Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Anspruchshaltung

Borat Sagdijev, Wednesday, 13.10.2010, 18:34 (vor 5571 Tagen) @ Garfield

Ich plädiere für Eigenverantwortung. (ein höheres Maß als
aktuell)

Es ging ja darum, daß du geschrieben hast, daß es der Bevölkerung als
Vorteil verkauft wurde und wird, daß Arbeit immer teurer wurde.
Letztendlich impliziert diese Aussage, daß du das deutsche Lohnniveau für
zu hoch hältst. Ist Lohnverzicht für dich eigenverantwortlich? Denn sonst
verstehe ich den Zusammenhang nicht.

Aufgeben der Anspruchshaltung ist eigenverantwortlich.

Aber was genau soll denn nun ein Langzeit-Erwerbsloser deiner Meinung nach
tun? Es ist nun einmal eine Tatsache, daß die Zahl der offenen Stellen
deutlich niedriger ist als die Erwerbslosenzahl. Das bedeutet: Selbst wenn
sich alle Erwerbslosen extrem abstrampeln würden, könnte trotzdem nicht
jeder einen Job finden. Weil einfach nicht genug Jobs da sind.

Keine Arme keine Kekse. Irgendwann ist schluss.
Was nervt ist dass so viele Leute sich den Ellenbogen angestoßen haben um sich als Contergan-Opfer zu verkaufen um eine eigene immer gefüllte Keksdose vor den Mund gehalten zu bekommen.
Wie Frauenförderung.

Durch die Arbeitskosten (deren Preistreiber ich ja schon erwähnte) ist die Schwelle für einen "Arbeitsplatz" entsprechend hoch. Es macht keinen Sinn Arbeitsplätze unter dieser Schwelle anzubieten, die will keiner haben.

Dazu kommt noch, daß die allermeisten Firmen heute nicht mehr bereit
sind, Stellenbewerber, die keine passende Qualifikation haben, umzuschulen
oder weiterzubilden. Was soll nun ein Stellenbewerber tun, wenn er in der
Branche, wo er früher tätig war, einfach nichts mehr findet? Sicher, es
gibt die Möglichkeit, Schul- und Hochschulabschlüsse z.B. per Fernstudium
nachzuholen und ähnliches. Aber das kostet viel Geld. Wie soll ein
Erwerbsloser das bezahlen? Vor allem, wenn er vorher schon nur mies
verdient hat und keinerlei Rücklagen bilden konnte?

Betteln gehen, wer so schwer vom Schicksal getroffen wurde der kann doch mit solch herzzerreißenden Geschichten bestimmt eine Ausbildung finanzieren.

Und nun schreib bitte nicht, jeder könne sich selbstständig machen. Ich
kenne genug Leute, die das versucht haben, weil sie keine andere
Möglichkeit sahen und dabei übel über den Tisch gezogen wurden. In
manchen Branchen geht das mit etwas Glück und Kompetenz noch, aber eben
nicht in allen. Das Problem besteht da auch noch darin, daß die
Binnenmärkte immer schwächer werden. So wird es gerade für
Existenzgründer, die direkt an Endverbraucher verkaufen wollen, immer
schwerer.

Die Binnenmärkte werden Schwächer weil der chinesische und rumänische Arbeiter auch was von unserem Wohlstand wollte und es bekommt. Weil die "Mittelschicht" zum Mediamarkt rennt und das billige china-flat-TV kauft und nicht den Grundig Fernseher. Unsere Arbeitskosten halfen dabei.
Sie sind auch Schwach weil der Staat einen erheblichen Teil des Geldes in sein die Binnenmärkte austrocknendes, starres und ineffektives System zweigt.

Geld wird mehr, nennt sich Inflation.

Ja, dann werden die Kosten aber auch mehr.

Es ist also eher eine Frage wer das Geld hat und wofür er es ausgeben
will/tut.

Genau. Das Problem besteht auch darin, daß immer mehr Besitz in immer
... herzzerreißende Geschichten ...
Arbeitsmarkt drängen will.

Die Welt wird untergehen, und schuld sind die Kapitalisten.
Du solltest selbstmordgefährdete ehrenamtlich Betreuen.

--
Afrika hat Korruption?
Deutschland ist besser, es hat Genderforschung und bald eine gesetzlich garantierte Frauenquote.


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