Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Antidiskriminierungsgesetzt uns nutzbar machen....

susu, Saturday, 22.01.2005, 19:16 (vor 7683 Tagen) @ Magnus

Als Antwort auf: Antidiskriminierungsgesetzt uns nutzbar machen.... von Magnus am 21. Januar 2005 19:06:29:

Das Antidiskriminierungsgesetzt besagt ja, dass jeder Bürger - egal welcher Herkunft, Rasse oder Geschlecht etc... der gleiche Handel als auch Dienstleistung zur Verfügung steht und nicht darin benachteiligt wird.
Nun, Frauenbüros sind ja eine Dienstleistung für Frauen. Frauen sind demnach hierin bevorzugt. Dagegen kann man dann Klagen, da Antidiskriminierungsgesetzt genau das nicht zulässt, denn Gleichstellungsbüros müssen sich dann auch für Männer einsetzen. (Laut Mainstream sowieso - tun sie aber nicht).
Genauso verhält es sich mit Schwimmbädern dir nur einen Frauentag haben (auch Sauna) aber keinen reinen Männertag -> Frauen werden hier in der Dienstleistung bevorzugt, Männer benachteiligt.
Das gleiche gilt bei Frauenparkplätzen. Hier steht Frauen eine sicherer Platz zu als Männern -> diskriminierung in einer Dienstleistung, kann dann dank Antidiskriminierungsgesetz einklagen.
Das gleiche gilt für reine Frauenbibliotheken. Hier wird Frauen eine Dienstleistung angeboten, die Männern verwehrt wird-> Diskriminierung.

"Die Frauenförderung ist allerdings weiterhin erlaubt - nur die Diskriminierung der Männer dabei nicht." sagt das zuständige Ministerium. Bei Saunen und Schwimmbädern erlaubt das Gesetz ausdrücklich eine Ausnahme, weil in diesem Fall die geschlechtliche Intimsphäre gewahrt bleiben soll. Gilt logischerweise auch für Darkrooms.

Interessant fand ich: "Von Seiten der Opposition gab es zwar grundsätzlich Rückhalt für ein Diskriminierungsverbot. Der an entsprechende EU-Richtlinien angelehnte Gesetzentwurf gehe jedoch weit über diese hinaus, so die Kritik aus Union und FDP."

Das ist interessant zu hören. Zwar stimmt das, der Vorschlag der BR geht tatsächlich über die EU-Richtlinien hinaus, aber nur deshalb, weil er die Richtlinien neben Ethnie und Geschlecht noch auf die Gruppen Behinderung, sexuelle Orientierung, Weltanschauung und Alter ausdehnt. Frage: Wo sehen Union und FDP da das Problem?

Frauenbibs: Wäre möglich, wenn du ein spezifisches Buch nicht ausleihen kannst, weil es nur dort verfügbar ist. Bildungsgerechtigkeit.

susu


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