Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Vorschlag: Vergewaltigung aus dem Strafgesetzbuch rausnehmen

Gismatis, Basel, Wednesday, 28.07.2010, 03:08 (vor 5647 Tagen) @ Marlow

Eine Vergewaltigung ist für das
Opfer, egal ob männlich oder weiblich, eine der schlimmsten Erfahrungen
überhaupt. Und diese Opfer sollten nicht verhöhnt werden. Sie sind für ihr
Leben seelische Wracks.

Sorry, das hätte genau so auch eine Feministin sagen können. Eine (richtige) Vergewaltigung ist zwar schlimm, aber sofern keine Ansteckung mit einer gefährlichen Krankheit erfolgt, kommt man auch wieder darüber hinweg. Viel schlimmer sind zum Beispiel (Tod ausgenommen): Unfälle oder Gewaltakte mit bleibenden körperlichen oder geistigen Schäden, in den Ruin getrieben werden, Drogenabhängigkeit, Obdachlosigkeit, Getrenntwerden von den eigenen Kindern.

Ich glaube sogar, dass Vergewaltigung weniger deshalb so schwer bestraft wird, weil es für das Opfer schlimm ist, sondern weil es für die Gesellschaft schlimm ist. In einigen primitiven Kulturen gibt oder gab es zum Beispiel Initiationsriten (vor allem für Jungen), wo eine Vergewaltigung im Vergleich harmlos anmutet. In einer Gegend, ich glaube in Neuguinea, wurden Jungen sogar tatsächlich vergewaltigt, jedenfalls nach westlichen Maßstäben. Aber es war eben sozial erwünschte Gewalt und das half auch den Opfern, diese Gewalt zu überstehen. Wäre also erzwungener Geschlechtsverkehr ein Initiationsritus für Mädchen, wäre es kein Straftatbestand, sondern normal.

--
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