Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Andere Todgeweihte (z.B. krebskranke Kinder)

DvB, Saturday, 18.12.2010, 10:57 (vor 5507 Tagen) @ Christine

Soweit sind wir dann doch noch nicht. Nach Deiner Logik gäbe es sonst
nicht nur dieses Forum nicht, viele Menschen aus diesem Forum würden dann
nicht mehr leben.

Kann sein. Vielleicht gäbe es dann stattdessen viele andere Foren.
Aber Deiner Beschreibung nach ist das ja nicht der Punkt, denn bei Deinem Kind hatten die Ärzte die Hoffnung ja nur "fast" aufgegeben. Das ist noch ein gewaltiger Unterschied, zu Fällen, wo überhaupt keine Hoffnung besteht und es stattdessen um ein paar Tage mehr oder weniger geht.

Meine Oma ist mit 92 Jahren gestorben.
Es fing damit an, daß sie einen Magendurchbruch hatte. (Oder eigentlich damit, daß ihr Arzt ihr ein Medikament verschrieben hatte, das die Magenwand brüchig machte.)
Sie wurde vom Notdienst in ein Krankenhaus gebracht und dort operiert.
Da lag sie dann ein paar Wochen auf der Intensivstation und ist nicht mehr aufgewacht.
Der Arzt hat dann quasi von meiner Mutter das Einverständnis verlangt, die Maschinen abstellen zu dürfen. Sie habe keinen Lebenswillen mehr und wache daher nicht auf, körperlich wäre sie wieder gesund. Interessant, oder?
Daß meine Oma keinen Lebenswillen mehr hatte, war aber schon Jahre vorher so. Ich hätte das den Ärzten sagen können. Da hätten sie sich die Operation usw. auch sparen können und sie nicht noch wochenlang quälen müssen.
Aber es gibt Gesetze: sie mußten sie auf jeden Fall operieren. Es geht schlicht und einfach um Geld, nicht um den Menschen. Der Mensch wird in den höchsten Tönen vergötzt, wenn es darum geht, da Kohle rauszuschlagen. Und wenn nix mehr zu holen ist, wird der Kadaver schnellstmöglich entsorgt.

Bei einem alten Menschen, der sein Leben gelebt hat, mag das sicherlich auch ein bißchen was anderes sein, als bei Kindern. Aber unsere Medizin sieht in denen genausowenig den Menschen, sondern ein Gewinnobjekt. Die Pharmaindustrie ist eine einzige Verbrecherbande. Da werden Krankheiten erfunden und die Patienten zu Tode therapiert. Und wenn es nach der ginge, bezahlst Du 99% von Deinem Einkommen für Krankenversicherung. Das wär Dir ja vielleicht recht, weil Kosten ja angeblich keine Rolle zu spielen haben. Kannst Du von mir aus auch machen. Wer sich solchen Hirnschiß leisten kann, solls doch machen, wenns ihm Spaß macht. Aber nicht andere verpflichten, bei so einer Idiotie mitzumachen.

Thomas Lentze braucht sich genauso wenig aufregen, weil
ne Krankenkasse brauchen wir überhaupt nicht. Auf das wir alle
feuchtfröhlich verrecken.

Richtig. In etlichen Ländern gibts auch keine Pflichtversicherung. Da kosten die identischen Medikamente komischerweise wesentlich weniger und die Versicherungstarife sind lachhaft niedrig. Was niemanden hindert, sich trotzdem zu versichern, wenn er will. Denn: daß Krankenkassen prinzipiell einen Nutzen haben, ist schon durchaus klar. Aber es geht um geisteskranke Auswüchse. Und die gehen nunmal auf solche Idiotien zurück, wie sie Lentze angeprangert hat. Da änderts auch nix, wenn Du ihm das Wort im Maul verdrehst

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