Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Beitrag kann auch gelöscht werden

Arne Hoffmann, Tuesday, 22.02.2005, 23:50 (vor 7651 Tagen) @ PeterR

Als Antwort auf: Re: Beitrag kann auch gelöscht werden von PeterR am 22. Februar 2005 15:29:06:


Hi Peter,

Gottseidank, habe ich keinen Fanclub. :-) Wenn ich bei jedem Posting darauf achten müsste, ob sich nicht irgendwo ein Fan enttäuscht abwendet, würde ich irgendwann irre werden. Ich übernehme mal Verantwortung für mich selbst und lasse den Rest der Welt für sich Sorge tragen. Schätze, einige Leute müssen damit leben, dass ich nicht sehr pflegeleicht bin.

was ist eigentlich hier los? Ehrlich gesagt verstehe ich deine Beiträge in den letzten Wochen nicht!

Wie, und du meldest dich jetzt erst? :-) Könntest du deine Kritik ein bisschen ausführen? Weiter unten schreibst du, dass dich nur mein sarkastischer Begriff "Pädophilenpartei" störe; hier schreibst du von meinen "Beiträgen in den letzten Wochen". Leider wirst du nicht damit konkret, was du eigentlich meinst.

Ich kann gerne noch mal präzisieren, warum ich Jörg Rupp inzwischen endgültig nicht mehr ernstnehme:

Hier: index.php?id=43447 schreibt er: "Arne, es ging mir nicht um eine lang anhaltende Diskussion mit Dir über Deine Inhalte, mir gings um die Frage, warum Du ausgerechnet in der JF veröffentlichen musst" Dass ich in der JF veröffentlicht hätte, ist falsch, und wenn die JF wirklich die rechtsradikale Zeitschrift wäre, als die Jörg sie hinstellen will, ginge das schon in Richtung Rufmord. Da bin ich mittlerwele etwas empfindlich geworden und gebe sofort kontra. Hier: index.php?id=43449 weise ich Jörg noch einmal darauf hin, dass ich in der JF nie veröffentlicht habe. Wenig später postet Jörg unverdrossen im Frauenform: "Eigentlich will man es nicht wahrhaben: die Männerbewegung, sofern sie so zu bezeichnen ist, rutscht offen offensiv nach Rechts. (...) Autoren, die offen zugeben, Zeitungen wie die junge Freiheit zu abonnieren und auch nichts gegen eigene Veröffentlichungen oder nur dort zitiert zu werden" (Dem Satz fehlt außer Verstand leider auch ein Verb, aber dass Jörg selbst nach meinem Hinweis von "eigenen Veröffentlichungen dort" schwadroniert ist Mumpitz.)

Nächster Punkt: Ob zu dem Spektrum der Zeitungen, die ich privat lese, auch die JF gehört, geht Jörg zurückhaltend formuliert einen Scheißdreck an. Ebenfalls hier: index.php?id=43447 fordert mich Jörg dazu auf, die "Junge Freiheit" zu lesen. Kaum sage ich ihm, dass ich das tue, um mich schlau zu machen, empört er sich lautstark: "Hey, der Kerl liest die `Junge Freiheit`!" Was für eine absurde Logik ist das? Also kann man sich gar kein Bild über die JF machen, weil man sofort ein Rechter ist, sobald man sie liest? Was für ein Unfug!

Herzlichen Dank, ich habe in meinem Studium Diskursanalyse gelernt, speziell anhand von Zeitungsartikeln und mit einer Methodik des ausgewiesen linken Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung. Das war bis hin zu meiner Magisterarbeit Schwerpunkt meines Studiums. Als Medienwissenschaftler werde ich wohl noch das Recht haben, mir über umstrittene Zeitungen ein eigenes Bild machen zu dürfen. Jörgs perfide Logik ist aber: Mach dir ein eigenes Bild, aber wenn dein Ergebnis ein anderes ist als meines und diese Zeitung nicht auch für rechtsradikal hältst, bist du selber ein Rechter! McCarthyismus. Dieselbe Logik nach der man keine "Westsender" hören oder das in der DDR das Fernsehprogramm der BRD nicht sehen durfte. Sowas kotzt mich an, offen gesagt.

Ich bilde mir gerne mein eigenes Urteil. Mit einem kostenlose Probe-Abo unterstütze ich die JF mit keinem Cent. Ich frage mich sowieso, warum nicht längst irgendwelche grünen Ortsvereine beschlossen haben, im "Kampf gegen Rechts" ernst zu machen und haufenweise kostenlose Probeabos der JF zu abonnieren, um die Zeitung wirtschaftlich fertigzumachen. Kostet ja nur ein paar Sekunden auf deren Website. Ich kann dir sagen, warum das nicht klappen würde: Weil etliche Parteimitglieder sich wundern würde, was an dieser Zeitung so satanisch sein soll und am Ende noch anfangen würden, sie zu lesen.

Zuletzt: Wenn man anfängt, ausgerechnet MICH politisch "rechts" zu verorten, sollte man mir nicht eine EINZIGE rechte Position nachsagen können? Außer dass ich gerne mal solche Grüne abwatsche, die quasi auf Knieen darum gebettelt haben? Um mal das Posting zu nehmen, in dem Jörg Kritikpunkte an der JF auflistet: Elite-Denken? Nope. Kritik am parlamentarischen System? Nope. Antiliberalismus? Wohl kaum. Nationalismus, erst recht ausgrenzender Nationalismus? Fuck off! Ich wäre wohl der einzige Rechte, der Amnesty und Pro Asyl unterstützt. Aber ich lasse mich auch nicht von meiner Auffassung abbringen, dass die Artikel in der JF Teil der Meinungsfreiheit sind und jeder für sich selbst beurteilen soll, was er liest.

Arne


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