Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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hmmm, also ich weiß nicht

Andreas, Sunday, 25.01.2004, 16:38 (vor 8047 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: Contra von Der Eman(n)ze am 25. Januar 2004 14:04:16:

Für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe sind dies sehr ausschlaggebende Sachverhalte: Für die Jungmänner wider Willen.

Ja gut, schon! Aber wie gesagt: die Jungmänner wider Willen werden auch bei einem höheren Frauenanteil diese Probleme haben. Denn wenn sie keine Frau abkriegen, dann machen sie wohl irgendwas falsch.

In unserer Gesellschaft dauern Beziehungen doch mittleweile nicht mehr länger an als ein paar Jahre - maximal.

Und was hat das mit dem rechnerischen Mißverhältnis zwischen Männern und Frauen zu tun? Was ändert das?

Naja, ich habe einfach angeregt, diese Sache von einem etwas "pragmatischeren" Standpunkt aus zu betrachten. Es ist ja nicht so, daß Frauen und Männer verkuppelt werden und dann ein Leben lang zusammenbleiben. Dann hätte man natürlich eine fixe Restgruppe von Männern, die keine Chance haben, Frauen kennenzulernen. Tatsächlich ist das aber nicht der Fall. Es werden Beziehungen aufgebaut und wieder gelöst. D.h. es gibt immer einen "Pool" von Singlefrauen und Singlemännern. Jeder "Jungmann" hat in seinem Leben also die Möglichkeit, eine Frau abzukriegen. Ob er diese Chance nutzt oder nicht, bleibt ihm überlassen.

Gerade durch dieses Modell der "wechselnden Partnerschaften" werden permanent Frauen und Männer frei

Nochmal: Was ändert das am Mißverhältnis zwischen Männern und Frauen? Oder willst Du hier andeuten, daß Frauen öfter die Partner wechseln oder zweigleisig fahren als Männer, so daß trotz Männerüberschuß alle Männer "bedient" werden? Das glaube ich nicht.

Nö. Aber Du setzt hier voraus, daß ALLE Männer und ALLE Frauen zur selben Zeit einen Partner wollen oder haben. In Wirklichkeit gibt es zu jedem Zeitpunkt Menschen, die eine Beziehung haben und Menschen, bei denen das nicht der Fall ist. Und es gibt zu jedem Zeitpunkt Menschen, die eine Partnerschaft wollen und Menschen, die dies eben nicht wollen usw usf.
Durch einfache Schnittmengenbildung erhältst Du also zu jedem Zeitpunkt eine Menge von Frauen und Männern, die frei sind UND eine Partnerschaft möchten. Dieses "Männerüberschußproblem" wäre nur in einer extremen Ausprägung wirklich signifikant.

Sicher. Aber sie müssen sich trotzdem mehr anstrengen als Frauen. Und sie haben i.a. weniger die Qual der Wahl.

Ok ok...schon klar, aber Männer haben es in dieser Hinsicht generell schwieriger als Frauen - jedenfalls in unserem Kulturkreis.

Und Männer, die ihr Leben wirklich als "Ladenhüter" fristen, werden wohl auch bei einem "Frauenüberschuß" Probleme haben, eine Frau kennenzulernen.

Aber weniger Probleme, zumindest die Fast-Ladenhüter.

Da würde ich wiederum behaupten, daß sich das nur bei einer extremen Ausprägung bemerkbar machen würde.

besten Gruß
Andreas


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