Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Ausgezeichnet Nick, ausgezeichnet! n/t

Damian, Wednesday, 09.04.2003, 17:38 (vor 8337 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Krieg soll man weise führen, ohne Gewalt, leise - aber mit dem Willen zum Sieg! von Nick am 09. April 2003 08:24:00:

Lieber Arne,
ganz herzlichen Glückwunsch! Auch zum persönlichen Erfolg! Und v.a. Dank für Deine bewundernswerte Beharrlichkeit, mit der Du an der Sache dran geblieben bist. Höchster Respekt und Chapeau! Meide jetzt jede Selbstgefälligkeit. Denn der deutlich härtere Teil liegt noch vor dir. Aber das wirst du selbst bereits wissen.
Eine Bitte an die wünschenswert zahlreichen Leserbriefschreiber [und -Innen(!) :-)], zu welch Ersteren natürlich auch ich gehöre: nehmt die Sache sehr ernst! Es gilt wirklich, diese Bresche jetzt zu nutzen. Wenn die Truppen jetzt diszipliniert durchmaschieren, wenn die Reiterei vorprescht und die Flanken mit nach vorne rücken, dann kann die Gender-Welt in wenigen Monaten sehr anders aussehen, als jetzt. Das ist nämlich jetzt nicht ein erreichter Zustand, sondern nur eine günstige Lage, die aber vergeht, wenn sie nicht jetzt kompromißlos genutzt wird.
Ja klar! Lobt den FOCUS! Egal, wie ihr ihn sonst persönlich findet, das ist doch wohl völlig wurscht. Er ist das Nachrichtenmagazin in Deutschland, neben dem SPIEGEL.
Rein garnichts spricht aber dagegen, z.B. auch an den SPIEGEL, die ZEIT, die WELT, TAGESSPIEGEL, SZ, WAZ, FAZ, FR etc., aber auch eure lokalen Blättchen, sowie TV-Sender, Deutschlandfunk, Deutschlandradio, regionale Nachrichten- und Kultursender etc. zu schreiben, mit der kurzen(!) Frage, warum ein solch eminent wichtiges / gesellschaftlich bedeutendes / merkwürdigerweise bisher tabuisiertes... (blablabla: benutzt eigene Adjektive!) Thema, wie jetzt im FOCUS, eigentlich noch nie bei Ihnen erschienen ist / behandelt / aufgegriffen wurde... Wo man es doch in ("seinem" :-)) "xyz" viel eher erwartet hätte [*sehrdezentrumschleim*]!
Ganz wichtig, vor allem jetzt zu Beginn: Arnes Hinweis auf Kürze (noch viel kürzer ist besser als kurz!). BITTE(!) keinerlei Geschwafel, keine Empörung, kein Schimpfen oder gar etwa jammernde, schwülstige Betroffenheitsarien! Natürlich erst recht keinen Triumphalismus, dazu gibt es gar keinen Grund. Das wäre das Schädlichste überhaupt.
Jetzt muß ganz kühl und diszipliniert Wirbel in die Redaktionsstuben und in die Verlage gebracht werden! Nicht in 2-3 Wochen, sondern jetzt! Und dieser Wirbel hängt von der Masse ab. Von nichts sonst! Denn das Thema ist gesetzt. Einfach genügend Blätter in den Druckerschacht packen. Die Unterschrift ist ja keine so große Arbeit. Ich halte Briefe für seriöser, "physischer", man kann und soll aber auch zusätzlich mailen, und wenn man mehrere Mailaddis hat, dann benutzt man jede, aber natürlich nicht zur selben Zeit. Nach einigen Wochen, spätestens 2-3 Monaten, sollte man Bezug nehmend auf sein Schreiben erstmals nachfragen, ob schon was Konkretes geplant ist, Meinungen dazu abgeben, eventuelle Beiträge lobend kommentieren, Nachfragen stellen etc. Das ist von entscheidender Wichtigkeit! Vermutlich haben sich dann zwischenzeitlich bereits diverse weitere Anknüpfungspunkte ergeben: neue Publikationen, Artikel, Sendungen, Rezensionen... auf die man sich beziehen kann. Sehr wichtig: Arte! Sehen nicht Millionen, setzt aber langfristige Kulturlinien und "befähigt zum Salon" mit seinen Themenabenden. 3Sat natürlich, v.a. "Kulturzeit!". In Deutschland Phönix. Das sind Bastionen, in denen der Zeitgeist geformt wird, auch wenn's die Masse nicht sieht.
Auch bei Verlagen soll man nachfragen, ob sie denn keine Bücher zu diesem wichtigen Thema haben (Bezug: FOCUS! Das Thema ist gesetzt!); oder warum sie hauptsächlich Frauenliteratur zur Geschlechterdebatte führen. Aber ohne jede Polemik! Also nicht so: "...oder haben Sie etwa wieder mal nur diese femyschistische Schundliteratur, wie wir das ja sowieso schon hinlänglich gewohnt sind in dieser total femyschistischen WRD..." Keine paranoide Aria perpetua à la Thommy in seinen dunkelsten Tagen, bitte! Bloß nicht! Ein so'n blähsüchtiger Schwulstschinken vernichtet die Wirkung von mindestens 1000 neutralen, sachlichen, höflichen Briefen. Wer sich das nicht verkneifen kann, der schreibt jetzt besser erstmal gar nichts, bitte!
Es sollten auch unsere schweizerischen LeserInnen bei ihrer Eidgenössischen Presse, SFR etc. mal kurz nachfragen, warum dazu eigentlich noch nix bei Ihnen erschienen ist... zwinker...:-). [Und warum die Kühe lila sind: das ist nämlich femyschistisch :-)] - Gleiches gilt natürlich für die "Habsburgischen Lande". Und wer francophon ist, der mag sich ruhig mal an Liberation, Le Monde, Le Figaro etc. wenden: "Warum bloß in Deutschland und in Israel?" Ja, warum eigentlich? :-) Dito italienisch, spanisch, britisch, skandinavisch... etc., jeder nach seinen Gegebenheiten, Kenntnissen(!) und Möglichkeiten. Wer Connection nach Israel hat, der sollte dort die deutsche Debatte bekannt machen, wie auch Gleiches in die Gegenrichtung gilt!
Speist die Anregung zu einer solchen Kampagne in alle Männernetze, in denen ihr verwoben seid. Denn das Thema ist jetzt gesetzt! "Warum ist das eigentlich hier noch kein Thema gewesen, in Ihrem Blatt, in Ihrem Sender? Dort und dort wurde schon was Ausgezeichnetes dazu gebracht. Aus meiner persönlichen Erfahrung / meinem Umfeld weiß ich, daß es sehr viele Männer umtreibt / bewegt / nicht etwa ein reines Männerthema ist / auch Frauen bedrückt und ihnen nicht etwa wurscht ist / bei mir und meinen Kollegen / Freunden / Partnerin sehr oft Gesprächsthema ist..." Wenn ihr inhaltlich etwas konkreter werdet, dann bezieht euch auf Arne oder auf van Creveld, abwechselnd, das mischt sich im Endergebnis zu einer breiteren Gesamtwirkung.
Wir leben in einer Medienwelt. Nicht nur - aber jetzt reden wir halt mal gerade über diesen Aspekt. In der zählen ausschließlich Quote, Masse, Statistik... Unterschätzt das nicht in seiner Bedeutung! Die schreiben haargenau das, was gelesen wird - mithin Knete bringt. Keine angeblich "feministisch geprägte Redaktion" kann ihre Verleger auf Dauer dazu bringen, auf die Knete zu verzichten!
Sagen wir ihnen also, daß wir es lesen wollen! Daß wir es hören wollen! Daß wir es sehen wollen!
Aber diplomatisch, indirekt, durch die Blume :-)
Und gnadenlos hartnäckig!
Denn: "It's a man's world!" D.h. eine Menschenwelt, keine MenschInnen-Welt!
Eine Welt! Für freie Männer und freie Frauen, ohne ideologische Lügen.
Und in der haben lila Gespenster auf die Dauer keine Existenz.
Denn wenn es hell wird sieht man, daß es bloß ein alter Besenstiel mit einem modrigen, leeren "Umhang" war :-))
Meint der Nick
Hinweis an die mitlesenden Feministinnen: ihr dürft das hier gerne kopieren und als dringende Eilmeldung und Warnung an all die genannten Stellen senden - daß sich nämlich jetzt irgendwelche obskuren Männer (bitte ganz besonders pejorative Adjektive verwenden!) verabredet haben, die Medien zu täuschen, sie zu unterwandern, oder so ähnlich, um ein Interesse vorzugaukeln, welches in Wahrheit überhaupt gar nicht existiert. Ich weiß ja aus Erfahrung, daß ihr in eurer ideologischen Borniertheit dankenswerter Weise auf solch einfältige Ideen kommt. Und vergeßt bitte nicht, auf Arnes ganz besonders zweifehaften Ruf und auf seine Drittklassigkeit zu verweisen.
Tut es bitte, es hilft uns sehr. Danke!
Und wenn ihr es nicht tut, schadet es auch nichts.


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