Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Nicht die Herkunft

Krischan 02, Saturday, 15.05.2010, 01:37 (vor 5712 Tagen) @ Garfield

Hallo Garfield!

Vor allem dann, wenn man der importierten Minderheit auch noch ständig sagt,
daß es völlig okay ist, wenn sie ihre Kultur mit allem Drum und Dran weiter
pflegt und nicht die Kultur ihres neuen Heimatlandes annimmt.

In welchen Punkten konkret wird den Migranten hier gestattet, ihre Kultur mit allem Drum und dran (also auch mit dem was hier illegal ist) weiter zu pflegen. (Dabei fällt mir auch nichts ein, was in ihrer Herkunftskultur legal ist. Allenfalls "Ehrenmord", der ist in einigen Bergdörfern, wo die Polizei nichts zu melden hat noch inoffiziell legal. Ach ja, doch: Die niederländische Kultur hat ein anderes Verhältnis zum Haschischkonsum. Aber mir ist kein Niederländer bekannt, dem gesagt wird: Rauch' trotzdem.)

Dafür kommen mehr Einwanderer ins Land, die von vorneherein gar nicht die
Absicht haben, hier zu arbeiten. Die sich hier in die soziale Hängematte
legen oder sich ihren Lebensunterhalt auf illegale Weise "verdienen"
wollen, bestenfalls durch Schwarzarbeit, oder eben auch durch andere
kriminelle Aktivitäten.

Wo kann ich das gegenprüfen?

Es gibt sogar Länder, die ganz bewußt ihre Kleinkriminellen nach Europa
entsorgen, indem sie ihnen die Reise hierher finanzieren -
selbstverständlich nur die Hinreise. Und es gibt Länder - vor allem in
Afrika -, wo man das Asylrecht in Deutschland einfach als Möglichkeit für
einen Gratisurlaub in Europa sieht.

Auch dazu ein paar Hinterfragungen, wenns genehm ist: Wer sagt das? Wie hoch ist der Anteil der Kriminellen unter den Flüchtlingen, die aus Not nach Europa kommen, und wie schaffen sie es, als Asylberechtigte anerkannt zu werden?

Ja, Krischan, aber wenn die Justiz tätig wird, dann sind ja schon
Verbrechen begangen worden, mit denen Menschen in irgendeiner Form
geschädigt oder gar getötet wurden!

Ich hoffe um des Rechtsstaats willen, daß das auch so bleibt. Allein die Vorbeugehaft ist schon bedenklich.

müssen. Obendrein ist die Aufklärungsquote bei manchen Straftaten - z.B.
bei Einbrüchen - auch nicht besonders hoch. Je mehr Kriminelle wir
zusätzlich importieren, umso überlasteter werden Polizei und Justiz sein.

Wie erklärst du dir das vor dem Hintergrund, daß die Zahl der Einwanderung in den letzten Jahren zurückgegangen ist, zumal in Verbindung mit der Tendenz, nur noch "nützliche" Migranten reinzulassen?

Ja. Aber in der islamischen Welt sieht man deutlich, daß die Radikalen
sich dort immer mehr durchsetzen. Das hat natürlich auch bestimmte
Ursachen, aber wie dem auch sei: Auch in Deutschland werden sich die
radikalen Islamisten durchsetzen.

Wie heißen ihre wichtigsten Vertreter?

Und daß der Unsinn, den die radikalen Islamisten predigen, nichts mit dem
Islam zu tun hätte, stimmt ja so auch nicht. Die können tatsächlich vieles
davon durch Koranzitate belegen.

Alle, ohne Ausnahme, können, spätestens, wenn man sie in den Kontext (wieder)einbettet, widerlegt werden. Genau aus diesem guten Grunde bin ich auch für in Deutschland ausgebildete islamische Religionslehrer.

Auch die Bibel enthält ähnliche Zitate, besonders im Alten Testament.
Diese werden ja auch gern von christlichen Fundamentalisten zitiert.

Ich weiß, ich hatte schon einige Gespräche mit ihnen. Ich, obwohl nicht besonders bibelfest, konnte sie noch immer schachmatt setzen.
Wir können ja, statt in Panik "Musels raus" zu brüllen, was ohnehin nicht sinnvoll wäre, versuchen, die moderaten zu gewinnen, zu ermutigen, gegen die Radikalen vorzugehen. Hegemonie betreiben unsere (ehemaligen, denn inzwischen sidn die Bankster die Mächtigen) Machthaber in der Politik ja sonst auch recht erfolgreich. Die Islamkonferenz war ein gar nicht so schlechter Anfang.

... Für einen sehr radikalen Moslem ist es aber gottgefällig, "Ungläubige"
mit allen Mitteln zu bekämpfen, also versteht er unter "Djihad" eben den
Heiligen Krieg gegen die Ungläubigen. Und "Ungläubige" können dann durchaus
auch andere Moslems sein, die halt nur einer anderen Glaubensrichtung
angehören.

Stimmt. Die überwiegende Mehrheit verbindet Djihad nicht mit Terrorismus. Darum geht es mir. Wenn wir aber mit einem Konfrontationskurs (Kuschelkurs ist natürlich auch nicht passend) die Gemäßtigten verprellen, werden wir sie nicht gewinnen, um die Radikalen zu isolieren. Ich mache mir aber auch keine Illusionen darüber, daß es durchaus einige Eingeborene gibt, die auch die Gemäßigten als Gefahr wahrnehmen.

Solche Worte mit Mehrfach-Bedeutungen sind für radikale Prediger prima
geeignet.

Natürlich. Die "Islamkritiker" kennen die Begriffe aus dem FF. (Und wenn sie mir die Bedeutung erklären, sträuben sich mir die Nackenhaare. Taqqiya = Freibrief zur Lüge *brrr*)

Und fragt ein Außenstehender nach, dann behauptet man
natürlich, man hätte es im positiven Sinne gemeint. Für radikale Islamisten
ist es völlig normal und legitim, "Ungläubige" zu belügen und zu betrügen,
denn "Ungläubige" sind für sie entweder gar keine Menschen oder bestenfalls
Menschen zweiter Klasse.

Ich (du wohl auch) halte es trotzdem für falsch, so zu tun, als wäre Terrorismus integraler Bestandteil des islamischen Glaubens. Wenn dem so wäre, ginge in Deutschland täglich eine Bombe hoch.

Unter panischer Hysterie würde ich z.B. Mordaufrufe gegen Moslems oder
Einwanderer allgemein verstehen. Das tut aber niemand, der klar bei
Verstand ist. Wenn man real existierende Probleme wie z.B. das mit dem
radikalen Islam anspricht, dann ist das doch keine panische Hysterie.

Panische Hysterie ist es, zu glauben Moslems an sich wären eine Gefahr. Diese Haltung spiegelt sich wieder, wenn man glaubt, mit einzelnen Koranzitaten eine Gefährlichkeit des Islam belegt zu wissen. (Die Haltung der Mehrheit der Muslime zu diesen Versen verwirrt dabei nur.) Die einzige logische Konsequenz daraus kann dann nur lauten: Der Islam an sich, in seinem Kern also, ruft zum Terror auf, Beleg: Sure xy, Vers z. Daraus folgt: Nur wenn er aufhört, Moslem zu sein, kann man ihm trauen. Hetze, die zu dieser Panik führt, ist es bspw., wissentlich den Begriff der Taqiyya zu einem Freibrief zur Lüge zu verdrehen, obwohl ein Blick in die "Encyclopedia of Islam" (dazu muß man freilich Google-Books bemühen) genauestens erklärt, was es wirklich heißt. (Andere, die es glauben, verbreiten dieselbe Unwahrheit unwissentlich, und so entsteht Rassenhaß mit religiösem Vorzeichen. Auf diese Weise, mit für wahr gehaltenen und weiterverbreiteten Lügen, entsteht übrigens auch Männerfeindlichkeit.)

Viele Grüße
Krischan


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