Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Leasingehe?

reinecke54, Tuesday, 02.03.2004, 21:38 (vor 8010 Tagen) @ Jeremin

Als Antwort auf: Leasingehe? von Jeremin am 29. Februar 2004 12:35:10:

Die Idee einer Ehe auf Zeit ist sogar nicht neu.
In meiner Diskussion mit der Anti-Sexistin habe
ich eine Seite gefunden, die recht interessant ist:
http://www2.rz.hu-berlin.de/sexology/GESUND/ARCHIV/ATLAS_DE/atlas.htm#11_1_1
Das Laden dauert leider sehr lang, weil fast ein ganzes Buch unstrukturiert
auf einer Seite ist. Aber im Kapitel 11.11 gibt's auch einen Absatz

Die Ehe auf Zeit

Wie bereits beschrieben, waren zeitlich begrenzte Ehen in islamischen Ländern zu bestimmten Epochen üblich (mut'ah-Ehen). Auch aus dem alten Japan weiß man, dass Ehen für fünf oder weniger Jahre vereinbart werden konnten. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts beschrieb Goethe in seinem Roman „Die Wahlverwandtschaften" (Teil l, Kap. 10) das Angebot einer Ehe auf fünf Jahre. Die freiwillige Fortsetzung einer solchen Ehe war möglich und wurde meist vereinbart, wenn sich beide Partner verstanden. Seitdem man sich in den meisten westlichen Ländern leichter scheiden lassen kann, sind Ehen - zwar nicht kraft Gesetzes, aber doch in der Wirklichkeit - für viele Paare mehr oder weniger zu zeitlich begrenzten Vereinbarungen geworden. Es ist heute nicht selten, dass Menschen innerhalb weniger Jahre zwei- oder dreimal heiraten und sich wieder scheiden lassen. Deshalb wurde bereits der Vorschlag gemacht, offiziell ein gesetzliches Datum festzulegen, zu dem eine Ehe jeweils beendet ist. Zu diesem Datum könnte die Ehe natürlich für eine wiederum festgesetzte Zeitspanne verlängert oder ohne Schwierigkeiten aufgelöst werden. Auf diese Weise wären Scheidungsprozeduren überflüssig.

In diesem Buch habe ich eine einzige Stelle gefunden, in der darauf
eingegangen wird, zu wem die Kinder nach einer Scheidung kommen.
Diese Bemerkung bezieht sich auf die Polynesier:

Verlief eine Ehe dennoch nicht zufriedenstellend, konnte sie im gegenseitigen Einverständnis einfach gelöst werden. Der Besitz und die Kinder wurden aufgeteilt, wobei der Mann meist die älteren Jungen übernahm und die Frau die kleinen Kinder und Mädchen.

Koennte das nicht Vorbild fuer uns sein?


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