Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Och Ferdi!

Alex, Monday, 31.03.2003, 23:59 (vor 8345 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Och Ferdi! von Odin am 31. März 2003 18:23:27:

Hallöchen Odin :-)

teilweise richtig, was Du schreibst. Die große Verwirrung entsteht aber besonders bei Leuten, die uninformiert alles "psychologische" in einen Topf schmeißen.
[quote]Was Du beschreibst ist die "Grundlagenforschung" - ein großes Gebiet der Psychologie.
Das zweite große Gebiet ist die angewandte Psychologie. Die ist eben so "exakt", wie der "Gegenstand", mit dem sie arbeitet: Nämlich der Mensch! Diese angewandte Psychologie arbeitet aber eben mit dem Wissen der Grundlagenforschung und versucht sie, im Arbeitsfeld anzuwenden - wohl wissend, daß jeder Mensch anders ist und was bei dem einen funktioniert, haut bei dem andern überhaupt nicht hin.
[/quote]

Genau so war das gemeint, ja. Um zu vermeiden, dass alles in einen Topf wandert, habe ich auch die "exakten" Anteile gezeigt.
Wenn ich auf mathematischem Wege ermittelt habe, dass 73% aller Frauen der genannten Gruppe ein spezielles Symptom zeigen, weiß ich natürlich bei einem Menschen der ganz konkret vor mir sitzt nun nicht, ob dieser zu den 73% oder den verbleibenden 27% gehört... ganz klar....

Ein großes Problem, das ich auch sehe, ist, dass viele Psychologen fortbildungsunwillig sind. Das bedeutet, dass die Grundlagenforschung, die ja in den Ergebnissen doch exakt zu nennen ist, an den praktizierenden psychologischen Psychotherapeuten nur spärlich vordringt.

Absolut gar nicht damit zu tun hat aber eine "Psychoanalyse" oder "Psychotherapie". Dazu mußt Du gar nicht Psychologie studieren, daß ist eine ganz andere Form der Ausbildung.

Kann, muß aber nicht.

Der Psychologie die Wissenschaftlichkeit abzusprechen ist genauso, als würdest Du der Rechtswissenschaft (beweise mir die Allgemeingültigkeit rechtlicher Normen!), der Geschichtsforschung (beweise mir mal, daß Julius Cäsar gelebt hat)... die Wissenschaftlichkeit absprechen - Ja, was würde denn dann überhaupt noch als "Wissenschaftlich" übrigbleiben?

Z!

Ein anderer Punkt ist, die eigene Betroffenheit aus seinem "Fall" herauszuhalten. Das ist aber oft noch nicht mal verlangt, ja noch nicht mal erwünscht

Huch! Erwünscht allerdings schon! Wenn meine Diagnose eine Selbstprojektion ist, dann gute Nacht. Gutes Beispiel ist ADS... deswegen verbietet sich hier auch eine Selbsdiagnose... da bist Du völlig aufgeschmissen dann.

- außer eben bei gerichtlichen Gutachten. Aber dann ist es eine Sache der Professionalität (und damit auch der Ausbildung und Supervision - also auch eine Geldfrage) und betrifft z.B. auch den Richter.

Um eine Aprobation zu bekommen, ist einiges an Supervision Pflicht... ansonsten hat sichs was mit abrechnen über die KV....
Und wer zahlt heute schon selbst eine Therapie? Davon zu leben ist nicht einfach. Es sei denn, Du bist "in" in der High-Society.

Liebe Grüße

Alex


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