Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Linke und Feministen sind nie an etwas schuld

Movemen, Thursday, 28.01.2010, 03:20 (vor 5817 Tagen) @ Mirko

Das siehst Du falsch, die Bibel ist eine Schrift, die jede Rechtfertigung
zu jeder Bluttat hergibt. Hängt alles von der Auslegung - mal friedliebend
und tolerant, mal blutrünstig. Zu sagen, dass diejenigen mit der
blutrünstigen Auslegung keine echten Christen seien, ist falsch.

Auch wenn es schon angerissen wurde, das AT ist in erster Linie ein Geschichtsbuch aus dem Judentum. Es handelt sich, von der Erschaffung der Welt über Gesetzestexte bis hin zu Ahnenreihen und Prophezeihungen, um die Darstellung dessen, was aus verschiedenen Entwicklungslinien der Religionen im Judentum kummuliert wurde. Das Christentum beruft sich in der Interpretation des Glaubens fast ausschließlich auf das Neue Testament, zumal die Gleichnisse (z. Bsp. "wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein) sehr oft im Widerspruch zum AT stehen. Der Bruch, den die historische Figur Jesus mit dem Judentum vollzogen haben soll, war eben auch der Bruch mit den Gepflogenheiten, Sitten und Bräuchen des Judentums. Dass über die Jahrhunderte selbstverständlich auch die Stellen des AT zur Legitimation von Gewalt genutzt wurden, ist sicher nicht verwunderlich und vielfach aus der Zeit zu erklären. Somit gibt die Bibel eben nicht jede Legitimation für jede Bluttat. Im gleichen Zirkelschluß könnte man dies auch jedem Geschichtsbuch unterstellen, wo gerade heutzutage die meisten Historiker den mahnenden und warnenden Charakter ihrer Texte und Erkenntnisse hervorheben würden. Die Bibel als Anleitung zu Mord und Totschlag zu verstehen, Christen dies vorzuwerfen, auf historisch bedingte Reaktionen oder Untaten des Christentums zu fokussieren, ist von argumentativer Unschärfe und begünstigt aktuell einen Kulturrelativismus, der in seiner Ziellosigkeit Sämtliches gleichsetzen will. Dass zu erkennen, braucht keinen Christen.

Sagt der ungläubige

Movemen


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