Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Du mußt unterscheiden zwischen Zeugungsrate und Gesellschaftsstruktur

Der Eman(n)ze, Sunday, 25.01.2004, 15:39 (vor 8047 Tagen) @ Jens

Als Antwort auf: Re: totgeschwiegen nicht ganz, aber ni8ct in den geschlechtersiskurs eingebracht von Jens am 25. Januar 2004 13:12:33:

Bei der Zeugungsrate ist der Männerüberschuß wesentlich krasser als bei der Geschlechterstatistik aller (lebenden!) Menschen im Alter von 0 bis 45. Sprich: Wenn Du mit Deiner freundin poppst, ist die Wahrscheinlichkeit viel, viel höher, daß ein Junge gezeugt wird. Nicht zu verwechseln mit der Lebend-Geburtenrate! Zwischen Zeugung und erfolgreicher geburt ist es noch ein weiter, weiter Weg. Dennoch ist auch bei der Geburtenrate die Wahrscheinlichkeit, einen Sohn zu bekommen, noch etwas höher. Trotzdem haben es männliche Neugeborene schwerer. Sie sind häufiger Problemfälle, Frühchen u.s.w. Doch moderne Bedingungen (Medizin, Gesellschaft) machen die Wahrscheinlichkeit, daß ein gezeugtes männliches Leben bis zum Alter von 45 überlebt, wahrscheinlicher.

Anders ausgedrückt: Eigentlich dürften viele der Männer, die durch moderne Medizin, durch fehlende Mammutjagden u.s.w. überlebt haben, gar nicht da sein. Seit hunderttausenden von Jahren war die Männersterblichkeit - vor allem im Säuglingsalter und in jungen Jahren - höher als in den letzten 30-40 Jahren. "Mutter Natur" reagiert auf diese veränderten Bedingungen jedoch sehr träge. Deshalb besteht weiterhin ein so hoher Zeugungsüberschuß bei den Männern.

Die Folge der einerseits konstant bleibenden Zeugungsquote und der andererseits niedrigeren Männersterblichkeit vom Säuglingsalter bis 45 führt zu einer Überkompensation: Im Altersbereich von 0 bis 45 herrscht ein höherer Männerüberschuß als z.B. vor 100 Jahren.

Richtig krass ist die Schieflage im Geschlechterverhältnis aber erst, wenn man die partnersuchenden heterosexuellen Menschen gegenüberstellt.

Während sich das absolute Geschlechterverhältnis in der Größenordnung von z.B. m:w = 11:10 bewegt, haben wir in einem bestimmten Altersbereich (z.B. 18 bis 35) bei den partnersuchenden Menschen ein Verhältnis von m:w = 2:1!


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