Re: Du täuscht Dich. Ich kenne ihn seit einem Jahr.
Als Antwort auf: Re: Du täuscht Dich. Ich kenne ihn seit einem Jahr. von Jens am 26. April 2004 19:53:39:
Hallo Jens!
Das ist ja alles richtig. Vor allem Berufsfeministinnen müssen ja stur daran festhalten, daß Frauen nach wie vor benachteiligt sind, weil sie damit nun einmal ihr Geld "verdienen".
Aber wieso bekommen sie soviel Aufmerksamkeit? Wie kommt es, daß eine Minderheit so großen Einfluß auf die öffentliche Meinung gewinnen konnte?
Das liegt eben daran, daß Männer es ihnen schon immer leicht gemacht haben. Heute wird die Geschichte gerade von Feministinnen gern als ein jahrtausendelanger Leidensweg der Frauen dargestellt. Die bösen Männer hätten die Frauen von Besitz, Macht, Bildung und anderen positiven Dingen ferngehalten, heißt es heute immer.
Eine Gesellschaft, in der eine sehr große Gruppe von Menschen wirklich dermaßen unterdrückt wird und keinerlei Vorteile hat, die diese Nachteile ausgleichen, kann aber nicht dauerhaft funktionieren. Wenn man sich die Verhältnisse in früheren Zeiten realistisch betrachtet, stellt man fest, daß es früher auch nur sehr wenige Männer gab, die Machtpositionen und viel Besitz hatten, und auch Bildung konnten sich nur wenige Männer leisten.
Außerdem hat es in der Geschichte sehr wohl immer wieder auch Frauen gegeben, die viel Macht und/oder viel Besitz hatten, und auch als es Universitäten gab, hat es schon in früheren Jahrhunderten sehr wohl auch Frauen gegeben, die dort studiert haben. Diese Frauen waren Ausnahmen, aber auch reiche, mächtige und/oder gebildete Männer sind in früheren Zeiten immer Ausnahmen gewesen.
Selbst als es dann Parlamente gab, durften anfangs häufig auch die allermeisten Männer an den Wahlen dazu nicht teilnehmen, und als man dann widerwillig so nach und nach auch Männern aus dem einfachen Volk das Wahlrecht gab, war dieses Recht üblicherweise eingeschränkt - nur Besitzer großer Vermögen hatten dann das volle Wahlrecht. In Deutschland haben die allermeisten Männer genau wie die Frauen erst 1918 das volle Wahlrecht bekommen.
Jammern ist für Frauen eine uralte Strategie. Durch Jammern haben sie von Männern schon immer alles bekommen, was sie wollten. Nur in früheren Zeiten ließen die damaligen Medien kein "kollektives Jammern" zu. Mit den modernen Medien ist so ein "kollektives Jammern" möglich.
Es gibt genügend Beispiele dafür, daß die Frauenbewegung zunächst etwas gefordert hat, und dann, als die Forderung erfüllt wurde, nicht etwa zufrieden war, sondern prompt das Gegenteil forderte.
Z.B. gab es in den USA ein Gesetz, das es Frauen verbot, Überstunden zu machen. Überstunden wurden also nur von Männern gemacht, die dann so mehr verdienten. Prompt forderte die Frauenbewegung die Aufhebung dieses Verbotes. Es wurde aufgehoben, und nun machten auch Frauen Überstunden, genau wie die Männer. Das war der Frauenbewegung aber auch nicht recht, denn nun kritisierte sie, daß nach Abschaffung des Überstunden-Verbots für Frauen viele Chefs nun auch von Frauen genau wie von Männern die Bereitschaft zu Überstunden erwarteten.
Als im 19. Jahrhundert immer mehr Frauen der Mittelschicht Hausfrauen wurden, wurde das von Feministinnen als Befreiung der Frau von lästiger Erwerbsarbeit gefeiert. Endlich könnten die Frauen sich ganz auf ihren eigentlichen Lebensinhalt, nämlich auf Familie, Haus und Kinder, konzentrieren, hieß es. Als dann aber viele Frauen nach der Heirat Hausfrauen wurden, war das Feministinnen auch nicht recht. Nun hieß es auf einmal, daß man den Frauen so die Möglichkeit einer beruflichen Karriere nehmen würde.
Als Jungen und Mädchen noch getrennt unterrichtet wurden, wurde das von Feministinnen kritisiert. Man würde die Mädchen dadurch benachteiligen, hieß es. Also führte man gemeinsamen Unterricht ein. Kaum war das geschehen, beklagten sich Feministinnen darüber, daß die Jungen die Mädchen im gemeinsamen Unterricht angeblich unterbuttern würden, mit dem Ergebnis, daß man mittlerweile schon wieder dazu übergeht, Jungen und Mädchen zeitweise getrennt zu unterrichten. Wollen wir wetten, daß das auch bald von Feministinnen kritisiert werden wird?
Der Feminismus hat nichts weiter getan, als die weiblichen Klagen aus dem häuslichen Bereich in die gesamte Gesellschaft zu tragen. Und genau wie die Männer vorher im häuslichen Bereich bestrebt waren (und jetzt auch noch bestrebt sind), den Frauen alles recht zu machen, gingen und gehen sie auch im großen Rahmen immer wieder auf die Klagen der Feministinnen ein. Zwar waren viele Männer zuweilen etwas irritiert über die feministischen Forderungen, aber letztendlich gaben sie den Feministinnen immer alles, was sie verlangten. Nicht, weil die Feministinnen sie dazu zwangen, sondern weil die Männer instinktiv bestrebt waren (und mehrheitlich immer noch bestrebt sind), Frauen alles recht zu machen. So hatte der Feminismus also immer leichtes Spiel.
Kennst du das Märchen vom Fischer und seiner Frau? Das sagt viel aus über das Zusammenleben von Frauen und Männern. Für alle, die es nicht kennen:
Ein Fischer fängt einen großen, goldglänzenden Fisch. Er ist sehr erfreut über den guten Fang, aber dann beginnt der Fisch plötzlich zu reden. Er sagt, daß er ein Zauberfisch sei und dem Fischer einen Wunsch erfüllen wird, wenn er ihn verschont und ihn wieder ins Wasser setzt. Der Fischer läßt ihn frei, und der Fisch fragt ihn nach seinem Wunsch. Der Fischer ist etwas verwirrt, aber dann fällt sein Blick auf sein altes, heruntergekommenes Boot. Also wünscht er sich ein neues Boot - und findet sich augenblicklich in einem nagelneuen und dazu noch größeren Boot wieder.
Er bedankt sich und fährt in bester Laune mit seinem neuen Boot nach Hause. Dort erwartet ihn schon seine Frau. Er erzählt ihr freudestrahlend von seinem Erlebnis, aber zu seiner Überraschung ist sie ganz und gar nicht erfreut darüber, sondern sagt: "Du kannst dir alles wünschen, und dann wünscht du dir nur ein popeliges Boot? Sieh dir doch mal an, wie wir hier hausen! Hättest du dir kein neues Haus wünschen können? Du denkst aber auch immer nur an dich!" Er sieht sich in ihrer ärmlichen Hütte um und muß seiner Frau irgendwie schon recht geben. Sie verlangt von ihm, daß er ans Meer geht und den Fisch ruft, um sich noch ein neues Haus zu wünschen.
Ihm ist das unangenehm, aber seine Frau läßt ihm keine Ruhe, so daß er schließlich losgeht. Er ruft am Ufer nach dem Fisch, und der erscheint auch tatsächlich. Er erklärt ihm, daß er ja mit dem neuen Boot sehr zufrieden ist, daß aber seine Frau unbedingt noch ein neues Haus haben will. Der Fisch zeigt Verständnis und erfüllt ihm auch diesen Wunsch - als der Fischer nach Hause zurück kommt, steht dort nicht mehr die alte, windschiefe Hütte, sondern ein neues, schönes und dazu noch größeres Haus.
Seine Frau ist damit zunächst zufrieden, aber nach einigen Tagen fängt sie wieder an zu nörgeln. Nun hätte sie gern auch noch neue Kleider. Wieder muß der Fischer losziehen und den Zauberfisch rufen, weil seine Frau ihm keine Ruhe läßt. Wieder erfüllt der Fisch ihm den Wunsch. Seine Frau ist glücklich, aber das hält nicht lange vor...
So geht das monatelang weiter. Immer wieder fallen seiner Frau neue Wünsche ein. Sie möchte eine Kutsche, sie möchte Bedienstete, sie möchte einen Palast... Immer wieder erfüllt der Zauberfisch die Wünsche, aber er tut das immer widerwilliger.
Schließlich möchte die Frau des Fischers Kaiserin werden. Der Fischer versucht ihr das auszureden, aber wie immer gibt sie keine Ruhe, sondern nörgelt und schimpft solange, bis er widerwillig ans Meer geht und wieder einmal nach dem Fisch ruft. Der erscheint auch, und der Fischer sagt ihm, daß er ja wunschlos glücklich ist, daß seine Frau aber nun unbedingt noch Kaiserin werden möchte. Der Zauberfisch gibt eine unbestimmte Antwort und verschwindet.
Der Fischer geht nach Hause, und zu seinem Entsetzen findet er dort wieder die alte, windschiefe Hütte vor. Die Kutsche, die Bediensteten und alles andere ist verschwunden, und neben der Hütte liegt wieder sein altes, morsches Boot. Und kaum hat er die Hütte betreten, als ihn auch schon seine Frau ankeift, was er denn nun wieder angestellt hätte...
Natürlich muß er wieder ans Meer gehen, um den Zauberfisch zu rufen - nur leider erscheint der nie mehr. Und so keifte seine Frau ihn weiter an, bis daß der Tod sie schied...
Wie hätte man dieses negative Ende vermeiden können? Es gab zwei Möglichkeiten: Erstens hätte die Frau bescheidener sein können. Weil sie aber von Natur aus nicht bescheiden war, war das de facto unmöglich. Also blieb nur die zweite Möglichkeit: Der Mann hätte sich gegen seine Frau durchsetzen und ihr eine klare Grenze ziehen müssen. Denn wenn er nicht immer treu und brav losgezogen wäre, um ihr jeden noch so ungewöhnlichen Wunsch zu erfüllen, dann wäre die Geschichte besser ausgegangen.
Freundliche Grüße
von Garfield
gesamter Thread:
- Linktipps -
Arne Hoffmann,
25.04.2004, 15:48
- als Gegenprovokation für Kampfemanzen vielleicht ganz gut -
Der Eman(n)ze,
25.04.2004, 22:42
- Re: als Gegenprovokation für Kampfemanzen vielleicht ganz gut -
Der Frankfurter,
26.04.2004, 00:00
- "Der Maskusist" wäre gut, wenn der weibliche Teil der Bevölkerung -
Der Eman(n)ze,
26.04.2004, 00:12
- hast du www.maskulist.de überhaupt mal besucht und auch gelesen? -
Jens,
26.04.2004, 00:55
- Du täuscht Dich. Ich kenne ihn seit einem Jahr. -
Der Eman(n)ze,
26.04.2004, 01:17
- Re: Du täuscht Dich. Ich kenne ihn seit einem Jahr. -
Jens,
26.04.2004, 13:02
- Re: Du täuscht Dich. Ich kenne ihn seit einem Jahr. -
Garfield,
26.04.2004, 22:34
- Re: Du täuscht Dich. Ich kenne ihn seit einem Jahr. -
Jens,
26.04.2004, 22:53
- Re: Du täuscht Dich. Ich kenne ihn seit einem Jahr. -
Garfield,
27.04.2004, 16:22
- Interessanter Beitrag... -
Jens,
27.04.2004, 17:05
- Re: Interessanter Beitrag... - Garfield, 27.04.2004, 18:25
- Interessanter Beitrag... -
Jens,
27.04.2004, 17:05
- Re: Du täuscht Dich. Ich kenne ihn seit einem Jahr. -
Garfield,
27.04.2004, 16:22
- Re: Du täuscht Dich. Ich kenne ihn seit einem Jahr. -
Jens,
26.04.2004, 22:53
- Re: Du täuscht Dich. Ich kenne ihn seit einem Jahr. -
Garfield,
26.04.2004, 22:34
- Re: Du täuscht Dich. Ich kenne ihn seit einem Jahr. -
Jens,
26.04.2004, 13:02
- Du täuscht Dich. Ich kenne ihn seit einem Jahr. -
Der Eman(n)ze,
26.04.2004, 01:17
- Re: "Der Maskusist" wäre gut, wenn der weibliche Teil der Bevölkerung -
Max,
26.04.2004, 15:19
- Re: "Der Maskusist" wäre gut, wenn der weibliche Teil der Bevölkerung -
Jolanda,
26.04.2004, 16:31
- Re: "Der Maskusist" wäre gut, wenn der weibliche Teil der Bevölkerung -
Max,
26.04.2004, 18:23
- Re: "Der Maskusist" wäre gut, wenn der weibliche Teil der Bevölkerung - Jolanda, 26.04.2004, 19:30
- Re: "Der Maskusist" wäre gut, wenn der weibliche Teil der Bevölkerung -
Anti-Sexistin,
26.04.2004, 19:35
- Re: "Der Maskusist" wäre gut, wenn der weibliche Teil der Bevölkerung -
Jolanda,
26.04.2004, 19:43
- Re: "Der Maskusist" wäre gut, wenn der weibliche Teil der Bevölkerung -
Anti-Sexistin,
26.04.2004, 20:01
- Re: - Peter, 26.04.2004, 20:40
- Re: "Der Maskusist" wäre gut, wenn der weibliche Teil der Bevölkerung - Odin, 27.04.2004, 01:54
- Einladung ins Archiv dieses Forums! -
Nick,
27.04.2004, 13:58
- Re: Einladung ins Archiv ....Bravo Nick! Applaus! -
Max,
27.04.2004, 14:39
- Re: Einladung ins Archiv ....Bravo Nick! Applaus! - Nick, 27.04.2004, 18:46
- Unglaublich sachliche Wortwahl - genau das meine ich - Anti-Sexistin, 27.04.2004, 15:45
- Re: Einladung ins Archiv ....Bravo Nick! Applaus! -
Max,
27.04.2004, 14:39
- Re: "Der Maskusist" wäre gut, wenn der weibliche Teil der Bevölkerung -
Anti-Sexistin,
26.04.2004, 20:01
- Re: "Der Maskusist" wäre gut, wenn der weibliche Teil der Bevölkerung - Max, 27.04.2004, 14:47
- Re: "Der Maskusist" wäre gut, wenn der weibliche Teil der Bevölkerung -
Jolanda,
26.04.2004, 19:43
- auf den Tisch hauen - Der Bachelor, 26.04.2004, 22:39
- Re: "Der Maskusist" wäre gut, wenn der weibliche Teil der Bevölkerung - Odin, 26.04.2004, 21:32
- Re: "Der Maskusist" wäre gut, wenn der weibliche Teil der Bevölkerung -
Max,
26.04.2004, 18:23
- Re: "Der Maskusist" wäre gut, wenn der weibliche Teil der Bevölkerung -
Jolanda,
26.04.2004, 16:31
- hast du www.maskulist.de überhaupt mal besucht und auch gelesen? -
Jens,
26.04.2004, 00:55
- "Der Maskusist" wäre gut, wenn der weibliche Teil der Bevölkerung -
Der Eman(n)ze,
26.04.2004, 00:12
- Re: als Gegenprovokation für Kampfemanzen vielleicht ganz gut -
Der Frankfurter,
26.04.2004, 00:00
- Re: Linktipps -
Bruno,
26.04.2004, 15:10
- Re: Linktipps - Arne Hoffmann, 26.04.2004, 19:37
- als Gegenprovokation für Kampfemanzen vielleicht ganz gut -
Der Eman(n)ze,
25.04.2004, 22:42