Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Fangfrage(n)

Magnus, Tuesday, 14.12.2004, 19:11 (vor 7723 Tagen) @ Lecithin

Als Antwort auf: Re: Fangfrage(n) von Lecithin am 14. Dezember 2004 16:58:59:

Hi Magnus,
ich betone, dass ich mir wünsche und darauf hoffe, dass die Bevölkerung intelligent und stark genug ist, sich die Abgrenzung von privat zu staatlich verordnet aufrecht zu erhalten.
Eine Gendatenbank birgt weit größere Gefahren, als die Manipulation durch Missbrauch fremder Körpersubstanzen. Bedenke, dass zB. Versicherungen ein erstes Interesse an diesen Infos haben zum Zwecke der Risikobestimmung und des Risikomanagements innerhalb des Prämiensystems (Person A ist gefährdet im Alter von 46 jahren an Diabetes zu erkranken, Beitrag hoch).

Diese Aussagen sind nicht über den Genetischen Fingerabdruck möglich herauszulesen. Auch ist vom Genetischen Fingerabdruck es nicht möglich, auf die genetische Struktur zurückzuschließen (außer mit BruteForce - d.h. alle genetischen möglichen Strukturen durchtesten), sondern nur von der genetischen Struktur zum genetischen "Fingerabdruck"). Gattaca wird es mit der Gendatendatenbank zum genetischen Fingerabdruck alleine nicht geben.

Sollte es mal tatsächlich so kommen, dass man aus den Gendaten mögliche Risiken für Diabetis und andere Krankheiten etc. ablesen kann, dann sieh zu, dass du beim Unterschreiben deiner Versicherungspolice keine Haare, Hautschuppen oder ähliches verlierst und fass den Kugelschreiber nur mit Handschuhen an....

Mit einigem Nachdenken kann man sich doch diese Szenarien selbst ausmalen.
Obacht also und: Beste Grüße!

Die Ängste sind teilweise größer als die Risiken und die Risiken sind teilweise größer als die Hoffnung.

Magnus


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