Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Re: Fangfrage(n) - Leicht off topic, aber zutiefst erschütternd!

Ekki, Tuesday, 14.12.2004, 22:14 (vor 7722 Tagen) @ Lecithin

Als Antwort auf: Re: Fangfrage(n) von Lecithin am 14. Dezember 2004 16:58:59:

Hi Magnus,
ich betone, dass ich mir wünsche und darauf hoffe, dass die Bevölkerung intelligent und stark genug ist, sich die Abgrenzung von privat zu staatlich verordnet aufrecht zu erhalten.
Eine Gendatenbank birgt weit größere Gefahren, als die Manipulation durch Missbrauch fremder Körpersubstanzen. Bedenke, dass zB. Versicherungen ein erstes Interesse an diesen Infos haben zum Zwecke der Risikobestimmung und des Risikomanagements innerhalb des Prämiensystems (Person A ist gefährdet im Alter von 46 jahren an Diabetes zu erkranken, Beitrag hoch). Eine Sammlung von Daten bewirkt eine Vernetzung intimster Informationen, die zu entschlüsseln selbst die Person nicht in der Lage ist, von der diese Informationen stammen. Ergo kann die Person die Folgen, die diese Informationen, die sie selbst nicht recht auswerten kann, auch nicht mehr überschauen. Sie muss dann hinnehmen, dass ihr Beitrag sprunghaft steigt, wenn ihr der versicherungsdepp einredet, sie würde mit 46 an Diabetes erkranken.
Mit einigem Nachdenken kann man sich doch diese Szenarien selbst ausmalen.
Obacht also und: Beste Grüße!
Lecithin

Hallo, Lecithin und alle!

Folgendes stand heute in SPIEGEL ONLINE zu lesen (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,druck-332761,00.html). Hier wird etwas weit über die Gentests Hinausgehendes gefordert - und zwar von Ärzten[/i][/u]!

<hr>

Niederlande

Mediziner fordern Sterbehilfe für Babys

In den Niederlanden sollen künftig auch Säuglinge Sterbehilfe bekommen können - zumindest wenn es nach dem Willen von Ärzten geht. Mediziner aller acht Unikliniken des Landes haben die Erlaubnis verlangt, Neugeborene mit schweren Missbildungen töten zu dürfen.

DPA
Frühchen im Brutkasten: Niederländische Ärzte fordern Erweiterung der Sterbehilfe auf Neugeborene mit schweren Missbildungen

Vor zwei Jahren haben die Niederlande als erster Staat weltweit die Sterbehilfe legalisiert - und eine internationale Ethik-Debatte ausgelöst. Die Diskussionen dürften nun erneut aufflammen: Ärzte aller acht holländischen Universitätskliniken haben in einem öffentlichen Schreiben verlangt, die Möglichkeit der Sterbehilfe auf Neugeborene mit schwersten Missbildungen auszuweiten. Die Regierung in Den Haag werde sich in den nächsten Monaten mit dem Thema befassen, berichtet die britische BBC.

Die Mediziner der Unikliniken schlagen demnach die Einrichtung eines Expertenkomitees vor, das die Sterbehilfe für Neugeborene in jedem Einzelfall prüfen soll. Die Kriterien würden dem Bericht zufolge auf jährlich 600 Fälle weltweit und zehn bis 15 Babys in den Niederlanden zutreffen, die mit extremen Missbildungen - etwa ohne Gehirn - zur Welt gekommen sind. Bisher kommt aktive Sterbehilfe nach niederländischem Recht nur für Menschen ab 16 Jahren in Frage, in Ausnahmefällen ab zwölf Jahren.

Allerdings bestehen erhebliche Zweifel, ob die Regelungen des Euthanasiegesetzes in Holland von Medizinern befolgt werden. Eine Studie der niederländischen Regierung kam zu haarsträubenden Ergebnissen: In 38 Prozent der Fälle töten Ärzte demnach nicht nur, weil der Patient unheilbar krank ist und keinen Lebenswillen mehr besitzt - sondern auch, weil "die Nächsten es nicht mehr ertragen" können.


gesamter Thread:

 

powered by my little forum