Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Hauptsaechlich Kompensation

Sven ⌂, Wolfsburg, Thursday, 12.08.2010, 10:17 (vor 5632 Tagen) @ Maria

gesehen, die nur Streiten wollen. Jenne nehme ich dann nicht ernst. Ich
such jemanden der über seine Gefühle erhaben ist und aufklärend wirken
kann. Davon gibt es nur wenige Männer.

Mit Verlaub, aber diesem Gedankengang liegt eine Fehlannahme zugrunde.

Sie gehen von der Prämisse aus, Männer wären nur deshalb antifeministisch, weil ihnen eine oder mehrere Frauen emotional übel mitgespielt hätten. Da Männer in der Beziehungsanbahnung aber stets den aktiven (und damit riskanten) Part übernehmen, sind ihnen derlei Erfahrungen wohl vertraut. Darum gehts nicht.

Die Männerbewegung entstand aufgrund faktischer rechtlicher Benachteiligung: Im Grundgesetz (Zwangsdienste/Mutterschutz), im Familienrecht (Sorgerecht, Umgang, PAS), per Frauenquote usw. usf. Wer hier aufklärend wirken will, kann gar nicht neutral sein, weil die geltenden Gesetze explizit Männer benachteiligen. Das wird von der Legislative auch gar nicht abgestritten, sondern als "positive Diskriminierung" verkauft. Für die diskriminierten Männer, die sich nichts haben zuschulden kommen lassen, ist das wiederum nur eines: Feindselige Aggression!

Das von Ihnen vermeintlich verfolgte Ziel ist nur dann erreichbar, wenn beide Geschlechter sich auf Augenhöhe begegnen können und das bedeutet zunächst einmal: Gleiche Rechte, gleiche Pflichten! Solange das nicht gewährleistet ist, gleicht es einer Unverschämtheit, vom Diskriminierten zu verlangen, er möge sich doch bitteschön "neutral" auch für die Privilegierten einsetzen.

Gruß,

Sven


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