Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Re: Quo vadis?

Eugen Prinz, Wednesday, 09.02.2005, 14:24 (vor 7665 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: Quo vadis? von XRay am 09. Februar 2005 12:04:10:

Wenn man will, kann man immer eine Benachteiligung konstruieren, solange nicht alles exakt gleich verteilt ist, womöglich also ein männlicher
und weiblicher Lehrer gleichzeitig lehren, was sicherlich auch nicht
wünschenswert wäre.
Kannst du eine Maxime formulieren?
(ich fragte: Wäre es eine Gleichverteilung und Gleichbelastung der Geschlechter in allen möglichen Bereichen?)

Es geht uns überhaupt nicht darum, mathematische Gleichverteilungen herzustellen. Wer so argumentiert, ist auf eine plumpe feministische Rhetorik reingefallen, wonach "die Hälfte von allem" automatisch gerecht ist, natürlich nur, solange es um Vorteilpositionen für Frauen geht ... 50% Frauen in Führungspositionen usw. aber natürlich nicht bei der Müllabfuhr.

Die Benachteiligungen müssen wir nicht konstruieren. Ist es etwa gerecht, wenn Männer eine Krebsvorsorgeuntersuchung erst bekommen, wenn sie den Krebs schon haben? Mehr Männer im Grundschulbereich fordern wir nicht aus mathematischen Gründen, sondern, weil die Kinder in diesem Alter sonst keine männlichen Bezugspersonen mehr erleben.

Eine mögliche Maxime könnte "Angemessenheit" sein, aber an Detailfragen kommt man nicht vorbei.

Gruß von Eugen


gesamter Thread:

 

powered by my little forum