Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Forenkultur weiterentwickeln?

Flint ⌂, Saturday, 05.09.2009, 13:49 (vor 5402 Tagen)
bearbeitet von Flint, Saturday, 05.09.2009, 14:04

Stelle seit langer Zeit fest, daß die Diskussion über Themen unter einem lächerlichen Umstand leidet (krankt, darbt), einem Umstand der unser nicht würdig ist: Hier (und in anderen Foren) scheint es allzuoft eine Maxime (oder Marotte) zu sein, daß es wichtiger ist, WER etwas schreibt als das, WAS jemand schreibt. Was ist das für ein lächerlicher, weibischer Standpunkt?

Ich schlage deshalb vor, sich folgende Lösung zu überlegen (bzw. eine Diskussion darüber): Strangweise statt mit Benutzernamen, mit Nummern Beiträge zu posten. Die Nummern sollten (automatisch?) ständig wechseln, so daß es völlig wurscht ist, WER etwas schreibt und es nur noch darauf ankommt, WAS geschrieben wird.

Ich schreibe diesen Beitrag provokativ als Flint. So können nun z.B. alle diejenigen die aus irgendwelchen Gründen ihr Lagerdenken frönen, NICHT antworten, WEIL Flint es geschrieben hat.

Solange wir hier die Forenkultur nicht weiterentwickeln, sind die Erfolge im Kampf gegen den Feminismus auf dieser Ebene blockierter als sie sein müßten.
Natürlich hat alles Vor- und Nachteile. Wenn die Möglichkeiten der (teils narzistischen?) Profilierungstrieb-Befriedigung eingeschränkt werden oder wegfallen, werden sich Einige vielleicht nicht mehr motiviert genug fühlen, zu Themen etwas zu sagen. Die Frage ist dann aber, um was geht es solchen Schreibern dann überhaupt und brauchen wir deren Beiträge unbedingt?

Es geht um die Sache, nicht um persönliche Eitelkeiten und kleinliche Rang- und Grabenkämpfe oder Lagerverhalten.

Noch ein Punkt, der meiner Meinung nach, verbessert gehörte: Eine Kultur der Bestätigung guter Beiträge.
Wie oft kommt es vor, daß eine Bestätigung fehlt. Jemand schreibt einen sehr die Wahrheit treffenden, wertvollen Beitrag. Antwort und Bestätigung: NULL!
Da gehört meiner Meinung nach eine Bestätigung dazu, etwa wie: "Guter Beitrag". Es ist sonst so, wie wenn jemand etwas Gutes macht, eine gute Leistung bringt und es wird mit keinem Wort gewürdigt.Was passiert, wenn dies immer wieder vorkommt? Derjenige verliert vielleicht an Lust und fragt sich zeitweise ob sich die Mühen überhaupt lohnen, ob er überhaupt verstanden wird usw. Ich will nicht wissen, wie viele schon dadurch ausgetrocknet sind (oder in der Luft verhungert) und irgendwann weggegangen sind. Man blutet aus, wird mit der Zeit schwächer und schmeißt irgendwann "den Scheiß" hin.
Es ist bekannt, daß das, was man bestätigt, stärker wird. Schreibt ein Kind aufgrund guter Leistungen 5x eine gute Note und aufgrund schlechter Leistungen 5x schlechte Noten, sollte man die 5x gute Leistung durch Lob angemessen bestätigen. Auf den 5x schlechte Leistung eher nicht so oft und nachdrücklich drauf rumreiten.
Macht jemand 100 Sachen falsch und 1 richtig, sollte man die EINE richtig gemachte Sache bestätigen. So ist die Wahrscheinlichkeit größer, daß man mit der Zeit mehr richtig gemachte Sachen erhält, als wie, wenn man es umgekehrt macht.
Am besten wäre hier eine Funktion der Forensoftware mit der man Beiträge bewerten könnte, etwa in sehr gut, gut, schlecht, absolut dagegen (nur von registriereten Benutzern zu betätigen). Ich nehme an, das geht hier in diesem Forum nicht. Dann sollte es auch nicht als verwerflich gelten nur: "Guter Beitrag" zu schreiben. Es sollte sich zur Forenkultur (weiter)entwickeln, gute Beiträge zu bestätigen. Wenn man von jemandem etwas gutes geschenkt bekommt sagt man ja auch: danke. Man antwortet. Man sagt nicht nichts.
Die fehlende Bestätigung grassiert in unserer gesamten Kultur. Mir fällt das immer auf, wenn ich selbst professionelle Moderatoren oder Reporter jemanden interviewen sehe. Es läuft so ab:

Frage des Reporters: "Was halten Sie von diesem Wetter?"

Antwort des Gefragten: "Es gefällt mir nicht."

Reporter: (nichts!)

Richtig wäre eine angemessene Bestätigung.

Richtig wäre es so:

Frage des Reporters: "Was halten Sie von diesem Wetter?"

Antwort des Gefragten: "Es gefällt mir nicht."

Reporter: "verstehe". (Oder: "aha", oder "ok" oder sonstwas, aber nicht nichts)

Krasser wird es, wenn es um wichtige Dinge geht oder um enorme Leistungen, dann fallen (mir zumindest) fehlende Antworten/Bestätigungen schon peinlich auf (peinlich für das Kommunikationsdefizit des Interviewers).

Das waren nur ein paar Gedanken dazu.

Vielleicht könnte man auch nur für rein sachbezogene Theman Extra-Bedingungen des Schreibens als Nummer zulassen. Könnte man ja mal testen.
Ich weiß, daß man auch anonym unter irgendwelchen Namen schreiben kann. Das ist auch in Ordnung und gut so. Viele lehnen es aber (aus hehren Gründen [;-)]) ab, unter anderem-, als dem hochedlen eigenen Namen zu posten, und halten es für feige, dies zu tun. Der Sache wäre aber vielleicht hier und da besser gedient, wenn die Identität von Schreibern völlig wegfällt. -Hat natürlich den Nachteil, daß man sich weniger vor Schrottbeiträgen schützen kann...

Ich weiß schon, daß sich das alles vielleicht auch ein bißchen komisch und teils waschweibisch anhört und ich mich damit möglicherweise oute, aber was solls, ...war nur mal ein Gedankenspiel, das ich hier reinbringen wollte. ;-)

Gruß
Flint

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