Re: Weiter im Interview
Als Antwort auf: Weiter im Interview von Odin am 17. September 2003 19:45:29:
Meyer:
Wir stehen inzwischen vor dem Paradoxon, dass das körperlich schwächere
Weibchen, womöglich noch mit einem Säugling an der Brust, sich zum
Rudelführer aufschwingt und den Schutz der Herde übernimmt. Diese
naturfremde pervertierte Situation hat die psychische Kastration des
Mannes zufolge, die sich natürlich auch körperlich bemerkbar macht.
Pervertierte, naturfremde Situation? Wer ist denn hier wohl krank! Warum ist es keine pervertierte Situation, wenn der Mann der Rudelführer ist. Und was ist das überhaupt für eine Auffassung? Rudelführer? Was sind wir, Wölfe? So ein Schmarrn!
Und was das naturfremde angeht: soll er mir doch bitte mal sagen, woher ER weiß, was natürlich ist, das würde ich doch gerne mal wissen. Wo bleibt denn da die Beachtung der tatsache, dass der Mensch gar nicht wissen *kann* was natürlich ist, weil er alles immer durch seine subjektive menschliche Brille sieht? Nein, also das ist wirklich schwächstens argumentiert.
MattoMatteo:
Wodurch sind die Frauen denn so stark geworden?
Meyer:
Eheliche Zugewinngemeinschaft und Monogamie passen nur zur alten
Rollenteilung. Es war richtig und notwendig, die Frau via Gesetz zu
schützen, da sie ja damals wenige Möglichkeiten hatte, ihre Existenz zu
gewährleisten und zu sichern, geschweige denn sich als Individuum zu
entfalten.
Bitte, das schreibt euch mal hinter die Ohren, wenn ihr schon den ganzen andern Unsinn von dem Typen glaubt, dann bitte sehr auch DAS hier!
Heute verkehrt sich dieser Schutz in ein Machtinstrument, das
die Frau sogar im Rahmen der Legalität nun gegen den Mann einsetzen
kann. Der Mann ist nunmehr häufig zur Anpassung an die Frau gezwungen,
denn im Falle einer Scheidung verliert er so ziemlich alles an die Frau,
wofür er oft jahre- und jahrzehntelang geschuftet hat: Grundstück, Haus,
Wohnung, Einrichtung, und in manchen Fällen ist sogar sein Geschäft oder
seine Firma dadurch existentiell gefährdet.
Und noch ein Aspekt spielt
in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Die Frauen haben gemerkt,
dass sie etwas haben was uns Männern fehlt und was kaum anderweitig
wettgemacht werden kann, weil es natürlich bedingt ist: Das ewig
Weibliche zieht uns an.
Was ist das denn?
Wir sehnen uns so sehr nach der Liebe der Frau,
nach ihrer seelischen Wärme, träumen von ihren erotischen Reizen von
ihren sinnlichen Lippen, ihren tollen Beinen, ihrem schönen Po... Wir
sind überglücklich, und unser Herz freut sich, wenn sie uns mit
Zärtlichkeit verwöhnt und uns ihre Liebe schenkt.
Das soll das ewig Weibliche sein? Sowas kann man sich auch von einem anderen Mann holen. Nebenbei bemerkt kenne ich bestimmt etliche Frauen, auf die diese Beschreibung schonmal äußerlich nicht passt, das ist mal wieder das uralte Idealbild von der Frau. Nicht nur äußerlich, sondern auch ihrem Verhalten dem Mann gegenüber: treusorgend, zärtlich, verwöhnend. Hört sich fast so an, als wäre das die Mama, nach der sich der Mann da sehnt...
Viele Männer erklärten
bei einer Umfrage, die Frauen seien die wichtigste Quelle für
Geborgenheit, Liebe und Glück. Diese Bedürftigkeit des Mannes gesteigert
durch die auf Grund der vorherrschenden Monogamie entstandene
Verknappung von Sexualität und Erotik verleiht der Frau eine ungeheure
Macht.
Das ist das Dumme, dass ihr euch sowas eingeredet habt. Ihr habt eindeutig den Zug vepasst, während sich die meisten Frauen bereits von der Vorstellung gelöst haben, dass zum Glück auf jeden Fall ein Mann gehört, hängt ihr (ausser ferdi natürlich) anscheinend immer noch diesem Ideal nach. Lasst das mal sein, ihr könnt auch ganz gut ohne Frauen leben.
Zu der Verknappung von Sexualität und Erotik: Da lachen ja die Schwarzers, also bitte, unsere Gesellschaft ist durch und durch seuxalisiert! Erotik gibts heute schon in der Fernsehwerbung, und dann sind da immer noch die vielen, vielen Prostituierten, die von Männern, denen Erotik und Sexualität wohl auch zu knapp kommt, besucht werden. Einen Mangel daran gibt es sicherlich nicht.
Und ihre Machtposition wir immer wieder bestätigt und verstärkt,
wenn sie die begehrlichen Blicke sieht, ständig von den Männern
angemacht wird, und wenn sie es sich erlauben kann, Körbe auszuteilen.
Von was für einer Frau redet der eigentlich? Sicherlich nicht von der durchschnittlichen Frau von nebenan. Und Bunnys zählen nicht, das sind keine Prototypen. Und die Frauen, die tatsächlich ständig angemacht werden, sind davon nach einiger Zeit ziemlich angenervt.
Spurt der Ehemann zu Hause trotz seiner geschwächten Position immer noch
nicht, lässt sie durchblicken, dass da noch andere Möglichkeiten für sie
offen stehen.
Du meine Güte, diese Superfrau ist auch noch verheiratet? Nebenbei: Ich frage mich, ob das Gros der Frauen tatsächlich so eine emotionale Erpressung vornehmen würde. Abgesehen mal davon, wenn eine Frau sich anderweitig umzuschauen beginnt, dann doch wohl eher, weil es in der Beziehung kriselt. Warum denn bitte ums Verrecken mit dem einen Mann zusammenbleiben, nur damit der nicht sein geborgenes Zuhause nicht verliert?
MattoMatteo:
Viele Frauen sind ja der Meinung Männer werden nicht mehr gebraucht. Die
neue starke Frau bewältigt ihr Leben, Kinder, Haushalt, Karriere... Und
zur Not holt sie sich ihre Kinder von der Samenbank! Sind wir
überflüssig geworden?
Wenn das echt alles ist, woraus ihre eure Identität zieht - dann ja.
Meyer:Fast alle Erfindungen dieser Welt sind von Männern gemacht worden.
Ohne uns würden die Frauen im Neandertalzeitalter leben, sie müssten
wieder in Höhlen hausen oder auf Bäumen Nistplätze schaffen. Ohne uns
gäbe es weder Telefon noch Fax, noch Computer, es gäbe keine Autos und
kein Flugzeug, es gäbe keinen Kühlschrank und keine Waschmaschine
Wenn es kein Mann erfunden hätte, dann hätte es eine Frau getan - so simpel.
es
gäbe niemanden mehr, der irgendwas reparieren könnte,
Na klar, Frauen sind ja soooo unselbständig, die können nicht mal enen Reifen wechseln...
niemand mehr dem
sie die Schuld für ihr eigenes Versagen in die Schuhe schieben könnte,
Natürlich, andere Frauen z.B. ...
und es gäbe niemand mehr, der sie seelisch auffängt, beruhigt, drückt,
begehrt und für sie durchs Feuer geht.
Für sowas kann man immer noch lesbisch werden - oder man schafft sich einen Hund an.
MattoMatteo:
Was kann ein Mann tun um aus dieser verstrickten Situation, aus diesem
Elend wieder herauszukommen?
Meyer:
1. Er muss sich seiner Stärken bewusst werden, der Stärken des
männlichen Geschlechts schlechthin und seiner eigenen Stärken im Besonderen.
mehr oder weniger richtig ... allerdngs habe ich das gefühl, dass dieses Bewusstsein der eigenen Stärken gleichbedeutend sein wird mit: stärker als die Frau - und zwar überall.
2. Er muss der Frau Grenzen setzen, sonst tanzt sie ihm auf der Nase rum
und ufert mit ihren Forderungen aus. Sie testet zuerst einmal aus, wie
weit sie gehen kann. Wenn der Mann alles zulässt und sich dabei selbst
verleugnet, verliert sie den Respekt vor ihm.
Interessant, dass hier von der Frau, wie von einem Kind geredet wird, das hatten wir doch schonmal alles ...
3. Er sollte sich tausendmal überlegen, unter den derzeitigen
Bedingungen überhaupt noch eine Ehe in Zugewinngemeinschaft einzugehen.
Da bin ich auch dafür.
Die Gefahr im Falle einer Scheidung materiell und finanziell
auszubluten, ist einfach zu groß geworden.
4. Es wäre günstig für ihn, von der Partnerin in Bezug auf Versorgung
und auch sexuell unabhängiger zu werden. Dies kann durch die
Organisation "Essen auf Rädern",
Warum lernt der Schmockes nicht einfach selber kochen?
durch Einstellung einer
Hausangestellten oder durch eine Zweitfrau geschehen.
Aha, also anstatt die ganze Drecksarbeit selber zu erledigen, wieder mal ne Frau damit beauftragen, also DAS ist echt schwach - mal abgesehen davon, dass dadurch die (angebliche) Abhängigkeit von der Frau, nur auf andere Frauen verlagert wird ... und wenn die dann mal streiken ...
Auf diese Weise
ist er auf Grund von Hunger oder sexuellem Notstand nicht mehr
manipulierbar.
Oh doch: die Frauen bei "Essen auf Rädern" streiken, weil sie mehr verdienen wollen - zack. Die Zweitfrau wird hinterhältigerweise schwanger oder will nicht mehr nur Zweitfrau sein - zack. Die Putzhilfe wird schwanger und muss in Erziehungsurlaub - zack. Wenn Männer tatsächlich selbständiger und unabhängiger werden wollen, so sollten sie ganz einfach lernen, ihren ganzen Kram, vom Toilettenputz bis zur Steak braten, mal alleine hinzubekommen, anstatt die Bequemlichkeit weiter fortzusetzen, indem man sich einfach nur Ersatzfrauen sucht. Sonst bleibt doch lieber gleich bei Mami wohnen.
Falls er mit der Frau zusammenlebt, kann er ihr
Vorschläge machen, wie sie etwa bei der Kindererziehung durch ein
Tagesmuttermodell oder durch effiziente Organisation des Haushalts
entlastet werden könnte.
Worauf die Frau von alleine ja niemals kommen würde ...
5. Ein Sprichwort sagt: Willst du was gelten, mache dich selten. Er darf
sich auf keinen Fall mit ihr in Alltagsrivalitäten verlieren, sondern
sollte auf alle Fälle schauen, dass er einen eigenen Weg geht und eigene
Ziele anpeilt. Wenn es ihm gelingt, das richtige Maß von Nähe und
Distanz zu finden, kann er mit positiven Rückmeldungen des Schicksals
rechen.
Das sollte eh immer gelten, wieso kommen Männer erst jetzt auf sowas?
Fazit: so wird das nichts mit der Selbständigkeit, entweder totale Selbständigkeit, dann aber bitte auch wirklich richtig, und nicht nur diese halben Sacen da mit Putzfrau und "Essen auf Rädern" ... oder ganz einfach akzeptieren, dass man in einer Beziehung *immer* ein gewisses Maß an Abhängigkeit hat - da kommt weder Mann noch Frau drumherum.
Best wishes, Xenia
gesamter Thread:
- Weiter im Interview -
Odin,
17.09.2003, 22:45
- Re: Weiter im Interview -
Ferdi,
17.09.2003, 23:54
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Manfred,
18.09.2003, 01:17
- Re: Weiter im Interview - Nick, 18.09.2003, 01:30
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Frank,
18.09.2003, 11:43
- Re: Weiter im Interview -
Ferdi,
18.09.2003, 12:13
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Garfield,
18.09.2003, 14:21
- Re: Weiter im Interview - Joseph S, 20.09.2003, 17:04
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Garfield,
18.09.2003, 14:21
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Ferdi,
18.09.2003, 12:13
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Manfred,
18.09.2003, 01:17
- Respekt - pit b., 18.09.2003, 23:44
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Xenia,
19.09.2003, 15:11
- Re: Weiter im Interview -
Simon,
19.09.2003, 17:22
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Xenia,
25.09.2003, 17:22
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Simon,
25.09.2003, 20:26
- Re: Weiter im Interview - Xenia, 25.09.2003, 21:21
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Simon,
25.09.2003, 20:26
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Xenia,
25.09.2003, 17:22
- Re: Weiter im Interview - gaehn, 19.09.2003, 22:11
- @Holger -
Xenia,
20.09.2003, 17:31
- Re: @Holger -
Jörg ,
20.09.2003, 23:04
- Re: @Holger - Xenia, 21.09.2003, 00:26
- Re: @Holger -
Jörg ,
20.09.2003, 23:04
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Simon,
19.09.2003, 17:22
- Re: Weiter im Interview - Joseph S, 20.09.2003, 00:25
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Ferdi,
17.09.2003, 23:54