Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Spitzbube

Bruno, Monday, 28.07.2003, 16:44 (vor 8227 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: Spitzbube von Jolanda am 28. Juli 2003 13:25:25:

Hallo Jolanda,

Was müssste sich denn deiner Meinung nach ändern, dass Männer vermehrt Berufe wie Erzieher, Kindergärtner und Lehrer in den Primarklassen wählen würden?!

du hast zwar nicht mich gefragt, aber es müsste sich meiner Meinung nach ändern, dass halbe Chancengleichheitspolitik betrieben wird. Einserseits wird die Integration von Frauen in Technikberufe gefördert, andererseits bleiben die Frauenpolitikerinen auf den Frauendomänen sitzen wie eine Glucke auf dem Nest. Es gibt unzählige Fördermaßnahmen, um Frauen in Ingenieurstudiengänge zu drängen, um Frauen in Verwaltungsbehörden zu drägen usw. Etwas ähnlich vergleichbares gibt es umgekeht nicht. Da lässt man die Jungen im Stich und lässt sie lieber in die Massenarbeitslosigkeit abwandern um ja die Frauenquote nicht zu gefährden.

Aber eine echte Chancengleichheitpolitik kann es nur dann sein, wenn man das Rollenverständnis und ie damit verbundenen Rollenprivilegien der Männer und die der Frauen aufbricht. Davon ist man noch meilenweit entfernt. Sieh den Gender Mainstreaming-Ansatz. Dieser beruht auf der Erkenntnis, dass Frauen und Männer anders denken und andere Sichtweisen haben. Keine besseren, keine schlechteren, aber andere.

Und jetzt sieh dir die Gleichstellungsgremien in der Politik in den Ministerien an. Vollkommen frauendominiert. Somit ist der Gender Mainsreaming Ansatz schon in seinem Ansatz ad absurdum geführt.

Man will die Wahlfreiheit für Frauen: Kind oder Karriere. Aber nur für Frauen. Die Männer, respektive die Väter, sollen das nehmen, was die Frau übrig lässt. So sieht sie aus, die Chancengleichheitspolitik in Deutschland des Jahres 2003.

Gruß

Bruno


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