bleibt vage. Das sind so Fälle wo sich die Frau zu leise "Nein"
gesagt hat, aber sich auch nicht gewehrt hat, sich also nicht ganz sicher
war, ob sie nun soll oder nicht.

Na da kommen wir doch zum Kern der Sache:

- Aushebelung des Rechtsgrundsatzes "in dubio pro reo"
- faktische Straffreiheit bei Falschbeschuldigungen
- Missbrauch des Begriffes zur Schönung von Statistiken

Das alles sind jedoch keine Probleme, die mit der Frage zu tun haben, ob Vergewaltigung eine Straftat ist. Sie haben vielmehr mit der Frage zu tun, wie der Straftatbestand nachzuweisen ist - und welche Konsequenzen Falschbeschuldigungen haben. Diese Frage ist im aktuellen Zeitgeist aber auch problematisch für andere Gesetze - wie z.B. das unsägliche Gewaltschutzgesetz.

Ich halte es daher für besser, bewährte Rechtssicherheit wieder herzustellen als Straftaten unterzubewerten. Letzten Endes sind beide Varianten für die realen Opfer katastrophal - sowohl der inflationäre Missbrauch aus Rachegelüsten als auch die Bewertung als "Ordnungswidrigkeit" - und das betrifft so nebenbei auch männliche Opfer.

Dass die Justiz sich für Rachegelüste missbrauchen lässt, ist der eigentliche Skandal.

Gruß,

Sven


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