Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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ob klein oder groß - Dreck sollte sich nie durchsetzten.

Der Eman(n)ze, Saturday, 07.08.2004, 18:04 (vor 7853 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Was ist daran schade? von Odin am 06. August 2004 22:05:30:

Ein klein wenig bin ich froh, daß nun doch nicht alle großen Verlage, Redaktionen und Publizisten treudoof wie eine Schafsherde diesem kultusbürokratischen Unsinn mitgemacht haben.

Dieser zivile Ungehorsam ist anerkennenswert.

Gerade deswegen kann ich mit Deiner Äußerung überhaupt nichts anfangen. Sie impliziert, daß Deutschland "reformunfähig" wäre - eine beliebte Phrase der Reformbefürworter an die Adresse der Kritiker.

Ist die Schlechtheit einer erfolgreich durchgedrückten Reform bzw. die jeweilige Schwäche des Widerstandes ein Maß für die "Reformfähigkeit" eines Landes bzw. eines Volkes?

Also Reformen um jeden Preis, Hauptsache man beweist "Reformfähgkeit"? Und wenn die Reform ein Griff ins Klo war - schwupps - die nächste Reform oder eine Reform der Reform?

DAS ist Stagnation, DAS ist Lähmung.

M.E. äußert sich Reformfähigkeit auch darin, daß nur diejenigen Reformen durchsetzbar sind, die tatsächlich der Mehrheit einen Nutzen bringen. Und daß diese Reformen dann so ausgereift sind, daß sie eine nicht absehbare Halbwertszeit haben und damit ein Gefühl von Sicherheit und Berechenbarkeit bieten.

Wie es scheint, sind wir da diametral entgegengesetzer Ansicht, Odin.

Wenn ich die aktuellen väterdiskriminierenden Gesetze sehe, frage ich mich, wie Du Deine Logik (die ja scheinbar kategorisch gegen jegliche kritische Hinterfragung x-beliebiger Reformen plädiert) mit Deinen Ansichten unter einen Hut bringen willst.

Seis drum - jeder interpretiert die Ereignisse um die RSR aus seinem Blickwinkel.

Gruß und schönes WE
Der Eman(n)ze


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