Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Sehr richtig !!!

Narrowitsch, Berlin, Wednesday, 16.06.2010, 16:02 (vor 5686 Tagen) @ Rainer

http://wikimannia.org/index.php?title=Scheidung

Unter den gegenwärtigen Bedingungen heiraten, kommt einem staatlich erwünschtem Glücksspiel gleich, in dem der Gewinn weitaus unwahrscheinlicher wahrscheinlicher winkt, als er totale Verlust; nicht nur des Einsatzes, sondern auch der Existenz. Insofern wäre die Streichung der Heirat aus dem Familien-und Zivilrecht ein Gebot der Humanität. Für Leute, die an einem Ritus festhalten wollen, der seinem Umfeld die feste Absicht zu fester Verbindung zweier Menschen signalisiert, wären folkloristische Vereine empfehlenswert, die Feier und Gelöbnis zelebrieren.

Der Humanistenverein Deutschland praktiziert etwas ähnliches bereits: Die staatlich, äh, seinerzeit von der FDJ organisierten Jugendweihen und der unsanfte Druck dieses Brimborium als Bekenntnis zum sozialistischen Staat, fielen mit dem fall der mauer weg, für Leute die dennoch Jugend weihen wollen, richten örtliche Vereine die gewünschten Festivitäten aus. Der Schwur auf Partei und Staat spielt da allerdings keine Rolle mehr. Vorbildlich, gell?

Eine Ehe , die nach Lust und Laune zu kündigen ist, ist keine. Eine Ehe, die einer Seite Gewinn verspricht, der anderen mit hoher Wahrscheinlichkeit Verlust und zwar nicht nur materiellen, ist schon gar keine. Sie abschaffen, wäre unter den gegebenen Umständen, ein ausnahmsweise lobenswerter staatlicher Akt, der der viel beschworenen Realität Rechnung trägt.

Aber was rede ich, das Volk hat, was es will. Vernunft ist da nur selten daheim.

Narrowitsch

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Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-

Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.


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