Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: So gesehen

Ferdi, Saturday, 12.02.2005, 19:16 (vor 7662 Tagen) @ Cleo

Als Antwort auf: So gesehen von Cleo am 12. Februar 2005 15:40:53:


Solidarität kann auch eine Lebensmaxime sein.

Hallo Cleo!

Solidarität ist was wunderbares, wenn sie in einer Partnerschaft (z. B. Ehe) von beiden erbracht wird. Solidarität ist m. E. das Grundgerüst einer jeden gut funktionierenden Ehe. Aus wahrer Liebe heraus erwachsend ist sie selbstverständlich und keiner Rede wert. Und eine Ehe funktioniert so lange gut, so lange die Solidarität beider Partner zueinander vorhanden ist. Das Problem heute ist aber, dass die eheliche Solidarität beim geringsten quersitzenden Furz von der Ehefrau (>60%) aufgekündigt wird. Nicht etwa, weil sich ihr Mann als Schweinehund, Säufer und/oder Gewalttäter entpuppt hat, sondern meistens, weil es der Ehefrau einfach zu langweilig geworden ist. Die Scheidung wird ihr ja mit Engelszungen schmackhaft gemacht. Und dann fängt nämlich die Einbahnstrassen-"Solidarität" an: Aufstockungsunterhalt, schliesslich ist Frau Selbstverwirklichung ja nicht zuzumuten, jetzt mit weniger auszukommen als in der Ehe, der "eheliche Lebensstandard" steht ihr ja zu! Eigentlich müsste dieser eheliche Lebensstandard auch dem anderen Partner zustehen, aber danach fragt nun keine Sau mehr. Der männliche Part hat "Solidarität" zu üben bis an die Grenze des Sozialhilfeniveaus.

Meines Erachtens einziger Ausweg: Ehescheidungen erheblich erschweren, Wiedereinführung des Schuldprinzips, das in der gesamten Rechtsprechung gilt. Warum also nicht auch hier? Das Argument mit dem "schmutzige Wäsche waschen" lasse ich nicht gelten, denn solche Verfahren können und sollten auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Nur wenn sich einer der Partner am anderen kriminell vergriffen hat, sollte eine Scheidung ohne weiteres möglich sein.

Jetzt kommt mit Sicherheit das Argument mit dem "sich auseinanderleben". Auch das lasse ich nicht gelten. Wer als erwachsener, voll geschäftsfähiger Mensch eine Ehe eingeht, der sollte genau wissen, auf was er sich einlässt. Der sollte genauestens informiert werden, was Solidarität bedeutet und dass er auch zuliebe des Partners auf gewisse Freiheiten verzichten muss. Wirklich aus Liebe entspringende partnerschaftliche Solidarität muss auch in der Lage sein, das "sich auseinanderleben" durch "sich wieder zusammenraufen" zu kompensieren. Partnerschaften zwischen Mann und Frau werden heute nur noch durch den Kitt "sexuelle Attraktivität" zusammengehalten. Keiner bedenkt, dass diese Attraktivität bei beiden Geschlechtern sehr schnell abnimmt. Wenn dann nichts anderes da ist, zum Beispiel wahre Liebe von Herz zu Herz - ja zum Donnerwetter, was soll dann eine Ehe noch auf Dauer zusammenhalten? Es liegt im Interesse der gemeinsamen Kinder, dass Vater und Mutter zusammenbleiben. Daher sollten Ehen verantwortungsbewusster geschlossen werden, aus Liebe und nicht aus sexueller Attraktivität.

Gruss,
Ferdi


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