Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Väter ohne Trauschein kämpfen um Sorgerecht (Artikel)

Jolanda, Wednesday, 20.11.2002, 00:27 (vor 8477 Tagen) @ Norbert

Als Antwort auf: Re: Väter ohne Trauschein kämpfen um Sorgerecht (Artikel) von Norbert am 19. November 2002 20:06:43:

Hi Norbert

Genau das meine ich, ich habe nämlich auch so einen Freund.

Seine Frau ist übrigens Phillipinin, ich habe in meinem Umfeld viele Bekannte, die mit einer Ausländerin à la Links von reishi verheiratet sind. Die meisten fallen früher oder später auf die Fresse.

Hier musst du entweder im Land dieser Frauen leben oder du musst dich auch vorher schriftlich so gut es geht absichern. Hier ist es noch viel krasser.

Diese Frauen sind noch viel härter, wenn es um das Geld geht und vor allem auch wenn es um die Kinder geht! Darum kann ich die Artikel von reishi in dieser Beziehung nicht ernst nehmen, ich empfinde sie als Selbstbetrug, ausser man sichert sich auch dort gut ab!

Nun, auf jedenfall, mein Freund war auch verheiratet, nicht mal ganz fünf Jahre, dann hat sie die Kinder gepackt und ist 120 km weit weg gezogen. Mein Freund kann nun alle vierzehn Tage am Samstag um 13.00 Uhr seinen Sohn holen und muss ihn am Sonntag um 18.00 Uhr wieder zurückbringen. Dafür fährt er zwischen 6 und 8 Stunden Auto, er muss da eine sehr verkehrsreiche Strecke fahen, wo auch oft Staus sind.

Bezahlen muss er das alles selbst und kann das nirgendwo abziehen. Seine Ex brachte ein dreijähriges Mädchen in die Ehe, ich bin Patin von diesem Mächen. Mein Freund hatte ein sehr inniges und gutes Verhältnis zu dem Mädchen, für ihn war das seine Tochter und sie nannte ihn auch Papa, da die Mutter nie mehr Kontakt mit dem Kindsvater hatte, er ist Mexikaner und lebt in den USA, war dies für das Kind ein Glücksfall.

Ich habe selten einen so pflichtbewussten und gutmütigen Menschen getroffen. Er war immer ein verständnisvoller Ehemann, seine junge Frau durfte viel unternehmen. Er hat oft die Kinder übernommen und sie durfte ausgehen. Er wollte sie nicht einsperren, sagte immer, Liebe basiert auf Respekt und Toleranz.

Auf jedenfall durfte er dieses Mädchen, die Tochter seiner Frau und für ihn auch seine Tochter, von einem moment auf den anderen nicht mehr sehen. Nur noch seinen leiblichen Sohn.

Und weisst du, was daran auch so tragisch ist, die Mutter hatte bereits einen neuen Freund, einen Italiener und der ist für all das mitverantwortlich. Er hat seitenlange Anklagen an den Anwalt und das Gericht verfasst und meinen Freund nur schlecht gemacht und er wollte auch, dass mein Freund viel bezahlen muss und er war auch der, der auf keinen Fall wollte, dass da noch regelmässiger Kontakt zu den Kindern besteht. Am liebsten wäre ihm gewesen, wenn man ihm den Sohn auch nicht mehr gegeben hätte.

Er wurde so krass in seinen Vorwüfen und Forderungen, dass sein eigener Anwalt sich beim Anwalt meines Freundes dafür entschuldigt hat.

Ich war dann einmal bei dem Anwalt von meinem Freund, ich sagte ihm, ich möchte gerne einmal mitkommen und seinem Anwalt sagen, was hier so Sache ist und dass er ja sein Bestes geben soll, damit zumindest noch ein kleines bisschen Gerechtigkeit zustande kommt.

Wir haben uns dann auch lange unterhalten und er hat uns angeraten eine Beirätin beizuziehen, also eine zu Verlangen, wegen den Kindern. Dies wurde uns dann gewährt. Was der Ex gar nicht gefiel.

Und beim Scheidungsurteil, wurde eigentlich alles zu seinen Gunsten korrigiert. Das Gericht beschloss, dass er seinen Sohn ab dem moment, wo er zur Schule geht, schon am Freitagabend holen darf und ihn bis Sonntag behalten. Er musste auch weniger bezahlen als sie gefordert hatte.

Aber das Mädchen durfte er nie mehr sehen, wenn er in Urlaub gehen will mit seinem Sohn, dann muss er auch ein schriftliches Gesuch stellen an die Mutter und er darf nicht mal die Wohnung betreten, wenn er seinen Sohn abholt, er wird ihm im Korridor vor der Türe übergeben.

Ich habe erlebt, wie es einem Vater gehen kann, einem Vater, der sich nichts hat zu Schulden kommen lassen. Der sich immer korrekt verhalten hat, seine Kinder abgöttisch geliebt hat, einfach ein wirklich guter Mensch ist.

Er kann lernen, damit klar zu kommen, dass seine Frau ihm davongelaufen ist, dass er nun dafür bezahlen muss, aber dass man ihn so einschränkt in Bezug auf sein Allerliebstes, seinen Sohn, das kann er nicht lernen, weil man so etwas nicht lernen kann, weil das immer weh tut.

Und dass ist nicht richtig, das ist alles andere als das Beste für das Kind. Ich finde schon, dass man in solchen Situationen, die Mutter auch dazu verpflichten können sollte, dass sie gewisse Umgangsregeln einhalten muss, egal, ob ihr das passt oder nicht.

Ich sehe nicht ein, warum ein Vater aufeinmal das Recht verlieren sollte, sein Kind zu sehen. Egal was sich zwischen den Eltern abspielen mag, solange das Wohl des Kindes nicht gefährdet ist, hat kein Elternteil das Recht dem anderen den Umgang mit seinen eigenen Kindern zu verbieten.

Ich empfinde diese Forderung einfach....wie soll ich sagen, ich kann das nicht verstehen.

Ich würde das nur gelten lassen, wenn dem Kind "Gewalt" angetan würde vom Vater, das gilt aber auch, wenn die Mutter dem Kind "Gewalt" antut.

Ansonsten sehe ich keinen Grund, warum ein Vater sein Kind nicht sehen soll, auch wenn Mama und Papa nicht mehr zusammen leben.

Es geht hier auch nicht darum, dass es Männer gibt, die sich nicht kümmern, wo die Frauen froh wären, wenn sie es täten. Ich kenne auch so einen Fall...auch das ist schlimm.

Nur gibt das niemandem das Recht, einem Vater den Umgang mit seinem Kind zu verweigern, dem das eben sehr wichtig ist.

Ich bin Mutter, ich muss mir nur vorstellen, wie ich mich fühlen würde, wenn man mir die Kinder aufeinmal wegnehmen würde, wenn man mir sagen würde, ich würde den Kindern nicht gut tun.

Wenn nicht ich und die Kinder bestimmen könnten, dass wir uns sehen möchten, sonder nur alleine der Vater.

Das ist doch der Horror. Ich habe meinen Freund hier erlebt, wie er am Tisch sass und gezittert hat, war ein Dauerzustand. Ich wünsche das niemandem...echt niemandem!

Also bin ich der Meinung, hier muss einiges ändern, die heutigen Scheidungsgesetze sind untauglich, tut mir leid, aber ist meine Meinung.

Ein Gesetz, das so von der Willkür der Mutter abhängig ist, das kann nie gerecht sein. Denn beschliessen kann ein Gericht viel, es durchzusetzen, ist oft ganz schön schwer, und die Ex hat viele Möglichkeiten, dich einfach immer wieder auflaufen zu lassen, ohne dass du viel tun kannst. Ausser du gehst auf Frontalangriff und wehrst dich stetig und vehement.
Ich sehe da viel Handlungsbedarf!

Es grüsst dich
Jolanda


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