Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Frauen sind die Göttinnen des Kasinokapitalismus

Cardillac, Wednesday, 30.06.2010, 00:00 (vor 5675 Tagen) @ Puffbesucher


Nicht zuletzt dieses nagende Unterlegenheitsgefühl und dieses bloße
Herrschen der Weiblichkeit mittels dem verdeckten Beherrschen der wahren
Herrscher ist es wohl, was die Emanzen als Mangel erleben und sie antreibt,
quasi "direkte" Macht über das Männliche anzustreben. Und zwar vielleicht
auch nicht zuletzt deswegen, weil sie ob ihrer Fratzen den klassischen Weg
niemals gehen können.

Ich weiß nicht, ob du dir da etwas schön redest. Frauen fühlen sich Männern nicht unterlegen, sondern überlegen. Was bringt denn dem Mann seine Kreativität, seine Produktivität, sein gefahrvolles und ungesundes Malochen? Frau lächelt und klagt ein wenig kokett und schon gehört alles ihr. Männer sind so einfach zu enteignen, dass sich die produktive Schufterei für Frauen nicht lohnt. Lieber stylen sie ihre Identität, nutzen geschickt die leicht zu manipulierbare Naivität der "mächtigen Männer" und sehen im übrigen zu, dass sie dieses Spiel nicht gefährden.

Dieses Szenario basiert im übrigen seit den siebziger Jahren auf einer wirtschaftlichen Funktionslogik, in der Güterproduktion betriebswirtschaftlich im Prinzip unrentabell geworden ist und der "gesellschaftliche Reichtum" hauptsächlich auf den Finanzmärkten erwirtschaftet wurde. Dieser Reichtum ist jedoch fiktiv, ihm entspricht keine vergegenständlichte Arbeitssubstanz. Es ist doch irgendwie logisch, dass sich über dieser kasinokapitalistischen Grundlage ein kultureller und politischer Überbau spannen muss, der diese fiktive Reichtumserzeugung wiederspiegelt. Wahrscheinlich ist dies die reale Basis für die Entwertung männlicher Produktivität, die objektbezogen konnotiert ist. Die kulturellen Gegenentwürfe fand man in den Frauen, teilweise auch den Schwulen, die sich über den Kult, der um sie ausgebrochen ist, selber wundern dürften. Ihr Konzept ist das der Identität.

Seit der Lehmann-Pleite ist diese Party aus, der Rückweg in den androzentrischen Arbeitskapitalismus ist aber auch versperrt. Den Frauen wird nix einfallen, sie verkommen in ihrer Überprivilegiertheit. Männer könnens schaffen, deshalb fängt der Wind sich an für uns zu drehen.


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