Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

233.682 Postings in 30.704 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Stupid, it's economy: Frauen und Kapitalismus (Versuch)

Cardillac, Tuesday, 12.10.2010, 14:27 (vor 5573 Tagen) @ Gewaltiger

Der Kapitalismus lebt schon lange nicht mehr von der Güterproduktion, die noch insofern einen rationalen Kern hatte, weil das produktive Vermögen eines Menschen durch seine erzeugten Waren, von deren Marktwert ihm ein Teil als Lohn zukam, messbar wurde.

Der Kapitalismus lebt inzwischen vom Schuldenmachen, d.h. Beleihung einer Zukunft, in der die Ökonomie angeblich wieder zur rationalen Warenproduktioon zurückfindet. Deutschland als Exportnation lebt insbesondere von der Verschuldung anderer Nationalökonomien. Die Entkopplung des Geldes von der warenproduzierenden Arbeit ist vielleicht die tiefere Grundlage für die gesellschaftliche Segregation in Anspruchs- und Opfermillieus.

Die Sache ist nämlich die: Alle Lebensgrundlagen sind nur noch über den Markt erhältlich: Aber die einzige Gegenleistung, die ein Mensch anzubieten hat, seine Ware Arbeitskraft, ist nur schwer zu verkaufen.

Um die Titanic über Wasser zu halten pumpen die Staaten oder Finanzmärkte virtuelles Geld ins System. (Keyensianismus bevorzugt den Staat und rekrutiert dafür Sozialdemokraten und „Linke“; Neoliberalismus bevorzugt die Finanzmärkte und rekrutierte Konservative und Liberale, bei uns auch die Schröder-Fischer-Bande)

Es gibt keine objektiven Maßstäbe, nach denen Geld verteilt wird, welches keine Basis mehr in produktiver Arbeit hat.

In diese Gesellschaft des entsubstanziierten, virtuellen Geldregens sind die Frauen erstmalig und massenhaft zum Kapitalismus gestoßen. Ihr Opferstatus, ihre Förderbedürftigkeit, ihr idiotisches Bedürfnis nach ständiger Neudekoration, die egozentrierte Weltsicht, ihre ständiger Identitätswandel nach marktmedialen Konformitätsmustern undsoweiterundsoweiter, machte Frauen zu den Leitfiguren der Zeit des virtuellen Geldes. Kalt und höhnisch lachen sie über den „produktiv sozialisierten“ Mann, der immer Sachen herstellen will und nichts davon hat. Sie bekommen viel mehr und alles viel einfacher. Allenfalls suchen sie Nähe zum metrosexuellen Yuppie, der ihnen ähnlich ist. Andere Gruppierungen, z.B. Homosexuelle konnten sich in ähnliche Erfolgsmuster integrieren.

Und so versteht Mann die Welt nicht mehr: Er, der alles erdacht und erzeugt hat, läuft im eigenen Haus als Fremder orientierungslos herum. Alle gesellschaftlichen Institutionen, die er gründete, begünstigen mit einer manischen Besessenheit die Privilegierung eines jeden Wichtigtuers, vor allem der weiblichen. Dieses Millieu ist inzwischen so selbstbewusst und erfolgreich, dass es Männer massenhaft abspaltet und ihnen Katzentische bei sich zuweist. Es sind unsere Pudel.

Aber diese Titanic hat in der Finanzkrise den Eisberg gerammt. Sie wird jetzt schubweise sinken. Der produktive Arbeitskapitalismus wird nicht wieder kommen, die virtuelle Geldparty ist vorbei. Beide Geschlechter werden sich was Neues überlegen müssen. Das hochnäsige und korrupte Zeitalter der Frau wird vergessen sein. Die Destruktionskräfte des untergehenden Kapitalismus werden so groß sein. dass wir uns nachtragendes Verhalten nicht leisten sollten.


gesamter Thread:

 

powered by my little forum