Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Wer will schon Gleichberechtigung?

Roslin, Thursday, 15.07.2010, 16:26 (vor 5659 Tagen) @ blackjack
bearbeitet von Roslin, Thursday, 15.07.2010, 16:40

Ich will Gleichberechtigung.
Gleichberechtigung UND Gleichverpflichtung, gnadenlos.

Natürlich regen mich quotierte Dummtussen in der Politik auf.
Aber nicht weniger als Männer gleichen Kalibers, von denen es auch viel zu viele gibt.

Nicht vergessen: Männerbenachteiligung in Rechtsprechung, Gesetzgebung und Wirtschaftsleben wäre nie durchsetzbar gewesen ohne die Unterstützung durch viele, sehr viele Männer, weiße Ritter, Frauenschützer und -versorger, "gute" Männer, "brave" Männer, die sich danach richten, was Mutti sagt und von ihnen will.

Die dummtussigsten Feministen, denen ich begegne, das sind doch oft MÄNNER.

Lieber eine fähige Frau als ein unfähiger Mann auf Posten.
Es gibt fähige Frauen und unfähige Männer.

Warum die einen einzig qua Geschlecht einschließen, die anderen aber aus?
Das ist unvernünftig, beraubt eine Gesellschaft möglicherweise produktiv nutzbarer Begabungen, belastet sie mit einem vermeidbaren Übermaß an Unbegabten am falschen Platz.

Und wir brauchen jedes Gran Begabung, jedes Fünkchen Intelligenz in einer globalisierten Wirtschaft, in einer Welt, die wächst und wächst, während wir schrumpfen und vergreisen.

Auch jedes Gran Begabung in Frauenköpfen!

Wenn wir uns behaupten wollen.

Das funktioniert allerdings nur, wenn WIRKLICH Gleichberechtigung herrscht und echte Meritokratie.
In Wahrheit betreiben wir jedoch Frauenprivilegierung, begünstigen, fördern, quotieren, subventionieren Frauen, belasten, hindern, hemmen Männer.

DAS muss enden.
Um der Gleichberechtigung willen.

Zum Wahlrecht:

Dürften nur die Fähigen und Klugen wählen, dann dürften vielleicht nur 20% der Bevölkerung wählen.
Auch hier könnte ich Frauen nicht einfach qua Geschlecht ausschließen, denn es gibt ja sehr viele Frauen, die fähiger und klüger sind als sehr viele Männer.

Auch unabhängig vom Geschlecht stünde ich vor der Frage, wen ich denn als wahlberechtigt, also als fähig und klug, einstufen will.

Wer legt die Kriterien fest?
Lassen wir darüber abstimmen?
Und wie wird ihre Erfüllung/Nichterfüllung gemessen?

Finge ich damit an, das allgemeine und gleiche Wahlrecht einzuschränken, öffnete sich hier ein neues Scheunentor für jede Art von Privilegienwirtschaft, Günstlingswirtschaft, Willkür, das man besser geschlossen hält.

Also, Festhalten am allgemeinen und gleichen Wahlrecht, nicht weil's ideal funktioniert, sondern weil es immer noch besser funktioniert als alle denkbaren Alternativen, die ja auch allesamt schon einmal ausprobiert wurden im Laufe der langen Menschheitsgeschichte und die allesamt mehr oder weniger verheerend gescheitert sind.

Vielleicht steht das der westlichen Demokratie auch bevor.
Aber noch ist es nicht so weit.
Sie hat ja immerhin einige Jahrzehnte besser funktioniert als jedes vorhergehende Modell.
Da will ich den Spatz in der Hand nicht einfach aufgeben für eine Taube, die noch nicht einmal in Ansätzen sichtbar ist oder auch nur denkbar.


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