Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Och Ferdi!

Odin, Monday, 31.03.2003, 21:23 (vor 8345 Tagen) @ Alex

Als Antwort auf: Re: Och Ferdi! von Alex am 30. März 2003 15:54:48:

Hallo,
teilweise richtig, was Du schreibst. Die große Verwirrung entsteht aber besonders bei Leuten, die uninformiert alles "psychologische" in einen Topf schmeißen.
Was Du beschreibst ist die "Grundlagenforschung" - ein großes Gebiet der Psychologie.
Das zweite große Gebiet ist die angewandte Psychologie. Die ist eben so "exakt", wie der "Gegenstand", mit dem sie arbeitet: Nämlich der Mensch! Diese angewandte Psychologie arbeitet aber eben mit dem Wissen der Grundlagenforschung und versucht sie, im Arbeitsfeld anzuwenden - wohl wissend, daß jeder Mensch anders ist und was bei dem einen funktioniert, haut bei dem andern überhaupt nicht hin.

Absolut gar nicht damit zu tun hat aber eine "Psychoanalyse" oder "Psychotherapie". Dazu mußt Du gar nicht Psychologie studieren, daß ist eine ganz andere Form der Ausbildung.

Der Psychologie die Wissenschaftlichkeit abzusprechen ist genauso, als würdest Du der Rechtswissenschaft (beweise mir die Allgemeingültigkeit rechtlicher Normen!), der Geschichtsforschung (beweise mir mal, daß Julius Cäsar gelebt hat)... die Wissenschaftlichkeit absprechen - Ja, was würde denn dann überhaupt noch als "Wissenschaftlich" übrigbleiben?

Ein anderer Punkt ist, die eigene Betroffenheit aus seinem "Fall" herauszuhalten. Das ist aber oft noch nicht mal verlangt, ja noch nicht mal erwünscht - außer eben bei gerichtlichen Gutachten. Aber dann ist es eine Sache der Professionalität (und damit auch der Ausbildung und Supervision - also auch eine Geldfrage) und betrifft z.B. auch den Richter.

Odin


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