Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Weiter im Interview

Odin, Wednesday, 17.09.2003, 22:45 (vor 8176 Tagen)

Ich hatte am 18.8. bereits einen Teil des Interviews von MattoMatteo mit dem Psychologen Hermann Meyer gepostet. Hier nun der zweite Teil:

MattoMatteo:
Nach den neuesten Statistiken leiden verdammt viele Männer (mich noch
ausgeschlossen) an Potenzstörungen. Was ist los mit den Männern? Sind
wir völlig fertig?

Meyer:
Wir stehen inzwischen vor dem Paradoxon, dass das körperlich schwächere
Weibchen, womöglich noch mit einem Säugling an der Brust, sich zum
Rudelführer aufschwingt und den Schutz der Herde übernimmt. Diese
naturfremde pervertierte Situation hat die psychische Kastration des
Mannes zufolge, die sich natürlich auch körperlich bemerkbar macht.

MattoMatteo:
Wodurch sind die Frauen denn so stark geworden?

Meyer:
Eheliche Zugewinngemeinschaft und Monogamie passen nur zur alten
Rollenteilung. Es war richtig und notwendig, die Frau via Gesetz zu
schützen, da sie ja damals wenige Möglichkeiten hatte, ihre Existenz zu
gewährleisten und zu sichern, geschweige denn sich als Individuum zu
entfalten. Heute verkehrt sich dieser Schutz in ein Machtinstrument, das
die Frau sogar im Rahmen der Legalität nun gegen den Mann einsetzen
kann. Der Mann ist nunmehr häufig zur Anpassung an die Frau gezwungen,
denn im Falle einer Scheidung verliert er so ziemlich alles an die Frau,
wofür er oft jahre- und jahrzehntelang geschuftet hat: Grundstück, Haus,
Wohnung, Einrichtung, und in manchen Fällen ist sogar sein Geschäft oder
seine Firma dadurch existentiell gefährdet. Und noch ein Aspekt spielt
in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Die Frauen haben gemerkt,
dass sie etwas haben was uns Männern fehlt und was kaum anderweitig
wettgemacht werden kann, weil es natürlich bedingt ist: Das ewig
Weibliche zieht uns an. Wir sehnen uns so sehr nach der Liebe der Frau,
nach ihrer seelischen Wärme, träumen von ihren erotischen Reizen von
ihren sinnlichen Lippen, ihren tollen Beinen, ihrem schönen Po... Wir
sind überglücklich, und unser Herz freut sich, wenn sie uns mit
Zärtlichkeit verwöhnt und uns ihre Liebe schenkt. Viele Männer erklärten
bei einer Umfrage, die Frauen seien die wichtigste Quelle für
Geborgenheit, Liebe und Glück. Diese Bedürftigkeit des Mannes gesteigert
durch die auf Grund der vorherrschenden Monogamie entstandene
Verknappung von Sexualität und Erotik verleiht der Frau eine ungeheure
Macht. Und ihre Machtposition wir immer wieder bestätigt und verstärkt,
wenn sie die begehrlichen Blicke sieht, ständig von den Männern
angemacht wird, und wenn sie es sich erlauben kann, Körbe auszuteilen.
Spurt der Ehemann zu Hause trotz seiner geschwächten Position immer noch
nicht, lässt sie durchblicken, dass da noch andere Möglichkeiten für sie
offen stehen.

MattoMatteo:
Viele Frauen sind ja der Meinung Männer werden nicht mehr gebraucht. Die
neue starke Frau bewältigt ihr Leben, Kinder, Haushalt, Karriere... Und
zur Not holt sie sich ihre Kinder von der Samenbank! Sind wir
überflüssig geworden?

Meyer:Fast alle Erfindungen dieser Welt sind von Männern gemacht worden.
Ohne uns würden die Frauen im Neandertalzeitalter leben, sie müssten
wieder in Höhlen hausen oder auf Bäumen Nistplätze schaffen. Ohne uns
gäbe es weder Telefon noch Fax, noch Computer, es gäbe keine Autos und
kein Flugzeug, es gäbe keinen Kühlschrank und keine Waschmaschine es
gäbe niemanden mehr, der irgendwas reparieren könnte, niemand mehr dem
sie die Schuld für ihr eigenes Versagen in die Schuhe schieben könnte,
und es gäbe niemand mehr, der sie seelisch auffängt, beruhigt, drückt,
begehrt und für sie durchs Feuer geht.

MattoMatteo:
Was kann ein Mann tun um aus dieser verstrickten Situation, aus diesem
Elend wieder herauszukommen?

Meyer:
1. Er muss sich seiner Stärken bewusst werden, der Stärken des
männlichen Geschlechts schlechthin und seiner eigenen Stärken im Besonderen.
2. Er muss der Frau Grenzen setzen, sonst tanzt sie ihm auf der Nase rum
und ufert mit ihren Forderungen aus. Sie testet zuerst einmal aus, wie
weit sie gehen kann. Wenn der Mann alles zulässt und sich dabei selbst
verleugnet, verliert sie den Respekt vor ihm.
3. Er sollte sich tausendmal überlegen, unter den derzeitigen
Bedingungen überhaupt noch eine Ehe in Zugewinngemeinschaft einzugehen.
Die Gefahr im Falle einer Scheidung materiell und finanziell
auszubluten, ist einfach zu groß geworden.
4. Es wäre günstig für ihn, von der Partnerin in Bezug auf Versorgung
und auch sexuell unabhängiger zu werden. Dies kann durch die
Organisation "Essen auf Rädern", durch Einstellung einer
Hausangestellten oder durch eine Zweitfrau geschehen. Auf diese Weise
ist er auf Grund von Hunger oder sexuellem Notstand nicht mehr
manipulierbar. Falls er mit der Frau zusammenlebt, kann er ihr
Vorschläge machen, wie sie etwa bei der Kindererziehung durch ein
Tagesmuttermodell oder durch effiziente Organisation des Haushalts
entlastet werden könnte.
5. Ein Sprichwort sagt: Willst du was gelten, mache dich selten. Er darf
sich auf keinen Fall mit ihr in Alltagsrivalitäten verlieren, sondern
sollte auf alle Fälle schauen, dass er einen eigenen Weg geht und eigene
Ziele anpeilt. Wenn es ihm gelingt, das richtige Maß von Nähe und
Distanz zu finden, kann er mit positiven Rückmeldungen des Schicksals
rechen.


gesamter Thread:

 

powered by my little forum