Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: In Nominis Patris: Kurzrezension

Arne Hoffmann, Wednesday, 23.03.2005, 17:47 (vor 7622 Tagen) @ Ekki

Als Antwort auf: Re: In Nominis Patris: Kurzrezension von Ekki am 23. März 2005 09:09:15:

Die Parabel auf das Rotkäppchen-Märchen. Erstens hatte sie keinerlei Bezug zur Väter-Problematik, zweitens wurde der Mann natürlich als Bösewicht dargestellt, und drittens führte man - äh: frau - noch einen kannibalistischen Aspekt ein, der im ursprünglichen Märchen nicht vorkommt.

Naja gut, da haben die Macherinnen an tief verankerte männerfeindliche Ängste appelliert. Wenn ich Feministin wäre, würde mich dieser Rotkäppchen-Quatsch allerdings genauso ärgern, weil darin Frauen nur als hilflose Opfer und der Mann als Retter auftauchte. Das sagt unfreiwillig allerdings einiges über die psychologische Motivation derjenigen Männer aus, die auf die Männerrechtler eingeprügelt haben: "Wir sind die Guten, wir schützen euch vor den Bösen." Natürlich nicht ohne die Erwartung einer bestimmten Form von "Lohn".

Übrigens bin ich mir gar nicht so sicher, ob im Original-Rotkäppchen kein Kannibalismus vorkommt. Die Brüder Grimm haben ja vieles aus Märchensammlungen aus der Renaissance abgeschrieben, die wesentlich wilder und grausamer waren, bevor die Grimms es zu Kindermärchen trivialisiert haben. Aber das nur am Rande.

Arne


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