Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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totgeschwiegen nicht ganz, aber ni8ct in den geschlechtersiskurs eingebracht

Der Eman(n)ze, Sunday, 25.01.2004, 14:19 (vor 8048 Tagen) @ Realist

Als Antwort auf: Tabuthema? von Realist am 25. Januar 2004 10:54:20:

Warum wurde und wird diese brisante Thematik von den Medien über Jahrzehnte totgeschwiegen? Wird hier die Tabuzone des politisch Unkorrekten berührt?

Vor Jahren las ich in einer normalen Tageszeitung schon von diesem Problem vieler junger Männer. Allerdings wurde es nicht im Zusammenhang mit dem Geschlechterdiskurs gebracht.

Oder paßte so eine Sichtweise nicht in das feministische Weltbild von den benachteiligten Frauen. Wer weiß eine Antwort?

Wie immer, kann eine Tatsache immer so interpretiert werden, daß sie der eigenen Ideologie dienlich ist. Vermutlich wird der Männerüberschuß unter den Partnersuchenden damit relativiert, daß Frauen es sehr viel schwerer hätten, einen "modernen, verständnisvollen" Partner zu finden. (Auf deutsch: Da Frauen im Schnitt bessere Menschen sind, haben sie auch Anspruch auf einen ebenso"guten" Partner. Deshalb ist der Männerüberschuß gerechtfertigt. Die Frauen sollen ja eine Chance auf einen "guten" Partner haben. Der Bodensatz der Männer (die "schlechtesten" Männer) geht halt leer aus.

Schließlich besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Frauenmangel und Geburtenrückgang, aber die Politik hat diese Tatsache anscheinend ignoriert.

Der Frauenmangel bei <45 hat m.E. biologische Ursachen. Die höhere Männer-Sterblichkeit fängt schon im Embryonalstadium an und zieht sich wie ein roter Faden durch alle Lebensstadien. Die Natur reagierte vor vielen Jahrtausenden mit einer grundsätzlich höheren Männer-Zeugungsrate. Jetzt kommt der Knackpunkt: Da die moderne Medizin die Männersterblichkeit besonders im Säuglingsstadium, aber auch im Erwachsenen-Alter (Autounfälle, Unfälle bei gefährlichen Arbeiten) herabsetzte sowie gesellschaftliche Bedingungen (fehlende Kriege bzw. Beutezüge, Jagdausflüge) Einfluß nahmen, kam es unter den überlebenden Säuglingen bzw. Männern zu einem verschärften Männerüberschuß.


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