Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Nicht die Herkunft

Garfield, Friday, 14.05.2010, 20:11 (vor 5712 Tagen) @ Krischan 02

Hallo Krischan!

Damit kommen wir der Sache schon näher. Kriminalität ist ein Unterschichten- und kein kulturelles.

Jain. Armut wird Kriminalität natürlich immer fördern.

Aber es gibt nun einmal verschiedene Kulturen, die unterschiedliche Auffassungen von Gut und Böse haben. Was in einer Kultur als Kavaliersdelikt oder gar als völlig harmloses Verhalten gilt, kann in einer anderen Kultur als Schwerverbrechen gelten.

Wenn man nun Menschen mit sehr unterschiedlicher Kultur zusammen würfelt, ergeben sich allein daraus schon zwangsläufig Konflikte. Vor allem dann, wenn man der importierten Minderheit auch noch ständig sagt, daß es völlig okay ist, wenn sie ihre Kultur mit allem Drum und Dran weiter pflegt und nicht die Kultur ihres neuen Heimatlandes annimmt.

In den Knästen sitzen Ausländer und Inländer, und fast ausschließlich Arme.

Na ja, auffällig ist aber immer wieder, daß Ausländer bzw. Einwanderer unproportional hoch in der Kriminalitätsstatistik vertreten sind. Das liegt nur zum Teil daran, daß sie auch einen hohen Anteil an der Unterschicht stellen. Ein weiterer Grund besteht auch einfach darin, daß angesichts des sinkenden Lohnniveaus in Deutschland (bei steigender Steuer- und Abgabenlast) heute immer weniger Menschen hierherkommen, die sich ihren Lebensunterhalt durch ehrliche Arbeit verdienen möchten. Die finden nämlich anderswo bessere Bedingungen vor und meiden Deutschland daher zunehmend. Dafür kommen mehr Einwanderer ins Land, die von vorneherein gar nicht die Absicht haben, hier zu arbeiten. Die sich hier in die soziale Hängematte legen oder sich ihren Lebensunterhalt auf illegale Weise "verdienen" wollen, bestenfalls durch Schwarzarbeit, oder eben auch durch andere kriminelle Aktivitäten.

Es gibt sogar Länder, die ganz bewußt ihre Kleinkriminellen nach Europa entsorgen, indem sie ihnen die Reise hierher finanzieren - selbstverständlich nur die Hinreise. Und es gibt Länder - vor allem in Afrika -, wo man das Asylrecht in Deutschland einfach als Möglichkeit für einen Gratisurlaub in Europa sieht.

Ich kann mich nicht erinnern, daß die Justiz gegen Kriminelle nicht vorgeht.

Ja, Krischan, aber wenn die Justiz tätig wird, dann sind ja schon Verbrechen begangen worden, mit denen Menschen in irgendeiner Form geschädigt oder gar getötet wurden! Obendrein möchte der Staat auch gern Haftkosten sparen und hält die Richter deshalb zu möglichst "kostengünstigen" Urteilen an. So kommt es, daß Kriminelle oft erstaunlich milde Strafen bekommen, die sie häufig auch noch nicht einmal ganz absitzen müssen. Obendrein ist die Aufklärungsquote bei manchen Straftaten - z.B. bei Einbrüchen - auch nicht besonders hoch. Je mehr Kriminelle wir zusätzlich importieren, umso überlasteter werden Polizei und Justiz sein.

Trotzdem reden sie Unsinn, der mit dem Islam nichts zu tun hat, und verkaufen ihren Anhängern Terrorismus als Islam. Sie mißbrauchen den Islam für ihre Ziele, und die Rassisten zitieren sie gerne, um die Deutschen gegen die Muslime aufzuhetzen.

Ja. Aber in der islamischen Welt sieht man deutlich, daß die Radikalen sich dort immer mehr durchsetzen. Das hat natürlich auch bestimmte Ursachen, aber wie dem auch sei: Auch in Deutschland werden sich die radikalen Islamisten durchsetzen. Sie werden in den islamischen Gemeinden letztendlich überall den Ton angeben. Die Masse der normalen Moslems wird so gut wie nichts dagegen unternehmen. Die wenigen Moslems, die sich offen gegen den radikalen Islam aussprechen, müssen ja jetzt schon auch um ihr Leben fürchten.

Und daß der Unsinn, den die radikalen Islamisten predigen, nichts mit dem Islam zu tun hätte, stimmt ja so auch nicht. Die können tatsächlich vieles davon durch Koranzitate belegen.

Auch die Bibel enthält ähnliche Zitate, besonders im Alten Testament. Diese werden ja auch gern von christlichen Fundamentalisten zitiert.

Es hängt eben immer davon ab, wie die überwiegende Mehrheit der Gläubigen mit solchen Passagen in zentralen religiösen Werken umgeht. Und da liegt leider in der islamischen Welt einiges im Argen. Man kann also auch nicht so einfach sagen, daß das nichts mit dem Islam zu tun hätte.

Allein das Wort Djihad ist ja schon so eine Sache, weil es verschiedene Bedeutungen hat. Es steht auch ganz allgemein für das Streben zum Guten, was ja eine positive Bedeutung ist. Ein sehr religiöser Moslem wird darunter natürlich auch das Bemühen um gottgefällige Taten verstehen. Für einen sehr radikalen Moslem ist es aber gottgefällig, "Ungläubige" mit allen Mitteln zu bekämpfen, also versteht er unter "Djihad" eben den Heiligen Krieg gegen die Ungläubigen. Und "Ungläubige" können dann durchaus auch andere Moslems sein, die halt nur einer anderen Glaubensrichtung angehören.

Solche Worte mit Mehrfach-Bedeutungen sind für radikale Prediger prima geeignet. Sie können damit üble Verbrechen meinen, was von ihren radikalen Anhängern auch so verstanden wird, gemäßigte Zuhörer dagegen werden darunter etwas ganz Anderes verstehen - und deshalb auch nicht protestieren. Und fragt ein Außenstehender nach, dann behauptet man natürlich, man hätte es im positiven Sinne gemeint. Für radikale Islamisten ist es völlig normal und legitim, "Ungläubige" zu belügen und zu betrügen, denn "Ungläubige" sind für sie entweder gar keine Menschen oder bestenfalls Menschen zweiter Klasse.

Zwischen "den Kopf in den Sand stecken" und panischer Hysterie gibt es noch andere Alternativen.

Unter panischer Hysterie würde ich z.B. Mordaufrufe gegen Moslems oder Einwanderer allgemein verstehen. Das tut aber niemand, der klar bei Verstand ist. Wenn man real existierende Probleme wie z.B. das mit dem radikalen Islam anspricht, dann ist das doch keine panische Hysterie. Aber man wird dann in Deutschland trotzdem oft behandelt, als hätte man Gaskammern oder etwas in der Art gefordert. Das ist vollkommen unangemessen und in jeder Hinsicht kontraproduktiv.

Freundliche Grüße
von Garfield


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