Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: An´s Emmalein

reinecke54, Tuesday, 02.03.2004, 18:41 (vor 8011 Tagen) @ Anti-Sexistin

Als Antwort auf: Re: An´s Emmalein von Anti-Sexistin am 02. März 2004 16:12:59:

Literatur und Kunst allein ist keine feste Geschichtsquelle.

Kunst kann schon Geschichtsquelle sein. Wenn ein Bild eine
Bauernhochzeit darstellt, kann man mit hoher Sicherheit davon
ausgehen, dass kein absolut unueblicher Vorgang gezeigt wird.

Dennoch war die Ehe vorwiegend ein Adelsprivileg und das weit bis ins 16. Jahrhundert hinein.

Eben das glaub ich nicht. Wie lebten denn die kleinen freien Bauern
zusammen? Die Kebsehe war doch eine "Ehe" eines Freien mit einer
Unfreien (Magd). Im Text von
http://www.asn-ibk.ac.at/bildung/faecher/geschichte/maike/mittelalter/MaV1c.htm
steht auch: "Schwierig wurde dieses Verhältnis nur für den kleinen Freien. Denn nach dem fränkischen Recht, der Lex Salica, aus dem frühen 6. Jh. wurde jeder Mann, der eine Unfreie heiratete, selbst zum Unfreien. Nach der Lex Ripuaria konnte er zwar seine Freiheit behalten, mußte aber hinnehmen, daß seine Kinder Leibeigene des Grundherrn seiner Frau wurden."

Es kommt das Wort heiraten vor! Also kein ungewoehnlicher Vorgang.
Und wenn die Dani (kein Indianerstamm, sondern in Papua) etwas aehnliches
kennen, ist die Ehe als Standardform des Zusammenlebens doch keine
Erfindung des 16. Jhs. Ich glaube, damit wird eher glaubhaft, dass die
langfristige Partnerschaft von einem Mann und einer Frau ein ziemlich
natuerlicher Vorgang ist.


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