Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

233.682 Postings in 30.704 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

AW: Wer will schon Gleichberechtigung?

TMerten, Thursday, 15.07.2010, 13:00 (vor 5660 Tagen) @ Sophie X

Ich bin selbstverständlich für Gleichberechtigung der Menschen.
Gleichberechtigung bedeutet für mich: Kein Mensch ist qua Gesetz
benachteiligt. Punkt. Aus.

Da hast du Recht! Das ist logisch und nachvollziehbar!

Was man u.a. in der Vergangenheit "vergessen" hatte und auch heute noch
nicht vermitteln will, ist der Umstand, dass der Inhaber von Rechten
gleichemaßen auch Inhaber von Verantwortung ist.
Der heutige Zeit(un-)geist verlagert diese individuelle Verantwortung auf
Diffusitäten wie "Gesellschaft", "Soziales Umfeld" oder andere nebulösen
Bereiche.

So wie ich gewisse Rechte als unveräußerlich ansehe, betrachte ich die
damit verbundene Verantwortung als unteilbar.

Das ist deine Privatmeinung, die Meinung des Staates dazu sieht ganz anders aus! Beispiel: Kindesumgang und Sorgepflicht! Als Vater hast du die Pflicht, für den Unterhalt deines Kindes zu sorgen, aber ein Recht es mal überhaupt zu sehen, hast du nicht. Wenn du mal in solch eine "Zange" beim Jugendamt kommst, dann rennst du gegen Betonwände, deren Dicke du bis zum Lebensende nicht vermessen kannst.

Dazu mal was aktuelles: Mein Kind hat mittlerweile mehrere "Beistände". Ein Beistand kümmert sich darum, mir den Unterhalt in abpressbarer Höhe zu Gunsten der KM zu entziehen. Tenor: "Wenn ihr Kind bei Ihnen ist, dann ist das ihr Hobby! Sie sind gegenüber der KM trotzdem in voller Höhe unterhaltspflichtig!" Ein anderer Beistand (nennt sich Verfahrensbeistand! beruflich!) nimmt die Interessen meines Kindes vor Gericht wahr. Laut dem FamG kriegt er 350 EUR/Beistandschaft und hat einen Stundensatz von 33,50 EUR. Er hat also 10 h Zeit, um die "Kindesinteressen" meines Kindes zu erkennen und vor Gericht zu vertreten. Dazu war das Jugendamt, eine Erziehungsberatungsstelle, eine kinderpsychologische Betreuung, eine Gleichstellungsbeaugftragte seit 2 Jahren nicht in der Lage!

Die Gesellschaft entreißt mir meine Verpflichtung gegenüber meinem Kind, die ich als sein "biologischer Beistand" ja wahrnehmen will, aber per Gesetz nicht darf. Der Staat ist schuld an dieser Situation, nicht der Bürger! Ich will meine Rechte wahrnehmen und ebenso die daraus resultierenden Pflichten erfüllen und darf es nicht. Bitte mal das Jugendamt um Hilfe bei der Wahrnehmung deiner Sorgepflicht! Hast du ein Aquarium mit Fischen? Poch mal an die Scheibe und lock die Fische ran. Dann merke dir den "Gesichtsausdruck", so sehen dich die "Sozialpädogogen" an, wenn du sie damit konfrontierst. Ein Antwort kriegst du nicht!

Das ist auch ein Ergebnis der Gleichberechtigung und die lehne ich rundweg ab!


gesamter Thread:

 

powered by my little forum